Radtouren A bis Z - Fahrradbücher - Fahrrad-DVDs - FahrradwitzeLinks - Bahn + Rad - Recht + Gesetz - E-Bike - Home

Autor: Dieter Hurcks Copyright 9/2014

Von Altenbeken zu den Emsquellen. 
Die Paderborner Land-Route kann im oder gegen den Uhrzeigersinn befahren werden. Im gegensatz zur Tour von 2012 führt die Strecke 2014 von Altenbeken zu den Emsquellen anders herum. 
Teil 1: Altenbeken-Bad Wünnenberg - Teil 3

Einträge für
Zimmervermieter

Quartiere an
Fernradwegen in
Deutschland

Paderborner Land-Route (Teil 4)

Lückenschluss mit Orientierungsproblemen
 
Die Paderborner Landroute ist eine sehr reizvolle Rundstrecke für Tourenradler. Man kann sie sowohl im Uhrzeigersinn als auch entgegen dem Uhrzeigersinn fahren. Nachdem ich 2012 den Rundkurs, von Altenbeken losfahrend, über Buke und Bad Wünnenberg in Angriff genommen hatte, sollte es diesmal, zwei Jahre später, die andere Richtung sein. Ziel: die Emsquellen bei Hövelhof.

Am Altenbekener Bahnhof, der oberhalb der ehemaligen Eisenbahnerstadt am Rande der Egge liegt, weist kein Schild auf die Paderborner Land-Route hin. Dafür erinnert aber eine Skulptur an die Bedeutung der Metallverarbeitung in dieser heute knapp 10.000 Einwohner zählenden Stadt und im Eggegebirge. Ab 1392 begann man in Altenbeken Erze aus der Egge zu schmelzen und Holzkohle herzustellen. mehr

Man kann ab dem Bahnhof jedoch auch dem Wegweiser zum Weser-Lippe-Radweg folgen, der streckenweise auf der selben Trasse wie die PB-LR verläuft, und findet so schnell den Anfang am Ortsausgang nach Neuenbeken. Auf einem asphaltierten Radweg folgt die Route zunächst der Straße, ehe sie, kurz hinter dem idyllisch am Flüsschen Beke gelegenen Alten Hammerhaus, in den Laubwald abzweigt, der sich an diesem Spätsommertag schon bunt zu färben beginnt. Das Hammerhaus zeugt, ebenso wie eine Statue im Ort, von der Metallverarbeitung, die hier früher betrieben wurde. Ein paar Meter Schotter und einige aufgeweichte Passagen behindern das Fortkommen auf dem über 3 km langen Waldweg, leicht abfallenden Waldweg durchs Beketal nur unwesentlich. Bei Nässe dürfte das anders aussehen.

Nach Bad Lippspringe

Hinter Neuenbeken bringt uns ein kurzer, knackiger Anstieg auf eine Anhöhe, von der aus wir vor uns die Höhen des Teutoburger Waldes und davor die Kurkliniken von Bad Lippspringe erkennen können. Bis zur Lindenkapelle geht es munter bergab auf einer hervorragenden Piste. Mehr als 13 km sind zurückgelegt.

In der Kur- und Bäderstadt Bad Lippspringe stößt der Weg direkt auf die Arminius- und die Liboriusquelle sowie auf die hier entspringende Lippe, die bei Wesel in den Rhein mündet. Empfehlenswert ist eine Runde durch den Kurpark. In der lebendigen Fußgängerzone der 15.000 Einwohner zählenden Stadt im Kreis Paderborn besteht die Möglichkeit, sich zu stärken, etwa beim Bäcker, ehe die Route uns in den lauschigen Kurwald führt. Der am Nordwestrand der Stadt gelegene, mehr als 200 ha große Kurwald wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts angelegt, um Lippspringe vor den durch Flugsand entstehenden Sandverwehungen zu schützen. In einem großen Bogen mit Wendepunkt an der Hermann-Löns-Eiche radeln wir durch diesen Wald. Entlang der hinter Schallschutz versteckten Bundesstraße 1 führt der Radweg dann wieder gen Südwesten.

Bald Lippspringe verdankt seine heutige Stellung als Bäderstadt einem Glücksfall: Im Jahre 1832 wurde durch Zufall die Arminius-Quelle als erste Heilquelle entdeckt. Sie galt bis dahin irrtümlich als Nebenquelle der Lippe.

Im Jahre 1913 bekommt der Ort die amtliche Bezeichnung „Bad Lippspringe“ verliehen und 1921 erlangt er wieder die Stadtrechte. 1962 wurde im Kurwald die Martinus-Quelle erbohrt. Sie versorgt heute das Thermal-Freibad, die Westfalen-Therme, das Hallenbad, das Therapiezentrum Martinus-Quelle mit dem Bewegungsbad und die Trinkhalle im Kaiser-Karls-Park. Nach dem neuen Kurorte-Gesetz des Landes Nordrhein-Westfalen wurde Bad Lippspringe 1975 „Staatlich anerkanntes Heilbad“. Im Jahre 1980 erhielt der Ort die Anerkennung als „Heilklimatischer Kurort“. Quelle und mehr: Wikipedia  

Wo geht's denn hier nach Paderborn?

Fast hätte ich den Abzweig weg von der B 1 verpasst, weil das Schild nicht vor der Abzweigung angebracht ist, sondern erst ein paar Meter in dem Weg, in den man hineinfahren muss. Eine Unsitte, die schon häufig zum Verfahren geführt hat. Denn der Radler schaut ja normalerweise nach vorn. Überhaupt wird die Beschilderung jetzt rätselhafter: Mit wachsender Zahl der Radwegweiser scheint auch bei den Aufstellern die Orientierung verloren gegangen sein. Laut meinem Radwanderführer müsste nach Marienloh die Stadt Paderborn das nächste Ziel an der Paderborner Land-Route darstellen. Jedoch stehen am Schwarzen Weg, am Beginn der „Talleseen-Schleife“ nur Wegweiser mit dem PB-LR-Logo, die dahin weisen, wo ich schon gewesen bin: nach Altenbeken/Neuenbeken und nach Bad Lippspringe. Paderborn taucht zwar auch auf, aber auf einem anderen Schild ohne das PB-LR-Logo.  

Was also tun? Ich wähle die Richtung Altenbeken in der Hoffnung, am nächsten Abzweig einen Hinweis auf Paderborn zu finden. Aber Fehlanzeige. So radele ich entlang der alten Bundesstraße 1 dorthin, wo ich im Mai 1968 meine Schulzeit erfolgreich beendet hatte: in die alte Kaiserstadt Karls des Großen und 2014 jüngste Bundesliga-Stadt, die gerade voller Stolz den erfolgreichen Saisonstart der Fußballer des SC Paderborn feiert.

In Paderborn finde ich die „Land-Route“ schnell wieder und folge ihr nach einer kleinen Stadtrundfahrt, vorbei am Padersee und entlang der Pader, über Schloss Neuhaus und Hövelhof bis zu den Emsquellen am Rande der Senne, wo sich der Kreis schließt. Denn hier endete 2012 meine im Uhrzeigersinn gefahrene Tour.

Rast am Lippesee

Am Lippesee, einem beliebten Ausflugsziel in der Region, lege ich nochmal eine Pause ein, ehe es ein Stück entlang des idyllischen Boker Kanals bis Sande weitergeht. Nun führt die Radroute nordwärts bis hinein nach Hövelhof, am Bahnhof vorbei Richtung Truppenübungsplatz Senne und weiter zu den Emsquellen.

Der Lippesee, offiziell Talsperre Sander-Lippe, bei Sande, einem Stadtteil von Paderborn, ist ein Stausee des Lippe-Nebenflusses Thune in unmittelbarer Nähe zur Lippe. Der Staudamm hat eine Höhe von 5 m und eine Länge von 66,5 m, der Stausee einen Inhalt von 7 Mio m³. Der See gehört der Schlosspark und Lippesee GmbH und wurde 1986 in Betrieb genommen.  Quelle und mehr: Wikipedia

Teil 1: Von Altenbeken nach Bad Wünnenberg
Teil 2: Von Bad Wünnenberg nach Salzkotten
Teil 3: Von Salzkotten über Delbrück nach Hövelhof

 

Radwanderführer

 

zurück zur Hauptseite

Zur Paderborner Land-Route ist eine DVD erschienen (14,95 Euro). 
Info hier
-
Trailer bei YouTube (12:22 Min.)

Diese Skulptur erinnert an die Zeit der Eisenverhüttung in Altenbeken.

Idyllisch gegelegen an der Beke ist das Alte Hammerhaus.

Lippequelle und Arminiusquelle in der Bäderstadt Bad Lippspringe.

Schilda-Rätsel: Es gibt zwar eine ausgewiesene Route nach Paderborn, diese führt aber nicht auf der Paderborner Land-Route weiter. Die Schilder der PB-LR weisen dahin, von wo der Radler gerade gekommen ist bzw. wo er vorher schon gewesen ist.

Das Residenzschloss in Schloss Neuhaus.

Pause am Lippesee.


Radtouren-DVDs - ideal für Beamerschauen Info und bestellen hier