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Autor: Dieter Hurcks Copyright 6/2017

Vom Rhein zum Neckar und Kocher 
Viele herrliche Radtouren lassen sich unternehmen, wenn man die Nebenflüsse des Rheins einbindet. Eine schöne Route führt auf dem Stromberg-Murrtal-Radweg von Karlsruhe nach Marbach am Neckar und weiter nach Gaildorf am Kocher. Von dort kann man beispielsweise über Möckmühl an die Jagst, zurück an den Neckar, weiter nach Mannheim an den Rhein und zurück nach Karlsruhe radeln. Es gibt viele Kombinationsmöglichkeiten! 

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Stromberg-Murrtal-Radweg

Verbindungstour von Karlsruhe am Rhein bis Gaildorf am Kocher
 
Der Stromberg-Murrtal-Weg ist ein rund 160 km langer Radfernweg, der von West nach Ost quer durch Baden-Württemberg führt und den Rhein-Radweg in Karlsruhe über den Stromberg-Enztal-Radweg mit dem Neckar-Radweg bei Marbach sowie, über den Murrtal-Radweg, mit dem Kocher-Jagst-Radweg bei Gaildorf verbindet. Dabei hat der Radler einige Höhenmeter zu bezwingen: 1011 Meter hoch, aber auch 809 Meter hinunter.

 

Quer durch Baden-Württemberg

Die Radtour bietet einen Einblick in vielfältige Landschaftsräumen sowie in die reiche Geschichte des Landes. Los geht es in Karlsruhe, der Geburtsstadt des Fahrrads. Der Radweg führt durchs abwechslungsreiche Keuper-Bergland und zwei Naturparks bis nach Gaildorf am Kocher. Am Weg liegen zwei der fünf UNESCO-Welterbestätten Baden-Württembergs: das Kloster Maulbronn und der Limes bei Murrhardt.

Der Stromberg-Murrtal-Radweg hat seinen Ausgangspunkt in der Fächerstadt Karlsruhe an der Südseite des Bahnhofs. Gleich zu Beginn der Radtour können das Schloss, der Zoologische Stadtgarten und eine Vielzahl weiterer Sehenswürdigkeiten besucht werden. Der Weg führt weiter über Durlach ins idyllische Pfinztal (13 km) und durch die Wälder und Weinberge des Naturparks Stromberg-Heuchelberg. Ein Höhepunkt dieser ersten Etappe ist - nach weiteren 30 km - das Zisterzienserkloster Maulbronn – ein Ort, an welchem das Leben der Mönche im Mittelalter lebendig wird.

Karlsruhe: Die zweitgrößte Stadt des Landes Baden-Württember hat gut 300.000 Einwohner und  ist 1715 vom heutigen Stadtteil Durlach aus als barocke Planstadt gegründet worden. Charakteristisch für den ursprünglichen Stadtplan sind die 32 ringsum vom Schloss in die Parkanlagen und den Hardtwald der Oberrheinebene ausstrahlenden Straßen. Nur das südliche Viertel wurde zentrumsnah bebaut; seinem fächerförmigen Grundriss verdankt Karlsruhe den Beinamen „Fächerstadt“. Quelle und mehr: Wikipedia

Kloster Maulbronn: Das Kloster Maulbronn ist eine ehemalige Zisterzienserabtei in der Ortsmitte von Maulbronn. Kleinstadt und Kloster liegen am Südwestrand des Strombergs, der sich im südlich des Odenwalds und nördlich des Schwarzwalds gelegenen Kraichgau erhebt. Quelle und mehr: Wikipedia

Nach Bietigheim

Die nächste Etappe führt nördlich an Pforzheim vorbei und über Vaihingen an der Enz (24 km) weiter nach Bietigheim-Bissingen und in die Weinbauregion am Neckar zwischen Ingersheim und Benningen, mit eindrucksvoller Kulisse der Steillagen.

Beginnend in Vaihingen geht es auf den Höhen des Enztals bis nach Bietigheim-Bissingen, wo sich ein Besuch der Bietigheimer Altstadt anbietet. Dann verlässt der Radweg das Enztal und führt über Waldwege des Bietigheimer Forsts in das vom Weinbau geprägte Neckartal zwischen Ingersheim und der Schillerstadt Marbach am Neckar.

Bei Ingersheim, Freiberg und Benningen begegnet dem Radler entlang des Weges eine idyllische Landschaft mit einem unvergesslichen Anblick: das von Wiesen, Feldern und Weinbergen mit Steillagenhängen gesäumte Neckartal - eine reizvolle Kulisse. Weithin sichtbar ist das Bürgerwindrad Ingersheim. Regionale Weine und Spezialitäten aus der Region laden zum Verweilen ein. In Benningen und Marbach kann man übrigens aufs Neckarschiff umsteigen.

Die Schillerstadt Marbach (29 km) mit dem Literaturmuseum der Moderne stellt einen weiteren Höhepunkt der Radtour dar und ist einen kleinen Stadtbummel wert.

Marbach hat rund 15.500 Einwohner und besitzt eine außergewöhnlich gut erhaltene Altstadt, deren Erscheinungsbild hauptsächlich auf den Wiederaufbau nach der Zerstörung von 1693 zurückgeht. Die Altstadt zieht sich am Südhang des Strenzelbachtals hinauf, weist einen rechteckigen Grundriss von etwa 350 mal 250 Metern auf und ist noch auf drei Seiten von der Stadtmauer mit ihren Wehranlagen umgeben. Seit 1983 steht sie als Gesamtanlage unter Denkmalschutz.

In der Anlage der Stadt dominieren die fünf in Ost-West-Richtung angelegten Straßen, insbesondere die breite Marktstraße. In Letzterer befinden sich auch die wichtigsten Gebäude der Altstadt, so das 1760–1763 erbaute Rathaus und zahlreiche Geschäfte. Quelle und mehr: Wikipedia  

An der Murr von Marbach nach Backnang

Diese Etappe folgt der Murr so nah, wie das in einem bisweilen engen Tal überhaupt möglich ist. Los geht's bei Marbach an der Fußgängerbrücke über den Neckar. Bis zur Murrmündung radele ich zunächst ein Stück entlang des Neckars in nördlicher Richtung nach Steinheim mit seinem Urmensch-Museum. Es wurde 1968 eingeweiht. Das wichtigste und namensgebende Exponat stellt der Urmenschen-Schädel des Homo steinheimensis dar, welcher 1933 in Steinheim gefunden wurde und etwa 250.000 Jahre alt ist. Weitere Ausstellungsexponate und Themen sind die Geologie und Tierwelt aus Steinheim und Umgebung von der Altsteinzeit bis zur Würmeiszeit.

 

Immer an der Murr entlang radeln wir nun nach Kirchberg und weiter auf einem naturbelassenen und landschaftlich sehr idyllischen Abschnitt des Murrtals bis zu einem kurzen und sehr steilen Anstieg im Wald am Murrufer. Eine kleine Bachfurt muss hier durchquert werden. Am besten zu Fuß!

Nun folgt eine anstrengende Schiebestrecke: In Burgstall führt der Weg zunächst entlang der Hauptstraße, folgt dann aber der sehr steilen Rathausstraße. Hier muss ich sogar mein Pedelec schieben und komme dabei ganz schön aus der Puste.

Oben angelangt, folgt die Route einem Wirtschaftsweg bis Erbstetten. Auch hier sind nochmals einige Höhenmeter zu bewältigen, ehe die Abfahrt zurück ins Murrtal folgt.

Am Fluss entlang geht's weiter bis in die 35.000-Einwohner-Stadt Backnang (21 km), wo ich am Ufer erstmal einkehre, da eine Pause Not tut. Das schöne Städtchen Backnang sollte man sich allein wegen seiner sehenswerten historischen Altstadt und der weithin bekannten Stiftskirche näher anschauen. Neben dem großen Turm, gleich unterhalb der riesigen Uhr, gibt es einen schönen, ruhig gelegenen Biergarten. Nur wenn's läutet oder das Standesamt im 45 Meter hoch gelegenen Turmzimmer genutzt wird, ist es vorübergehend mit der Ruhe vorbei ...

Der Backnanger Stadtturm ist Wahrzeichen und markantester Punkt der Stadtsilhouette. Im unteren Teil befindet sich ein aufwändig restaurierter Gotischer Chor der ehemaligen Kirche St. Michael aus dem 13. Jahrhundert. 1614 wurde der Turm von Landesbaumeister Heinrich Schickhardt neu aufgeführt. 1693 wurde er durch einen Stadtbrand zerstört und 1699 nach Plänen Schickhardts wieder aufgebaut. In einer Zwischenetage des Stadtturms ist eine Ausstellung zur Backnanger Stadtgeschichte zu sehen. Ein weiteres Highlight: Der Blick vom Turmkranz über die ganze Stadt. 
Quelle: https://www.stuttgart-tourist.de/a-backnanger-stadtturm

 

Weiter nach Murrhardt

Von Backnang führt die Radtour weiter durchs Murrtal und in den Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald mit seinen Seen, Schluchten und Wasserfällen. Nächste Station ist Murrhardt, wo sich das Naturpark-Zentrum befindet und die Limes-Cicerones Einblick in die römische Vergangenheit geben. Wer sich die Mühen des Limes-Radwegs auferlegt und von Bad Hönningen am Rhein nach Regensburg an der Donau strampelt, kommt hier vorbei.

Am Wegesrand liegt, oberhalb von Oppenweiler, die Burg Reichenberg, eine imposante staufische Burganlage. Diese Höhenburg wurde 1230/1231 von Markgraf Hermann V. von Baden erbaut. Quelle und mehr: Wikipedia

Aus dem Murrtal geht es immer munter aufwärts zum Ebnisee. Ich bleibe aber unten, denn nun ist es nicht mehr weit bis zum Zielpunkt Gaildorf am Kocher, wo Anschluss an den Kocher-Jagst-Radweg besteht.

Den besonderen Reiz des Radwegs machen die Naturkulissen ursprünglicher Flusstäler, malerischer Waldlandschaft, Badeseen sowie die vielen Fachwerkstädtchen und Weindörfer aus, in denen man gerne am Marktplatz anhält, um ein Eis zu essen, einen Kaffee zu trinken oder ein Glas Wein zu kosten.

Etappen/Entfernungen

Karlsruhe » Durlach » Pfinztal 13 km

Pfinztal » Remchingen » Königsbach » Stein » Neulingen » Ölbronn » Maulbronn 19 km

Maulbronn » Zaisersweiher » Illingen-Schützingen » Gündelbach » Horrheim » Vaihingen an der Enz 24 km

Vaihingen an der Enz » Sachsenheim » Bietigheim-Bissingen » Ingersheim » Freiberg am Neckar » Benningen am Neckar » Marbach am Neckar 29 km

Marbach am Neckar » Steinheim an der Murr » Kirchberg an der Murr » Burgstetten-Burgstall » Erbstetten » Backnang 20 km

Backnang » Oppenweiler » Sulzbach an der Murr » Murrhardt 18 km

Murrhardt » Fornsbach » Fichtenberg » Unterrot » Gaildorf 19 km

Quelle: http://www.stromberg-murrtal-radweg.de/Etappen.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Stromberg-Murrtal-Weg  

 

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Neckar-Radweg von Hirschhorn-Stuttgart

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Spickzettel
Route:
Stromberg-Murrtal-Radweg
Start/Ziel:
Karlsruhe-Gaildorf am Kocher
Bahnanreise:
Karlsruhe oder entlang der Route
Länge:
152 km
Schwierigkeit: mittel; einige kräftige Steigungen (siehe Bericht) 
Übernachten: Adressen u.a. bei Bett und Bike
Internet: offizielle Homepage www.stromberg-murrtal-radweg.de/ 
Karte Rhein-Neckar + Web: Karte
GPS-Daten 
Etappen/Entfernungen

Karlsruhe - die Fächerstadt: Hier sieht man, 
warum sie so heißt Foto: Carsten Naber via
Wikipedia - Foto größer

Beschilderung zweigleisig

Marbachs prächtiger Stadtturm

Hügellandschaft zwischen Marbach und Backnang

Backnangs Wahrzeichen: der Stadtturm

Das Fachwerk-Rathaus in Backnang

Idyllisches Flüsschen: die Murr

Marktplatz in Murrhardt

Limes-Schild in Murrhardt

Fornsbach

Hier naht das Ende der Tour

Und hier geht es für manch einen bestimmt noch weiter

 
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