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| Autor: Dieter Hurcks Copyright 6/2012 Vom
Kneippbad in die Sälzerstadt. |
Einträge
für Zimmervermieter |
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PB-LR Teil 2: Von Bad
Wünnenberg über Büren nach Salzkotten.Eine Radtour zum
Genießen
Herrliche
Täler, Bäche und Flüsse und kaum noch Steigungen Strahlend blauer Himmel,
angenehme Temperaturen. Und dazu geht es zunächst erstmal bergab. Von
meinem Quartier in Bad Wünnenbergs Oberstadt starte ich kurz vor neun
Uhr, einigermaßen erholt von der strapaziösen Tour des Vortages, und
rolle über die Straße „Zur schönen Aussicht“ hinunter ins Tal des
Aabachs. Tagesziel ist diesmal Salzkotten. Der
Wegweiser zur Paderborner Land-Route gibt die Richtung vor. Bald geht es
auf der kleinen Straße auf und ab und ich erreiche die Talsperre an der
Staumauer. Hier ist wieder mal nur der Wegweiser aus der Gegenrichtung zu
finden. Und die Wellness-Route
weist hier nach links – also ignorieren! Denn die Karte sagt: immer
geradeaus, die Aabachtalsperre
linker Hand auf dem Rundweg passieren. So
geht es gut voran, meist sogar von grünen Laubdächern beschattet. Die
1983 in Betrieb genommene Talsperre ist übrigens als Folge der
Hochwasserkatastrophe des Jahres 1965, die acht Menschenleben forderte und
Schäden von rd. 50 Mio. Euro verursachte, zum Schutz der Region erbaut
worden. Der Stausee wird von Erhebungen um die 500 Meter Höhe eingerahmt.
Und eine davon muss erklommen werden … mehr zur Talsperre bei Wikipedia Die
letzte größere Steigung des Tages Der
44 km lange Auen-Radweg, dem ich nun ein Stück folge, verläuft als
Rundradweg durch die Flusstäler von Alme und Afte, vorbei an zahlreichen
Mühlen und Sehenswürdigkeiten des Bürener Landes. Bleiwäsche:
höchst gelegenes Dorf
der Tour Bleiwäsche
ist übrigens das südlichste Dorf im Kreis Paderborn in
Nordrhein-Westfalen und gehört zur Stadt Bad Wünnenberg. Gleichzeitig
ist es mit 447 m ü. NN das höchstgelegene Dorf im Regierungsbezirk
Detmold. Da Bleiwäsche im Alme-Afte-Bergland liegt, zählt der Ort mit
seinen rund 900 Einwohnern landschaftlich bereits zum Sauerland. Quelle
und mehr Gleich
gegenüber der Bleiwäscher-Skulptur führt die PB-LR weiter und verlässt
den Ort, vorbei an einer Mariengrotte, an einem Holzschild mit der
Aufschrift „Lühlingsweg“. Schöne
Täler, plätschernde Bäche Einen
Kilometer ist nun auf der Autostraße zu fahren, ehe der Radweg links in
einen Wald führt. Der „Multhäupter
Hammer“ bei der Wassermühle quert hier die Trasse der stillgelegten
Almetalbahn. Heute wird im Multhäupter Hammer Strom mit der Kraft der Alme
erzeugt.
Die
Almetalbahn Die
Almetalbahn war eine etwa 60 km lange, zumeist eingleisige
Eisenbahnnebenstrecke von Paderborn über Büren
nach Brilon. Sie ist benannt nach der Alme, durch deren Tal sie in nord-südlicher
Richtung führt. Zwischen Paderborn und Büren-Weiberg ist die Strecke
stillgelegt und abgebaut, aber zunächst nicht entwidmet worden. Die
verbliebene Trasse zwischen Büren-Weiberg und Brilon Wald wurde lange
Zeit nur noch für den Güterverkehr und von einer Museumsbahn
genutzt. Auf dem Abschnitt zwischen Brilon Stadt und Brilon Wald verkehren
seit 2011 wieder Regionalzüge. Mehr über die Almetalbahn auch bei Wikipedia. Nach
26 km taucht die Kirche von Siddinghausen
auf. Weit vorne ist ein gerade vom Flughafen Paderborn-Ahden startendes
Flugzeug zu beobachten. Zwei Kilometer weiter quere ich das Dorf Weine. Ein
Schild weist auf zehn Prozent Steigung hin, aber nach 100 Metern zweigt
der Radweg zum Glück nach rechts ab. Über einen sehr schönen Weg neben
der Alme erreiche ich gegen Mittag nach 33 km Büren.
Zeit für eine Mittagpause auf dem Marktplatz, wo gerade Markt ist.
Erdbeerkuchen und Kaffee beim Bäcker genießen, zwei Bananen auf dem Mark
einkaufen und den Getränkevorrat ergänzen – schon kann`s weitergehen.
Ehemalige
Kreisstadt Büren Auf
Bürens Homepage lesen wir über die Jesuitenkirche: "Die
Immaculata-Kirche in Büren ist eines der prächtigsten barocken Baudenkmäler
in Westfalen! Weiter
entlang der Alme Dahinter
erinnert eine Installation an die Almetalbahn, die hier bereits demontiert
ist. Und das kam so: Im
Jahre 1999 übernahm die Westfälische
Almetalbahn GmbH den Streckenteil Paderborn–Büren mit dem Versuch,
den Güterverkehr wieder zu beleben und für Ausflugsfahrten mit einer
historischen Dampfeisenbahn zu nutzen. Es blieb allerdings bei einzelnen
Bedarfsgüter- und Museumsbahnfahrten. Zum 30. Juni 2006 wurde dieser
Streckenteil wegen notwendiger Sanierungsarbeiten stillgelegt und kurz
darauf abgebaut. Die Demontage der Gleise durch die WAB geschah ohne jede
Notwendigkeit, sie gilt als fragwürdig und vereitelt seither jede weitere
Nutzung der Strecke. Quelle
und mehr Eisenbahntechnisch
herrscht hier seitdem Diaspora. Schade um diese herrliche Strecke, über
die ich als Paderborner Gymnasiast einst mit einem von einer schnaufenden
Dampflok gezogenen Zug auf Klassenfahrt ging.
Auf
hohem Thron: die Wewelsburg Die
Wewelsburg ist Deutschlands
einzige Dreiecksburg in heute noch geschlossener Bauweise. Zwischen 1603
und 1609 wurde sie im Stil der Weserrenaissance als Nebenresidenz der
Paderborner Fürstbischöfe hoch über dem Almetal auf einem
Bergsporn erbaut. Die Wewelsburg liegt im gleichnamigen Ort (zugehörig
zur Stadt Büren) im Kreis Paderborn. Das Historische Museum des Hochstifts Paderborn befindet sich im Süd- und Ostflügel der Wewelsburg. Hier wird die Geschichte des Paderborner Landes von den Anfängen der Besiedlung bis zur Säkularisation (1802) vorgestellt. Die
Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933-1945 befindet sich im
ehemaligen SS-Wachgebäude am Burgvorplatz. Quelle
und mehr Bergab
nach Salzkotten Auf der Homepage
der Stadt Salzkotten erfahren
wir: „Das Salz - mit der Namensgebung und der mittelalterlichen Blütezeit
der Stadt eng verbunden - hat für die Bürger der 25.000 Einwohner zählenden
Stadt von heute im Wesentlichen nur noch Erinnerungswert.“ … Sehenswert sind u.
a. die Ölmühle und das Gradierwerk. „Die alte Salzkottener Oelmühle aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts befand sich
am jetzigen Oelweg im Osten der Stadt. Sie wurde 1767 als Oel-, Grütze-
und Sägemühle, 1838 nur noch als Mahlmühle bezeichnet. 1863 erfolgte
die Aufgabe der Mühle und ihre Vermietung zu Wohnzwecken. … Als Rarität
unter den ohnehin schon sehr seltenen Oelmühlen dürfte der Pressvorgang
mit zwei Festkeilen und einem mittleren Lösekeil sein. Neben der Oelmühle
sind auf der „Handwerksinsel" im Kleine-Park eine
Holzschuhmacherwerkstatt, ein Backhaus sowie eine Stellmacherei mit
Schmiede zu besichtigen.“ … Das neue Gradierwerk
wurde 1997 zum 750-jährigen Stadtjubiläum südlich des alten
Gradierweges aufgebaut. Auf einer Länge von 50 Metern sind die Dornenwände
8 Meter hoch, der eingebaute, allerdings nicht öffentlich zugängliche,
Treppenturm hat eine Höhe von 14 Metern. Die Anlage wird mit dem
Solewasser der nahen Quelle »Neuer Sprudel« gespeist. … Die Salzgewinnung
war während des ganzen Mittelalters ein wesentlicher Bestandteil des
wirtschaftlichen Lebens der Stadt und mit besonderen Rechten verbunden.
Erstmalig erwähnt werden die Salzwerke 1160, als das Kloster Hardehausen
drei Häuser zum Salzsieden in „Saltcoten“ zugesprochen bekommt.“
Quelle
und mehr Fazit
des Tages:
Gegenüber der ersten Etappe von Altenbeken nach Bad Wünnenberg gab es
wesentlich mehr Einkehr- und Einkaufsmöglichkeiten und - außer am
Anfang - kaum noch Steigungen. Dazu überwiegend sehr gute Wege,
landschaftlich erlebnisreiche Passagen in heimeligen Bach- und Flusstälern
und nur ganz wenige Schilderlücken. Zumindest habe ich mich auf dieser
Etappe nicht ein einziges Mal verfahren. Teil 1:
Von Altenbeken nach Bad-Wünnenberg-Salzkotten
Quelle: www.paderbornerlandroute.de Zum Teil verläuft die Paderborner Land-Route auf der gleichen Trasse wie die Wellness-Radroute. Den Bericht über diese Tour, zu der auch eine DVD erschienen ist, finden Sie hier. Ich habe die Karte "Paderborner Land" benutzt.
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Der Bleiwäscher im höchst gelegenen Dorf der Tour: in Bleiwäsche.
Durch ein schönes Tal führt - nach einer flotten Abfahrt - ab Bleiwäsche der Lühlingsweg.
Herrlich ruhige Waldpassagen sorgen für Entspannung. Hier lässt sich richtig durchatmen.
Am MUlthäupter Hammer queren wir die Schienen der Almetalbahn.
Museumsbahnhof in Ringelstein.
Die
Alme bei Büren. Die Jesuitenkirche in der früheren Kreisstadt Büren.
Erinnerung an die Zeit der Almetalbahn, die bis 2006 fuhr und danach teilweise demontiert wurde.
Autobahnbrücke der Strecke Dortmund-Kassel.
Die Kirche von Ahden.
Blick Richtung Niederntudorf - das nächste Ziel.
Das neue Gradierwerk in Salzkotten mit Wasserrad.
Neben der Oelmühle steht das im späten 15. Jahrhundert errichtete Westerntor als Teil der Stadtbefestigung. Die Grundmauern wurden 1991 entdeckt, worauf die Rekonstruktion des einst zu einer Doppeltoranlage gehörenden Turms erfolgte.
Die Oelmühle in Salzkotten ist Teil eines historischen Ensembles an der Heder.
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