Internationale
Qualitätsoffensive
für den
Rheinradweg
Radurlaub
mit europäischem Flair: Rheinradweg wird zwischen der Quelle und der Mündung
des Flusses für Touristen herausgeputzt
Im
Rahmen des Interreg IVB-Projektes „Demarrage“ wird die gesamte
Strecke zwischen Andermatt in der Schweiz und Rotterdam in den
Niederlanden nach einem neuen europäischen Standard zertifiziert.
Parallel dazu werden internationale Marketingmaßnahmen und neue
buchbare Angebote entlang der Strecke entwickelt. „Das Ziel besteht
darin, den Rheinradweg als attraktive europäische Top-Destination zu
vermarkten und die Qualität der Strecke den heutigen Ansprüchen von
Radurlaubern anzupassen“, erklärt Sjaak Kamps, Geschäftsführer der
Euregio Rhein-Waal und Leadpartner des Projektes.
Qualität
mit Gütesiegel: Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) und das
Kölner Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Trendscope entwickeln
derzeit zusammen ein europaweites Zertifizierungssystem für
Radfernwege. Der Rheinradweg ist der erste europäische Radweg,
der nach diesem neuen Standard zertifiziert wird. Einige Teilstücke
haben die Radfahrexperten bereits überprüft,
erste Maßnahmen zur Optimierung sind erfasst. „Vor allem die
eindeutige und nutzergerechte Beschilderung ist uns wichtig“, sagt Ulf
Keutmann von Trendscope. Der Radwanderer müsse sofort erkennen können,
dass er auf der richtigen Strecke sei. Unterstützt wird das Projekt von
der European Cyclists‘ Federation, die den Rheinradweg als EuroVelo 15
führt.
Parallel
zur Arbeit an der Strecke wird zurzeit eine internationale Internetseite
für den gesamten Rheinradweg entwickelt. Die Website, die in einer
ersten Version im Frühjahr 2012 online sein soll, bietet einen
allgemeinen Überblick über die Möglichkeiten an der Strecke. Wer sich
über bestimmte Teilstücke näher informieren will, findet Links zu
allen Regionen am Fluss. Bis April 2013 wird die Site weiterentwickelt
und mit neuen Fotos versehen.
Zudem
werden neue buchbare Angebote für Radurlauber zusammengestellt. Hierbei
sollen vor allem länderübergreifende Pauschalen sowie Kombinationen
mit anderen Aktivitäten entstehen. Bis April 2013 ist das Gesamtprojekt
abgeschlossen. „Dann haben wir ein touristisches Qualitätsprodukt
geschaffen“, so Kamps.
Das
Projekt wird von der Europäischen Union mit EFRE-Mitteln im Rahmen des
Nordwesteuropa INTERREG IV B Programms kofinanziert. Lead-Partner des
Projekts ist die Euregio Rhein-Waal.
(22.12.2011)
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