Werra - der
deutsch-
deutsche Grenzfluss
Von Hannoversch-Münden über Witzenhausen nach Eisfeld führt der meist
steigungsarme Werraradweg, der sich zu einem der beliebtesten
Flusswanderwege in Deutschland entwickelt hat.
Die
Werra wurde erst nach Grenzöffnung für Reisende auf Sattel und Speiche
interessant. Seit 1997 ist von den beiden Werraquellen bis zur Mündung in
die Weser ein durchgängig befahrbarer und beschilderter Fernradweg
entstanden. Er führt zum größten Teil über landwirtschaftliche Wege,
weicht ab und an auf wenig befahrene Straßen aus und meidet
Fernverkehrsstraßen. Im Jahre 2002 war der Ausbau weitgehend
abgeschlossen.
Übernachten
an der Werra Hannoversch
Münden
Sehr
beliebter Flussradweg
Heute
zählt der Werratalradweg nicht nur landschaftlich zu den schönsten in
Deutschland, auch die Wegequalität ist durchweg hervorragend. Und er wird
immer beliebter, genießt man doch bei dieser Radtour durchweg noch die
Ruhe und Beschaulichkeit einer einzigartigen Landschaft. Eines ist sicher:
Bald werden immer mehr Radfahrer kommen ...
Originell:
Zwischen Witzenhausen und Altenburschla säumen zahlreiche Kunstwerke den
Radweg, der zwischen Treffurt und Hannoversch-Münden die Deutsche
Fachwerkstraße begleitet.
Quellen:
www.werra-meissner.de/radweg
und www.aufreisen.de/
Unsere
Radelgruppe war aus Burgdorf bei Hannover schon entlang der Leine
geradelt, um dann kurz hinter Friedland über Eichenberg bei Witzenhausen
an die Werra zu gelangen, wo wir auch übernachteten. Die Etappe von
Witzenhausen nach Hannoversch-Münden ist übrigens in dem Bericht über
den Weserradweg ausführlich beschrieben
und illustriert.
Empfehlenswert
und halt auch ganz normal ist natürlich ein Beginn in Hannoversch-Münden
oder gar vorher schon eine mehrtägige Radtour entlang des attraktiven
Weserradwegs.
Die angegebenen Etappen lassen sich selbstverständlich verkürzen: Es
gibt viele schöne Städte unterwegs, wo sich trefflich übernachten
lässt.
Übernachten
an der Werra Witzenhausen
Nach
Eisenach
Tagesetappe:
Witzenhausen - Bad Sooden-Allendorf - Eschwege - Treffurt - Eisenach (107
km)
Schon
unsere dritter Radeltag (s.o.). Um 8.45 Uhr starten wir bei idealem
Radlerwetter. 25 Grad, sanfter Wind, herrliche Landschaft. Nach einer
kurzen Stadtbesichtigung erblicken wir erstmals das unübersehnbare Logo
des Werraradweges. Burg Ludwigstein grüßt von der Höhe.
In
Werleshausen, wo es ebenfalls ein Schloss gibt, kaufen wir ein und
radeln durch schöne Dörfer des zu Thüringen gehörenden Eichsfelds -
Lindewerra und Wahlhausen - Richtung Bad Sooden-Allendorf.
Unterwegs lädt am ehemaligen Kolonnenweg bei Wahlhausen das
Grenzlandmuseum „Schifflersgrund“ in Asbach/Sickenberg zum
Besuch ein. Da es dorthin reichlich bergauf geht, lassen wir den Besuch
angesichts der noch vor uns liegenden Strecke schweren Herzens aus.
Wer
natürlich in Bad Sooden-Allendorf übernachtet, sollte sich diese
interessante Geschichtsstunde nicht entgehen lassen.
Bad
Sooden-Allendorf, das wir bald erreichen, nötigt uns angesichts der
prachtvollen Innenstadt eine längere Pause ab. Hier muss man einfach
verweilen und die Architektur genießen. Die Turmuhr schlägt 11 Uhr,
Kaffee und Kuchen beim Bäcker munden angesichts dieser Kulisse besonders
gut, aber irgendwann müssen wir dann doch weiter. Es wird heißer und
schwül.
Wir
radeln meist ufernah, oft im Schatten, entlang des Flusses über Kleinvach
nach Eschwege. Dort wird bei einem Kiosk nahe des Schlosses der
Wasservorrat aufgefüllt, was auch dringend nötig war.
Kurz
vor dem Dörfchen Frieda entdecken wir kurz hinter der nagelneuen
Werrabrücke einen steinernen Tisch - ein schattiges Plätzchen, ideal für
eine Pause. Der Bilderbuch-Blick aufs Dorf schweift über ein mit
Mohnblumen rot getupftes Kornfeld.
Thüringen
oder Hessen? Der Werra-Radwanderführer der Bielefelder Verlagsanstalt
gibt hier keine Antwort. Die Grenze wurde einfach ausgespart.
Aber
unsere ADFC-Karte sagt uns, dass es hinter Wanfried mit seiner
Dampfbrauerei und dem grazilen Radfahrer-Denkmal aus Edelstahl nur noch
wenige Kilometer bis Thüringen sind.
Übernachten
an der Werra Heldra
/ Treffurt
Zwischen
Thüringen und Hessen
Altenburschla
mit seiner hübschen Kirche am Karl-Montag-Platz und Heldra heißen die
letzten Dörfer Hessens, ehe wir uns in Treffurt mit seiner alles
überragenden Burg und dem malerischen, aber leider gerade eingerüsteten
Rathaus eindeutig auf dem Gebiet der ehemaligen DDR befinden. Ein tolles
Gefühl der Freiheit, einfach so dorthin radeln zu können. Auch noch so
lange nach der Grenzöffnung.
Der
Weg nach Eisenach führt auf herrlichen Pfaden oft direkt am Fluss
entlang. Viele Brückenpfeiler legen Zeugnis von dem überhasteten Rückzug
der Deutschen während des 2. Weltkrieges ab. Die beschauliche Landschaft
bietet Gelegenheit zur Rückbesinnung auf sich selbst.
In
Probsteizella legen wir im einsam gelegenen Gasthaus eine Pause
ein. Die Bedienung hat viel Zeit und ein freundliches Lächeln für uns übrig.
Hier herrscht Ferienstimmung pur.
Kinder
paddeln auf dem Fluss, vor einem Wohnmobil aus Schleswig-Holstein genießt
ein Ehepaar die Stille. Vor Frankenroda fordert uns ein kurzer,
steiler Anstieg heraus, der mit einer genussvollen, langen Abfahrt bis Ebenshausen
belohnt wird.
Ein
paar Kilometer weiter radeln wir unterhalb einer eindrucksvollen Felswand
vorbei. Kurz darauf führt eine alte, sehenswerte Brücke mit
angegliederter Libori-Kapelle über die Werra nach Creuzburg, in
eine der ältesten Städte Thüringens.
Nun ist es nicht mehr weit bis Hörschel. Hier beginnt der
Rennsteig ebenso wie der über Eisenach führende Radweg „Thüringer Städtekette“.
Bald erblicken wir die Wartburg und erreichen nach mehreren Steigungen Eisenach.
Unser
Quartier liegt in Stregda, einem ca. 6 km entfernten Vorort.
Übernachten
in Eisenach
Nach
Breitungen/Werra
Tagesetappe:
Eisenach - Wartha - Gerstungen - Vacha - Bad Salzungen - Breitungen (99
km)
Was
wir am Abend zuvor nicht geschafft haben, holen wir am Morgen nach: die
Besichtigung der Eisenacher Innenstadt. Anschließend geht es zurück nach
Hörschel, wo wir den Werratalradweg wieder erreichen. Auf der flussnahen
Alternativstrecke, einem teilweise recht holprigen, aber schattigen
Wiesenweg, radeln wir nach Neuenhof. Das seit 1999 wieder von einem
(westdeutschen) Baron bewohnte Schloss bietet ein Fotomotiv wie für ein Märchenbuch.
Die Informationen stammen von zwei freundlichen Gärtnerinnen, die im Park
gerade ihre Frühstückspause eingelegt haben. Über Wartha wechseln wir
ins hessische Herleshausen mit seinen hübschen Fachwerkhäusern, um die
Vorräte aufzufrischen.
Am
Bahnübergang Richtung Lauchröden müssen wir drei Züge abwarten,
darunter sogar einen ICE, der gewöhnlich nur auf Strecken ohne höhengleiche
Übergänge verkehrt.
Wieder
in Thüringen, führt die Fahrt uns durch eine reizvolle Landschaft über Sallmannshausen
auf schattigen Wegen entlang der Werra bis kurz vor Gerstungen. Dort
verpassen wir den unter der Brücke versteckten Weg und fahren ein paar
hundert Meter vergeblich den Berg Richtung Untermühle hinauf. Doch dank
Kompass bemerken wir den Fehler schnell und kehren um. Nur die drei Ausreißer,
die schon aus der Reichweite des Funkgerätes sind, fahren noch weiter.
Sie werden per Handy informiert, so dass wir bald beim Picknickplatz neben
der Werra alle wieder beisammen sind.
Schnell
erreichen wir Gerstungen und kommen nach Untersuhl. Die
Rundkirche ist, wie fast alle evangelischen Gotteshäuser, leider
verschlossen. Die Beschilderung und die Wegequalität des Werratalradwegs
sind durchweg als gut zu bezeichnen. Viele Wege, teils auf Bahntrassen,
sind ganz neu angelegt und führen vielfach durch Schatten spendende Wälder
oder an Busch- und Baumreihen entlang. Nur an wenigen Stellen fehlen
Schilder Richtung flussaufwärts; ein Blick über die Schulter Richtung
flussabwärts bestätigt aber meist, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Hinter
Dankmarshausen fahren wir auf hölzernen Stegen durch ein
Vogelschutzgebiet.
Kurz
darauf sind wir bei Heringen mit seiner mächtigen Saline schon
wieder auf hessischem Boden und kehren nach steilem Anstieg beim Thüringer
Hof mitten im Ort erst einmal ein. Die Wirtin klagt über rückläufige
Geschäfte und eine verfehlte Verkehrspolitik. Die fehlende Umgehungsstraße
bekommen wir mit eigenen Ohren zu spüren: Ständig stören ratternde
Lastwagen die angeregte Kommunikation im Biergarten.
Es
wird immer heißer, so dass wir nach einem Badesee Ausschau halten. In Philippsthal
(Hessen) erfrischen wir uns in der Badeanstalt, ehe der Werratalradweg
wieder nach Thüringen wechselt. In Philippsthal ist der Werraradweg
übrigens mit dem Bahnradweg
Hessen verknüpft.
In
der Gegend wurden leider zahlreiche Bahnhöfe stillgelegt. Seit dem
Fahrplanwechsel zum 10. 6. 2001 wird Vacha nicht mehr bedient. Das
Bahnhofsgebäude ist genutzt und in recht gutem Zustand, die Gleisanlagen
wirken aber schon recht heruntergekommen. Quelle: www.vergessene-bahnen.de/Ex576_1.htm
Vorbei
an Vacha passieren wir in Dorndorf den stillgelegten
Bahnhof, blicken vom auf einer Bahntrasse angelegten Radweg hinunter auf Merkers
mit seinem Erlebnisbergwerk, umgehen auf der B 62 den Kraynberg und biegen
in Hämbach wegen des starken Verkehrs bald links ab nach Tiefenort,
das wir bergab ruck zuck erreichen. Auf guten Straßen geht die Fahrt
flott über Unterrohn nach Bad Salzungen, wo es beim
Italiener am Markt noch eine kleine Stärkung gibt.
Über
Kloster Allendorf und Barchfeld sowie durch ein Seengebiet führt
der Radweg an eine Eisenbahnlinie, die uns ohne Steigungen bis Breitungen
führt. Ziemlich geschlaucht von der Hitze, kämpfen wir uns durch eine
Straßenbaustelle ans Ziel: den urigen Dorfgasthof, einfach, aber mit
hervorragender Küche und schönem Biergarten. Nichts kann uns nun mehr
auf die Füße bringen.
Übernachten
an der Werra Breitungen
Nach
Hildburghausen
Tagesetappe:
Breitungen - Meiningen - Hildburghausen (77 km)
„Breitungen
kann auf eine 1100jährige Geschichte zurückblicken“ verrät uns der
Radwanderführer. Deshalb müssen wir vor der Abreise natürlich noch die
Sehenswürdigkeiten begutachten. Also radeln wir von der „Linde“ zunächst
hinauf zur romanischen Basilika mit der halbrunden Turmspitze.
Daneben
befindet sich das Renaissanceschloss, das den Restauratoren noch eine
Menge Arbeit bescheren wird. Es beherbergt das Aktivmuseum Ländliches
Brauchtum. Von der Schlossmauer in 360 Metern Höhe ü. NN genießen wir
den herrlichen Rundblick.
Ab
Breitungen treten wir ordentlich in die Pedalen. Der oft idyllische
Weg mit Werrablick durch Schatten spendenden Wald führt auf und ab und lässt
sich perfekt radeln.
Wir
passieren Wernshausen und Wasungen, wo wir Bananen und
Mineralwasser einkaufen, und staunen schon bald über die Kirchenburg in
Walldorf (Foto oben).
Ein
historischer Weinkeller, der leider verschlossen ist, sowie das
Kapp-Putsch-Denkmal, das im Ort niemand zu kennen scheint, nennt der BVA-Führer
als sehenswerte Ziele.
Vorbei
am Schloss Landsberg und über Jerusalem und Welkershausen
erreichen wir die Theaterstadt Meiningen. Zwei herrliche Parks im
englischen Stil und das Schloss Elisabethenburg locken zur Besichtigung.
Auch die Altstadt lohnt einen längeren Aufenthalt. Hier sind die Preise
noch human. Der „Gefängnis-Biergarten“, den wir besuchen wollen, hat
schon wieder geschlossen. Beim Chinesen „Asia Bistro“ auf dem
Marktplatz gibt's Hühnerfleisch mit einem Berg Nudeln sehr preisgünstig.
Orginell:
der Meininger „Biergarten im Gefängnishof“ - leider gerade
geschlossen.
Der
geplante Besuch des Dampflokwerks Meiningen endet nach einer
kleinen Bergauftour mit einer Enttäuschung.
Nicht
einmal mein Presseausweis erweicht den Pförtner, obwohl ich - als
Eisenbahnfan und zur Bebilderung dieses Kapitels - nur kurz ein Foto
machen wollte. „Auch Journalisten müssen sich hier anmelden“, knurrt
er freundlich.
Über
Einhausen mit seiner Spitzkirche von 1726 radeln wir unter einem Brückenneubau
hindurch, am Hang die riesigen Phacelienfelder bewundernd, nach Vachdorf.
Kinder baden kreischend an diesem herrlichen Tag in der Werra, haben sie
doch gerade erst Ferien bekommen. Auch wir sind angesichts der
faszinierenden Landschaft so richtig in Urlaubsstimmung. Durch den Auwald
radelt es sich wie von selbst.
Erfinder des
Tretkurbelfahrrads
Vorbei an Henfstädt
mit einem schön anzusehenden Wehr erreichen wir Themar (3250 Einwohner)
mit seinen anmutigen Häusern im hennebergisch-fränkischen Stil. Der Name
Henneberg wird uns noch des öfteren begegnen. Und dann entdecken
wir an einem Haus eine für uns Radfahrer ganz besondere Inschrift: In Themar
hat der Heimatdichter und Tüftler Heinrich Mylius im Jahre 1848 die
Tretkurbel erfunden.
Wie
oft in den thüringischen Orten und auch in den ehemaligen Grenzorten der
Bundesrepublik herrscht hier eine besonders hohe Arbeitslosigkeit. In persönlichen
Gesprächen, beim Bäcker oder auf dem Marktplatz, erfahren wir einiges
von der Befindlichkeit. Viele hat der Mut verlassen und sie planen,
„nach Westdeutschland“ umzuziehen. „Wir haben schon viel zu lange
gewartet“, klagt eine Frau, deren Mann seit 13 Jahren in Bamberg arbeit.
Nun soll das eigene Haus verkauft werden. Nur: Einen Käufer zu einem
angemessenen Preis zu finden, ist kaum möglich.
Bei
jungen Leuten schlägt uns bisweilen sogar eine Art Feindschaft entgegen,
die wohl eher aus Resignation resultiert denn aus aktiver Verachtung. So
werden Grüße nicht erwidert, wird unseren Blicken ausgewichen.
Eine
teilweise sehr bedrückende Szenerie. Ich hoffe, dieser Beitrag hilft mit,
mehr Besucher in diese herrliche Landschaft zu bringen. Wer den
Werratalradweg noch nicht gefahren ist, sollte dies JETZT tun und die
freundlichen Menschen und idyllischen Städte und Dörfer kennen lernen,
so lange der Massentourismus dort noch nicht eingezogen ist.
Von
Themar fahren wir zum Kloster Veßra, das wir kurz nach 17
Uhr erreichen. Das angegliederte Freilichtmuseum wollten wir so gerne
sehen. Durchs Hintertor gelangen wir aufs Gelände. Niemand stört sich
daran, so dass wir noch ein paar hoffenlich werbewirksame Fotos schießen
können.
Nun
beginnt der Endspurt. Der Rest der Tour ist ziemlich bergig und fordert
noch einmal erhebliche Kraftanstrengungen. Vor allem der Weg zum 825 Jahre
alten Ort Grimmelshausen hat es in sich. Die Vorfahren des berühmten
Prosadichters Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (1622-76) nannten
sich nach diesem Ort, wie eine Hinweistafel uns berichtet.
Darauf
auch ein Zitat des Dichters, der durch den „abenteuerlichen
Simplicissimus“ bekannt geworden ist: „Der Wahn betreugt, der Thor
sucht Trost in der Eitelkeit, der Klug' in Gott die himmlische Freud“.
Übernachten
an der Werra Hildburghausen
In
Hildburghausen sind wir im Ortsteil Häselried in einer Pension
untergebracht, die natürlich wieder einmal erst nach einem kräftezehrenden
Aufstieg zu erreichen ist. Auch das erfahren wir weder aus der
Buchungsbestätigung noch aus der Anschrift des Vermieters. Aber aus
Erfahrung klug geworden, rufen wir nun in Zweifelsfällen vorher per Handy
an oder fragen die Leute, um nicht vergebliche Wege fahren zu müssen.
Auf
diese Weise kommt man in Kontakt mit der Bevölkerung, woraus sich
bisweilen sogar ein informatives Gespräch entwickelt.
Wir
sind froh am Ziel zu sein und auch darüber, dass wir morgen früh nicht
los müssen, sondern einen Tag Pause haben. Den werden wir nutzen, um die
Stadt und die Umgebung zu erkunden. Ohne Fahrrad, versteht sich! Fürs
leibliche Wohl sorgt der Wirt von der nahen Gaststätte „Werrablick“,
der uns an diesen zwei Tagen gut versorgt.
Ausflug nach
Eisfeld
Ausflug
zu Fuß nach Hildburghausen mit seinem Renaissance-Rathaus und dem
idyllischen Marktplatz und per Eisenbahn nach Eisfeld.
Mit
der Bahn fahren wir nach Eisfeld. Die Stadt gilt als Eingangspforte
zum Thüringer Wald, liegt an einer alten Handelsstraße und ist heute der
Verkehrsknotenpunkt der Region, denn hier laufen drei Bundesstraßen
zusammen. Eisfeld bildet außerdem den südlichen Anfang der „Thüringer
Porzellanstrasse“ und präsentiert im Museum eine umfangreiche
Porzellansammlung.
Das
Stadtbild wird von zwei dominanten Gebäuden geprägt, dem Schloss und der
Dreifaltigkeitskirche. Das im 11./12. Jahrhundert an der Stelle einer älteren
Befestigung erbaute Schloss beherbergt seit 1949 das Museum „Otto
Ludwig“ - zu Ehren des 1813 in Eisfeld geborenen Dichters.
Die
Stadt Eisfeld beging im Jahr 2002 das Jubiläum ihrer Ersterwähnung vor
1200 Jahren. 1949 wurde sie Grenzstadt im Süden der DDR. Von 1964 bis
1972 lag sie im Sperrgebiet. 1973 wurde ein Grenzübergang nach Rottenbach
in Bayern eingerichtet. Nicht weit entfernt sprudeln die Quellen der
Werra.
Quelle:
www.stadt-eisfeld.de
Wieder
zurück in unserer Pension, sehen wir schon, wie sich der Himmel verdüstert.
Auf dem Weg zum Gasthof „Werrablick“ überrascht uns ein gewaltiger
Gewitterschauer, der innerhalb weniger Minuten die Kanalisation überlaufen
lässt. Beim Werrablick hat Schöpfen und Pumpen erst einmal Vorrang. Man
kennt das Problem und ist vorbereitet ... Das Essen schmeckt auch an
diesem Abend wieder hervorragend und ist preiswert.
Hinweis:
Die Werratour war Teil unserer Radtour von Burgdorf bei Hannover bis zum
Bodensee. Sämtliche Fotoeindrücke dieser Radresie sind auf einer DVD
verewigt. Der Reisebericht ist als Buch erschienen.
Die Tagesetappen der Gesamttour mit km-Angaben
1.
Burgdorf bei Celle-Freden/Leine 86
2. Freden/Leine-Witzenhausen/Werra 106
3.
Witzenhausen/Werra-Eisenach 107
4.
Eisenach-Breitungen/Werra 99
5.
Breitungen-Hildburghausen/Werra 77
Ausflug nach Eisfeld (Bahn)
6.
Hildburghausen-Bamberg/Main 92
7. Bamberg-Hilpoltstein 103
8. Hilpoltstein-Eichstätt/Altmühltal 74
9. Eichstätt-Donauwörth 62
10. Donauwörth-Ulm 92
11.
Ulm-Iller-Radweg-Aichstetten 80
12. Aichstetten-Allgäu-Eriskirch 115
Die Tour als Buch
und auf DVD

DVD-Übersicht
- Das Buch zur Tour bei Amazon:
Radreiseführer
Radtour Werra: Von
Hann. Münden nach Meiningen 2011 Fuldradweg
- Weserradweg - Diemelradweg
zurück zur Hauptseite
|