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6/2011
Quer durch Deutschland (3)
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auf Ihrem Rechner installiert sein): KMZ |
Einträge
für Zimmervermieter |
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Von
der Weser an den Neckar – zum Zweiten 4.
Main-Werra-Radweg: Auf der vierten Etappe dieser Deutschlandtour von Nord nach Süd verlasse ich gegen Mittag hinter Meiningen den Werratal-Radweg und fahre nun auf dem Main-Werra-Radweg weiter über Mellrichstadt nach Bad Neustadt an der Fränkischen Saale. Die restliche Wegstrecke nach Schweinfurt lege ich per Bahn zurück. Übernachten am Main-Werra-Radweg Tag
3 b:
Von Meiningen nach Bad Neustadt an der
In meiner zugegebenermaßen etwas älteren Radwanderkarte ist der Main-Werra-Radweg eingezeichnet, der mich von Meiningen über Mellrichstadt nach Schweinfurt führen soll. Er beginnt laut Karte gleich hinter Untermaßfeld. Was beginnt, ist ein Radweg mit der Bezeichnung MR. Kein Mensch, den ich frage, weiß das zu erklären oder kennt gar das Ziel dieses Weges. Erst eine Anfrage bei der Stadt Meiningen klärt den Sachverhalt. Antwort: "MR
ist die Abkürzung für den Main-Werra Radweg! Sie sind dabei
offensichtlich (über Ritschenhausen, Wölfershausen, Bibra,
Rentwertshausen, Mühlfeld und Eußenhausen) entlang der als solche
ausgeschilderten und etwas längeren Hauptroute nach Mellrichstadt
geradelt. Die Alternativstrecke führt ab Abzweig Meiningen/ Walkmühlenweg
zunächst auf dem Sülzetalradweg nach Sülzfeld und Hermannsfeld und
trifft in Eußenhausen dann wieder die Hauptstrecke. Der Weg wurde von bikeline
als familienfreundlich und einfach zu befahren eingestuft, ist
landschaftlich und wegemäßig sehr abwechslungsreich und lässt sich
bequem in zwei Tagen abradeln. Vor
dem Knast geht es rechts ab. Ich fahre nun also auf dem hier anscheinend
nicht ausgeschilderten Main-Werra-Radweg.
Dieser verbindet laut Wikipedia
„den Main in Unterfranken und die Werra in Südthüringen sowie die Städte
Würzburg und Meiningen
miteinander. Auf einer Länge
von 140 Kilometer führt der Radfernweg von Würzburg über Schweinfurt, Bad
Neustadt, Mellrichstadt und Ritschenhausen nach Meiningen.
Gekennzeichnet ist der Radweg mit orangefarbenen quadratischen Schildern
mit dem Logo „MW“. In Mühlfeld bei Mellrichstadt kann man die Strecke
über den Radweg Meiningen-Haßfurt abkürzen, der mit der Kennzeichnung
MH über Sülzfeld nach Meiningen führt. So weit möglich
folgt er den Tälern Werntal, Maintal, Lauertal,
Streutal
und Werratal und man fährt so auf ebener Strecke. Wenn der Weg die Täler
verlässt, müssen leichte und mittlere Steigungen überwunden werden. Die
Route hat den Schwierigkeitsgrad mittel. Die Trasse kreuzt
bei Schweinfurt den Werntal-Radweg,
der von der Wern-Quelle bis nach Gemünden am Main führt.“ Quelle:
Wikipedia Fehlende Beschilderung Ohne
Beschilderung schlage ich mich also auf Basis meiner alten Karte über Ritschenhausen,
Wölfershausen, Bibra
mit seiner hübschen Burg, Rentwertshausen und Nordheim
bergauf-bergab gen Mellrichstadt
durch. Ist es anfangs neben der Eisenbahnstrecke noch ziemlich flach, so
beginnt das Land schon bald, hügeliger zu werden und die Waden des
Radlers arg zu strapazieren. Als Entschädigung gibt es jedoch bald ein
kleines Wunder: In Mühlfeld
sind nigelnagelneue Schilder zum Main-Werra-Radweg
aufgestellt worden. Die
Beschilderung muss so neu sein, dass noch nicht alle Schilder geliefert
waren. Ein radelndender Steppke erläutert mir, wo es lang geht: auf einem
Schotterweg neben einer Straße. Doch die nächste Lücke in der
Beschilderung folgt bald. Prompt fahre ich ab Heustreu einen mehr als vier Kilometer langen Holperweg neben der
Bahn, während der richtige MWR über den Ort Heustreu führt. Das letzte
Stück des Weges nach Mellrichstadt verläuft direkt neben der Bundesstraße
19. Apropos
Mellrichstadt: Die Stadt war
gerade eine riesige Baustelle (Ende Mai 2011), so dass ich auf eine ausführliche
Besichtigung verzichtet habe. Wenn alles fertig ist, sollte man aber auf
jeden Fall der Altstadt einen Besuch abstatten. Denn, so erfahren wir auf
der Homepage der Stadt: „Mellrichstadt ist eine junge, moderne Stadt in
alten Mauern und hat sich zum kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum des
Streutals entwickelt. Geprägt durch die Vielfalt der Stilrichtungen und
Epochen gibt es in Mellrichstadt viele verborgene Reize zu entdecken:
Stille Winkel, buntes Treiben, enge Gassen, belebte Plätze - kurzum eine
typisch fränkische Kleinstadt in der Rhön.“ Quelle
und mehr Weiter geht es neben der B 19 über Oberstreu und Mittelstreu ohne weitere größere Steigungen nach Unsleben und weiter am schon erwähnten Heustreu vorbei nach Bad Neustadt. Bad Neustadt an der Saale (amtlich: Bad Neustadt a. d. Saale) ist die Kreisstadt des unterfränkischen Landkreises Rhön-Grabfeld, etwa 62 km nordöstlich von Würzburg. Die Kurstadt liegt am Rande des Naturparks Bayerische Rhön, am Zusammenfluss von Brend und Fränkischer Saale. Die Salzburg thront auf einer bewaldeten Höhe. Sie gehört zu den größten Ganerbenburgen Deutschlands. Sie wurde oft umgebaut (verschiedene Elemente der Romanik, Gotik und Renaissance zeugen davon), jedoch nie zerstört und ist noch in ihrer ganzen Gestalt erhalten. Allerdings sind die meisten der Ganerbensitze heute Ruinen. Quelle und mehr
In
Bad Neustadt (ca. 15.000
Einwohner) scheint man keinen
Wert auf die Stadt besuchende Tourenradler zu legen. Denn kein Wegweiser
weist vom Radweg aus zur Stadtmitte hin. Zum Bahnhof immerhin, aber davon
hat die Neustädter Gastronomie rein nichts. Ich beehre die City dennoch
und finde auch den von vielen Menschen bevölkerten Marktplatz. Das Geschäft
brummt dort in den vielen Biergärten und Cafés. Auf die paar Radler mehr
oder weniger scheint es wohl deshalb nicht anzukommen. Ich habe nun fast 90 km auf dem Tacho. Mir reicht’s an diesem schwülwarmen Tag. Die restlichen 45 km und damit Orte wie Münnerstadt und Poppenhausen schenke ich mir nicht zuletzt deshalb, weil auf der Karte eine ganze Reihe von Steigungen angekündigt ist und auch die nächste Etappe von Schweinfurt nach Tauberbischofsheim einiges an Höhenmetern verspricht. Bei arur.de ist in einem Erfahrungsbericht zu lesen: "Ab Münnerstadt bis nach Pfersdorf über Rannungen kommt für mich der schönste Abschnitt dieses Radweges. Er führt über teils asphaltierte, teils befestige Schotterweg in einem Tal entlang, in welchem die Berge links und rechts mit einem dichten Nadelwald aufwarten. Kein Verkehr, keine Zivilisationsgeräusche. Die Ruhe der Natur selbst. Der Weg selber führt fast flach durchs Tal." Übernachten am Main-Werra-Radweg So fahre ich zum Bahnhof und mit dem Zug nach Schweinfurt Hbf. Mein nahe am Main gelegenes Quartier finde ich mit Karte und Kompass und der Hilfe einiger freundlicher Menschen relativ zügig. Ein anstrengender Tag liegt hinter mir. Trotzdem ist ein Bummel in die Innenstadt und entlang des Mainufers natürlich Pflicht.
Das Rückert-Denkmal am Schweinfurter Marktplatz. Schweinfurt Auf
dem Marktplatz erhebt sich das Denkmal eines der berühmtesten Söhne
der Stadt – Friedrich Rückert. Der Dichter und Orientalist,
dessen Geburtshaus an der Südost-Ecke des Marktplatzes steht, überblickt
schon seit 1890 das Treiben auf dem belebten Platz." Main-Werra-Radweg Hier ist meine GPX-Datei für die Etappe Meiningen-Bad Neustadt. Teil 5: Nach Würzburg - Teil 1 - Teil 2 - Teil 3
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Der Radwegweiser des MR führt mich nach Ritschenhausen.
Blick auf die Autobahn 71 bei Ritschenhausen.
Burg Bibra erzählt von einem alten Adelsgeschlecht.
Bibra "die Grabfeldgemeinde" hat einiges zu bieten.
Endlich Schilder: Ab Mühlfeld kann man sich an nagelneuen Schildern orientieren.
Markanter Turm in Mellrichstadt.
In Oberstreu quert der Radweg die Bundesstraße 19.
Abendstimmung am Main.
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