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6/2011
Quer durch Deutschland (3)
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auf Ihrem Rechner installiert sein): KMZ |
Einträge
für Zimmervermieter |
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Von
der Weser an den Neckar – zum Zweiten 3.
Werratal-Radweg:
Von
Bad Salzungen
nach Meiningen Der dritte Tag bringt die Etappe entlang des Werratal- Radweges von Bad Salzungen über Breitungen nach Meiningen. Jetzt sitze ich in Schweinfurt an meinem Rechner und versuche mich zu erinnern, was heute morgen um 8.20 Uhr passierte. Es ist erst zehn Stunden und knapp 90 km her, dass ich in Bad Salzungen los gefahren bin, und doch so weit weg. Das geht vielen Radlern so, die mehrere Tage auf Tour sind. Also: intensive Rückbesinnung auf den Morgen. Ach ja ... Tag
3 a: Nach Meiningen, 42 km Vorbei
am Bahnhof und zum Gradierwerk, schon ist der Werratal-Radweg
wieder erreicht. Es dauert nicht lange, bis mich die Ruhe der Natur
zurück hat. Kurz nach der Brücke über die Werra strample ich rund 2 km
auf einem richtigen Wiesenweg, wie sich ihn Hirten für ihre Schafe und Kühe
wünschen mögen. Dann geht es über ein paar Hinterhöfe und Gartenwege
durchs Dorf Allendorf und schließlich gemütlich auf Schotterwegen
durch Schatten spendende Wälder. Die Sonne scheint prächtig, dennoch ist
es noch ziemlich kühl unter dem grünen Laubdach. Wer sich die Wegeführung im Zickzack über Kopfsteinpflaster u.s.w durch Barchfeld ausgedacht hat, dürfte dort nie mit einem voll beladenen Rad gefahren sein. Etwas Akrobatik wird halt auf Fernradwegen des Öfteren mal verlangt ... Interssantes aus der Geschichte: Als Teil der Herrschaft Schmalkalden gehörte Barchfeld seit 1360, vollständig seit 1583, über etwa 600 Jahre zu Hessen, bis es 1944 von der NS-Regierung in den Regierungsbezirk Erfurt eingegliedert und der Verwaltung des Reichsstatthalters für Thüringen in Weimar unterstellt wurde. Der Ort an der Kreuzung zweier Handelsstraßen (Nürnberg-Niederdeutschland und Frankfurt-Erfurt) war bereits in der Bronzezeit besiedelt. Quelle und mehr Zwischen
Kiesseen erreiche ich, neben einer Hauptstraße radelnd, Immelborn. Nachdem
die Bahnschranke sich endlich nach langem Warten gehoben hat, kann der
„Marsch“ auf Breitungen
beginnen. Eine schöne, wenig befahrene Landstraße sorgt – parallel zur
Bahnlinie verlaufend - für zügiges Vorankommen. Der Gasthof Zur Linde, in dem wir damals übernachtet und ein gutes Frühstück
genossen hatten, sieht immer noch genau so nostalgisch aus wie damals. Die
Linde davor scheint mir kleiner als in meiner Erinnerung. Die
Homepage des Ortes berichtet: „Breitungen,
größtes Dorf im Werratal, hat eine über 1075 Jahre alte Geschichte. Die
älteste schriftliche Kunde über den Ort erhalten wir aus einer
Grenzbeschreibung der Breitunger Mark des Jahres 933. Sie umfasste damals
ein Gebiet von 280 Quadratkilometern. Mit dieser Größe, dem Sitz der
Verwaltung, des Gerichts und der Mutterkirche war Breitungen im 10.
Jahrhundert politischer und kultureller Mittelpunkt der Region.“ Quelle
und mehr Breitungens zum Schloss Herrenbreitungen gehörende Kirche mit dem markanten tonnenförmigen Turm und die Burg hatte ich schon auf unserer Tour 2002 besichtigt. Daneben gibt es noch die Frauenbreitunger Marienkirche und die Herrenbreitunger Michaeliskirche. mehr für Geschichtsinteressierte Ich
radle weiter gen Wernshausen. Ich bin wieder mal zu früh dran: Der alternative
Radweg im Tal ist noch im Bau, so dass ich mich über den langen Berg ins
schmucke Örtchen kämpfen muss. Am Ende der Straße steht leider kein
Schild, wo´s denn nun weiter geht. Wer möchte, kann von hier einen
Abstecher in die schmucke Fachwerk- und Hochschulstadt Schmalkalden (etwa
20.000 Einwohner) unternehmen (etwa 6 km einfache Strecke). Ab
Wernshausens ehemaligem Rathaus geht es erst richtig zur Sache. Der Radweg
biegt in einen Wald ein und wird immer steiler. Äste und Tannenzapfen
liegen herum, Sonnenflecken und Schatten im Wechsel irritieren und machen
die Fahrt gefährlich. Man erkennt Schlaglöcher erst im letzten Moment. Höchste
Konzentration ist gefragt. Nach 24 km Radelstrecke endet die Strapaze an
einer Bahnunterführung. Ab
Schwallungen radelt es sich
angenehmer. Ich erfahre später, dass die strapaziöse Waldpassage demnächst
entfallen soll, wenn eine Umgehungsstraße gebaut sein wird. Hinter Wasungen führt der Weg etwa vier Kilometer durch Wald, es geht rauf
und runter, nach Walldorf. Der
Ort wird von der „besterhaltene Kirchenburg
Thüringens“ überragt, deren Besichtigung sich wirklich lohnt. Im
Internet lesen wir: „Walldorf liegt
an der Einmündung der Herpf in die Werra. Der Ort wird zum ersten mal 982
als "Walchdorf" erwähnt und ging vermutlich aus einem
karolingischen Königshof hervor. Jedoch weisen Funde auf eine Nutzung in
weit früherer Zeit zurück. So fand man bei
Grabungen Feuersteinwerkzeuge aus der Jungsteinzeit und Hakenspiralen aus
der Bronzezeit. Sie belegen, dass der Platz schon in vorgeschichtlicher
Zeit genutzt wurde. Tonscherben und Reste anderer Gebrauchsgegenstände
sind ab dem frühen Mittelalter reichlich vorhanden und deuten darauf hin,
dass die Stelle, an der sich die Kirchenburg heute befindet, intensiv
besiedelt war. ... Um 1008 übernahm das Bistum Würzburg den Ort Walldorf und gestaltete die Burg zur bischöflichen Festung um und es ist anzunehmen, dass um diese Zeit die erste Kirche entstand.“ Quelle und mehr Nach
dem Ausflug in die Geschichte radle ich unterhalb des Schlosses
Landsberg und weiter durch Jerusalem
(ein entsprechendes Schild habe ich wohl übersehen) gegen 11.30 Uhr in
die Theaterstadt Meiningen.
Meiningen ist die Kreisstadt des Landkreises Schmalkalden-Meiningen und hat knapp 22.000 Einwohner. Bekannt ist Meinungen unter
Eisenbahnfreunden wegen des dortigen Dampflokwerks. Auf der Homepage des der Deutschen Bahn gehörenden Dampflokwerkes lesen wir: „Mit dem 1914 gegründeten Dampflokwerk Meiningen verfügt die DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH über das letzte größere Instandsetzungswerk für Dampflokomotiven in Westeuropa.“ Das Werk gilt inzwischen als „Kompetenzzentrum für historische Schienenfahrzeuge“. Führungen sind nach Voranmeldung möglich. Quelle und mehr Markant ist die Stadtkirche Unserer lieben Frauen mit ihren zwei Türmen, die den Marktplatz der Stadt dominiert. Rundum gibt es reichlich Gastronomie, wo man sich für die Weiterfahrt stärken kann. Die Kirche, die auch St. Marien genannt wird, ist eine dreischiffige Hallenkirche und ein Wahrzeichen der Stadt Meiningen. Die Stadtkirche ist der bedeutendste Sakralbau Meiningens und erfüllt die Funktion einer Pfarrkirche für die evangelischen Gemeinden der Region. Quelle und mehr
Im Ort selbst herrscht gegen Mittag reges touristisches Leben. Das gastronomische Angebot ist reichlich. Nur die Radwegweiser hat man dort sträflich vernächlässigt. Sie sind teilsweise verbogen, verdreht, abgebrochen oder schlichtweg gar nicht vorhanden. So
habe ich Probleme, die Ausfahrt nach Untermaßfeld
zu finden und muss mich mühsam durchfragen. 2002 hatten wir keine
Probleme mit der Wegefindung. Damals sind wir weiter bis Hildburghausen
gefahren und haben noch einen Abstecher nach Eisfeld gemacht (Bericht
hier). Bei
dieser Tour nun verlasse ich die Werra und nehme Schweinfurt am Main als
Ziel ins Visier. Teil 4: Nach Bad Neustadt - Teil 1 - Teil 2
Links Werratal-Radweg – inkl. Informationen über Umleitungen und Änderungen des Streckenverlaufs. Unter Downloads kann man sich eine Streckenkarte u.v.m. herunter laden. Siehe auch Werraradweg
2002 und Weserradweg
Radwanderführer
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Rathaus in Breitungen
Blick zurück auf die Türme von Breitungen - vorn die Frauenbreitunger Marienkirche.
Malerisches Türmchen: bis 2008 Wernshausens Rathaus - seitdem gehört der Ort zu Schmalkalden.
Radlern werden manchmal solche Hindernisse in den Weg gestellt. Der Werratal-Radweg sollte in manchen Teilen stark überarbeitet werden.
Die Walldorfer Kirchenburg ist wirklich sehenswert.
Das Theater in Meiningen sieht fast bei jedem Besuch anders aus.
Stadtkirche Unserer Lieben Frauen in Meiningen.
Diese Burg in Untermaßfeld, wo ich den Werratal-Radweg verlasse, wurde zu einem Gefängnis umfunktioniert. DVD und Buch zur Werratal-Radweg-Tour
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