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Autor: Dieter Hurcks Copyright 10/2006

6. Von Barth zur Insel Usedom 
Der Ostseeküstenradweg zwischen Travemünde und der Insel Usedom bietet landschaftliche Perlen und sehenswerte Städte wie Wismar oder Stralsund. Unsere Tour entlang des "Ostseeradwegs Ost" führte über 607 km (bis Anklam), wobei wir die Insel Rügen für eine spätere Extra-Tour aussparten. Bis Ahlbeck waren es insgesamt 534 km. Der sechste Teil der Radreisebeschreibung umfasst die Strecke von Barth zur Insel Usedom.
Teil 5 - Teil 4 - Teil 1

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Deutschland

 

 

Ostseeradweg (6)

Über Stralsund und Peenemünde nach Ahlbeck und ins polnische Swinemünde
 
Barth hat uns gut gefallen, insbesondere der Sonnenuntergang am Hafen - trotz der Mücken, die uns dort geärgert haben. Nun heißt das Tagesziel Greifswald. Und auch die Insel Usedom rückt allmählich näher.

Das erste große Ziel dieses Radeltages, der nach 92 km in Greifswald enden soll, ist die Hafenstadt Stralsund. Laut Radwanderführer kann man die Strecke nach Stralsund vor Zühlendorf um 25 km abkürzen. Wir aber nehmen die "reguläre" Strecke entlang der Küste.

 

Von Barth nach Greifswald (92 km)

Nach der kurzen Steigung bei Uetzberg gelangen wir wieder an die Ostsee. Die Landschaft ist danach flach und dünn besiedelt. Vorbei an Zühlendorf und seinem kleinen Hafen führt der Weg nordwärts bis Kinnbackenhagen. In Hohendorf mit seinem Schloss kann man einen Abstecher zum 2 km entfernten Kranich-Informationszentrum des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) unternehmen. Wir fahren weiter bis Klausdorf und dann wassernah südwärts bis Parow. Die Wegequalität ist wechselhaft, was man halt so nehmen muss und nicht ändern kann. In Parow fällt ein stattlicher Gutshof ins Auge, auf dem der Dressurolympiasieger von 1928 Freiherr Friedrich von Langen lebte. Nun ist es nicht mehr weit bis Stralsund.

Kurz vor dem Stadtzentrum zeigt der Radwegweiser sowohl nach links als auch nach rechts; wir nehmen den linken Abzweig und gelangen bald in das durch Backsteinarchitektur dominierte Zentrum Stralsunds.

Die durch das Prädikat "Unesco-Welterbe" geadelte Hansestadt hat rund 58.000 Einwohner (1988: über 75.000) und liegt am Strelasund, einer Meerenge der Ostsee. Sie wird auf Grund ihrer Lage als Tor zur Insel Rügen bezeichnet. Gemeinsam mit Greifswald bildet Stralsund eines der vier Oberzentren des Landes Mecklenburg-Vorpommern. 1234 erhielt Stralsund das Lübische Stadtrecht.

Buchtipp: Welterbestätten in Deutschland - Stralsund

Bei Wikipedia erfahren wir: "Die Innenstadt Stralsunds ist durch einen Reichtum an historischer Bausubstanz gekennzeichnet. Seit 1990 wurden mit privatem und öffentlichem Kapital sowie durch die Unterstützung von Stiftungen große Teile der historischen Altstadt saniert. In Folge der Geringschätzung historischer Bausubstanz in der DDR waren viele Häuser vom Verfall bedroht. Insbesondere die Altstadt bietet eine reiche historische Gebäudevielfalt, mit vielen ehemaligen Kaufmannshäusern, Kirchen, Gassen und Plätzen. Von mehr als 800 denkmalgeschützten Häusern in Stralsund stehen mehr als 500 als Einzeldenkmal in der Altstadt. In den zwanzig Jahren von der Wende 1990 bis November 2010 wurden 588 der mehr als 1000 Altstadtgebäude vollständig saniert, darunter waren 363 Einzeldenkmale." 

Drei große mittelalterliche Bauten der Backsteingotik, die Marienkirche, Nikolaikirche und Jakobikirche, zeugen von der mittelalterlichen Bedeutung Stralsunds. Heute wird die Jakobikirche ausschließlich als Kulturkirche genutzt, die beiden anderen am Alten Markt bzw.  gelegenen Kirchen werden weiterhin für Gottesdienste genutzt. Vom Turm der Marienkirche am Neuen Markt bietet sich ein Panoramablick über Stralsund und die Insel Rügen.

Am Stadthafen legen die Fährschiffe nach Hiddensee und Altefähr an sowie zu Hafenrundfahrten. In den Sommermonaten ist der Hafen Liegeplatz für Flusskreuzfahrtschiffe. Es gibt mehrere Yachthäfen und Marinas im altstadtnahen Bereich. Entlang der Nordmole machen im Sommer oft hunderte Yachten und Boote fest. Architektonisch bilden das Lotsenhaus und die Hafenspeicher sowie die Silhouette der Altstadt einen ansprechenden Kontrast zur Aussicht auf die Inseln Rügen und Hiddensee. Mit der Bark Gorch Fock liegt eine weitere touristische Sehenswürdigkeit im Hafen. Hier hanelt es sich allerdings um die außer Dienst gestellte alte Gorch Fock von 1933. Von 1951 bis Anfang der 1990er Jahre fuhr das Schiff unter dem Namen Tovarishsh in der sowjetischen Handelsmarine. Quelle und mehr

siehe auch: Rügen-Runde und Hiddensee per Rad

15 km auf Kopfsteinpflaster nach Greifswald

Nach der ausführlichen Besichtigung Stralsunds steigen wir nur ungern aufs Rad. Zu schön war der Blick vom Turm der Marienkirche auf Stadt und Insel Rügen, die wir später einmal auf einer Extra-Radtour entdecken wollen. Radtour Rügen

Daher führt uns der Weg nun südwärts über Andershof und Brandshagen mit seiner gotischen Kirche nach Reinberg. Neben der B 96 radeln wir Richtung Greifswald. Während den Autofahrern bald eine wunderschöne Asphaltpiste zur Verfügung steht, die für Fahrradfahrer tabu ist, müssen wir rund 15 km lang auf Kopfsteinpflaster dem Ziel entgegenholpern. Erst in Mesekenhagen verlässt der Ostseeradweg die Straße und führt in einem großen Bogen nach Greifswald hinein. Unser Quartier liegt im Osten der Stadt bei Eldena, wo die weiße Klappbrücke und eine Klosterruine Akzente setzen. Auf das Kloster Eldena soll die Gründung der Stadt zurückgehen, deren Name 1248 erstmals urkundlich erwähnt ist.

Am späten Nachmittag radeln wir entlang des Ryck zurück bis zum Fangenturm. Von dort ist es nicht weit in die Greifswalder Altstadt und zu dem von sehenswerten Häusern gesäumten Markt.

Der Fangenturm gehört zu der seit 1975 unter Denkmalschutz stehenden Greifswalder Befestigungsanlagen mit Wallanlage und Stadtmauer.

Bei Wikipedia erfahren wir: Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald hat etwa 54.000 Einwohner (68.000 waren es vor der Wende). An der Universität studieren gut 12.000 Studenten und sind etwa 5.000 Universitätsangehörige beschäftigt.

Die seit 1991 erfolgten Sanierungen des historischen Stadtkerns im Rahmen der Städtebauförderung haben mittlerweile die noch erhaltenen Teile der Altstadt wieder sehenswert gemacht. Insbesondere der Marktplatz mit seinem freistehenden Rathaus gilt als einer der schönsten in Norddeutschland.
Am Markt befindet sich das aus dem 13. Jahrhundert stammende gotisch-barocke Greifswalder Rathaus. Besonders sehenswert sind die beiden mittelalterlich-hanseatischen Bürgerhäuser am Markt 11 und 15 im Stil der Backsteingotik. An der Ecke zur Mühlenstraße befindet das weiße, klassizistische Gebäude des Pommerschen Landesmuseums.

Die größten Sakralbauten sind die weithin sichtbaren drei großen gotischen Backsteinkirchen. Der Dom St. Nikolai (um 1263) ist das Wahrzeichen der Stadt und liegt im westlichen Zentrum. Er ist die Haupt- bzw. Bischofskirche der Pommerschen Evangelischen Kirche. St. Marien - im Volksmund Dicke Marie genannt - ist die älteste (um 1260) der drei großen Stadtkirchen. St. Jakobi (1280) liegt am westlichen Rand des Stadtkerns und ist die kleinste der drei gotischen Hauptkirchen.

In Eldena befindet sich eine historische Bockwindmühle. Die historische Wiecker Holzklappbrücke verbindet die Nord- mit der Südseite des Flusses Ryck und ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Quelle und mehr


Schöner Strand, nicht überlaufen: Lubmin.

Von Greifswald nach Wolgast (70 km)

Greifswald ist eine tolle Stadt mit einer gelungenen Mischung aus Alt und Neu. Dennoch müssen wir weiter. Erst schauen wir uns aber noch Wieck und den kleinen Hafen an, ehe wir richtung Osten aufbrechen. Nächstes Zwischenziel ist Lubmin: ein kleiner Badeort an der Küste, der durch sein 1973 in Betrieb gegangenes Kernkraftwerk bekannt geworden ist. Heute dient das zwischen Naturschutzgebiet und Lubminer Heide liegende Kraftwerk u.a. als Zwischenlager für radioaktives Material.

Ehemaliges Kernkraftwerk Lubmin

Bei Wikipedia erfahren wir: "Das stillgelegte Kernkraftwerk Greifswald (genauer: Kernkraftwerk Lubmin, auch: Kernkraftwerk Nord) befand sich auf dem Gemeindegebiet des Seebads Lubmin bei Greifswald und war das größere der beiden betriebenen Kernkraftwerke der DDR. Es wurde 1990 abgeschaltet, dann im Jahr 1995 endgültig stillgelegt und befindet sich seitdem im Rückbau. Heutiger Eigentümer sind die Energiewerke Nord, die auch das benachbarte Zwischenlager Nord betreiben. ... Im Zuge der Wende gab es viele Diskussionen um die Sicherheit des Kraftwerks. Grund dafür war die Tatsache, dass es sich um Reaktoren sowjetischer Bauart handelte.

... Von den etwa 10.000 Menschen, die zu Betriebszeiten im Kraftwerk arbeiteten, sind heute noch etwa 1.000 beschäftigt. Sie sind bei der Energiewerke Nord GmbH für den Rückbau und die Entsorgung der nuklearen Anlagenbestandteile verantwortlich. Seit der Schließung des Kraftwerks wurde auch eine Vielzahl der für die Arbeiter des Kraftwerks errichteten Plattenbausiedlungen im Osten Greifswalds zurückgebaut.

... Auf dem Gelände des Kernkraftwerks befindet sich ein Informationszentrum, welches u. a. über die Geschichte der Kernenergie, die in Greifswald eingesetzten WWER, die Stilllegung, den Rückbau und die Entsorgung informiert. Es besteht nach Voranmeldung auch die einzigartige Gelegenheit, den fertiggestellten, aber noch nie mit Brennelementen beladenen Reaktorblock 6 auf der „Besucherroute – Primärkreislauf“ zu besichtigen. Strahlenschutzmaßnahmen sind aus diesem Grund nicht notwendig. Im Ausstellungszentrum und auf den Freiflächen sind Originalbauteile ausgestellt." (Stand: April 2011) 
Quelle und mehr

Die Pläne für ein auf dem Gelände zunächst geplantes Steinkohlekraft wurden nach Angaben der Bürgerinitiative 2009 vom potentiellen Betreiber gekippt, nicht aber von der Landesregierung. Das von der BI erwünschte Gaskraftwerk hängt nun ebenfalls in der Schwebe - und damit könnten viele potentielle Arbeitsplätze verloren gehen.


Nach Peenemünde

Vom Kraftwerk Nord nach Peenemünde ist es nicht mehr weit. Auf der Fahrt können wir sogar kurz mal die Beine hochlegen, da wir von Freest aus über Kröslin mit einer Fähre über den Peenestrom übersetzen. Peenemünde war zu Zeiten des Dritten Reiches ein geheimer Ort. In der Heeresversuchsanstalt wurde nämlich die Wunderwaffe der Nazis entwickelt: eine Langstreckenrakete, mit der England erreicht werden konnte.

Heute befindet sich dort ein Historisch-Technisches Museum, das zu besichtigen sich wirklich lohnt. Man sollte schon wenigstens zwei Stunden Zeit mitbringen. Die Homepage von Peenemünde, das heute knapp über 300 Einwohner zählt, berichtet: 

"Die Heeresversuchsanstalt Peenemünde war zwischen 1936 und 1945 eines der modernsten Technologiezentren der Welt. Im Oktober 1942 gelang von hier aus der weltweit erste Start einer Rakete ins All. In der benachbarten Erprobungsstelle der Luftwaffe wurden Flugkörper mit revolutionärer Technik getestet. Die Forschung diente jedoch von Beginn an nur einem Ziel: Hochtechnologie sollte militärische Überlegenheit schaffen." Quelle und mehr

Wikipedia berichtet: "1952 erfolgte die Übergabe des Stützpunkts an die Nationale Volksarmee der DDR. Diese nutzte ihn unter anderem als Marinestützpunkt der 1. Flottille der Volksmarine.

Von 1945 bis 1952 bildete die Gemeinde, mit dem nach dem Zweiten Weltkrieg bei Deutschland verbliebenen Teil des Landkreises Usedom-Wollin, den Landkreis Usedom im Land Mecklenburg, welcher 1952 im Kreis Wolgast im Bezirk Rostock aufging.

Bis 1990 war der gesamte nördliche Bereich der Insel Usedom bis nach Karlshagen Sperrgebiet der Nationalen Volksarmee, die dort einen wichtigen militärischen Flugplatz betrieb. Der schon zur einstigen Erprobungsstelle der Luftwaffe „Peenemünde-West“ gehörende Flugplatz wurde von 1958 bis 1961 baulich erweitert und seit 1961 vom „Jagdfliegergeschwader 9“ der Luftstreitkräfte der Nationalen Volksarmee genutzt. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands erfolgte 1993 die Auflösung des Truppenstandortes. Quelle und mehr

Als ich dort, in Trassenheide, mit Familie kurz nach der Wende Urlaub machte, dröhnten noch die russischen MIGs mit einem Höllenlärm über unseren gemieteten Bungalow. Über Karlshagen und Trassenheide radelten wir denn auch nach Wolgast, das heute eine mächtige Klappbrücke besitzt. Imposant sind auch die Getreidespeicher im Hafen. Von hier aus verkehrt übrigens ein Schiff nach Rügen.


Von Wolgast nach Heringsdorf (92 km)

Nach einem geruhsamen Abend in Wolgast ist Heringsdorf das Ziel des sechsten Tages unserer Radtour entlang des Ostseeküstenradwegs (ost), die sich nun allmählich dem Ende zuneigt.

Am Kulturhof Mölschow vorbei, wo sich auf 560 qm verschiedende Schauwerkstätten präsentieren und die Besucher mit traditionellen Handwerkstechniken vertraut machen, radeln wir zurück an die Küste und durch den Dünenwald nach Zinnowitz. Zu DDR-Zeiten war der ganze Wald von Zeltlagern durchzogen, in denen die Jungspunde ihre Ferien verbrachten. Die Bungalows dagegen waren den Führungskadern vorbehalten. Viele Betriebe besaßen solche Bungalows und schickten ihre verdienten Mitarbeiter dorthin in den Urlaub. Die Bungalows gibt es immer noch ...

 

Das über 700 Jahre alte Zinnowitz ist das erste Seebad, das wir auf der nunmehr hügeligen Strecke erreichen. Mit seinem über 150 jährigen Badeleben gehört es, wie uns die Homepage verrät, "zu den schönsten Seebädern auf der Insel Usedom. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden Hotels und Pensionen in beeindruckender Architektur, die liebevoll restauriert wurden und gemeinsam mit der großzügig angelegten Promenade ein einmaliges Bild ergeben. ...

Zwischen Ostsee und Achterwasser, an einer der schmalsten Stellen Usedoms gelegen, ist der Ort umgeben von Buchen-, Eichen- und Nadelwald." Quelle und mehr

Weiter geht es vorbei am Atelier Otto Niemeyer-Holstein, einem der  bedeutendste Maler der deutschen Ostseeküste, über Koserow, das natürlich auch eine Seebrücke besitzt, zum Kölpinsee. Er gibt dem kleinen Seebad-Dorf Kölpinsee den Namen.

"Ein besonderer Reiz geht von der höchsten Erhebung der Insel Usedom, dem Streckelsberg mit seinen 60 m Höhe, aus. Von seinem Steilufer aus bietet sich dem Betrachter ein wunderschöner Blick aufs Meer." Stimmt. Die Koserower Homepage hat recht. Und sie verweist auf eine weitere Besonderheit: "Die Koserower Kirche, die bereits Ende des 13. Jahrhunderts als Feldsteinkirche erbaut wurde, ist die älteste Kirche an der Usedomer Ostseeküste."

Bis Bansin geht es im Naturpark munter hoch und runter, besonders am Langen Berg mit 16 Prozent. Der Radwanderführer empfiehlt hier als Alternative die B 111 nebenan. Im Wald ist es aber viel schöner. Und wer schiebt, hat viel Zeit zum Schauen.

Das Seeheilbad Bansin zählt wie das nur 5 km entfernte Heringsdorf und Ahlbeck zu den drei Kaiserbädern, die eine gemeinsame Homepage betreiben. Hier spürt man noch das Flair einer vergangenen Epoche.

Wer sich etwas Zeit nimmt, kann in Ahlbeck die historische Seebrücke bewundern. Sie wurde 1899 erbaut und ist als einzige der Seebrücken an der Ostseeküste in ihrer historischen Bausubstanz erhalten. Auch in Ahlbeck selbst findet man Zeugnisse der Vergangenheit, wie beispielsweise die Uhr im Jugendstil, die vor der Seebrücke steht. Ahlbeck ist ein schönes Örtchen, an dem man ein paar freie Tage genießen kann. Allerdings kann es am Strand trubelig zugehen. Deshalb sollte man sich bereits vor der Anreise um eine Unterkunft kümmern und beispielsweise über die Internetsuche über Ferienwohnungen in Ahlbeck die entsprechenden Informationen einholen und sich ein schönes Quartier reservieren.

Schmuckes Gebäude: die Jugendherberge in Heringsdorf.

Über die Bäderarchitektur lesen wir dort: Mit Gründung der „Aktiengesellschaft Seebad Heringsdorf“ 1872 durch die Berliner Brüder Hugo und Adelbert Delbrück mauserte sich Heringsdorf rasant vom Fischerdorf zum Tourismusmagneten. Vor allem für die Berliner war der Weg auf die Insel Usedom nicht weit. Bereits am Ende des 19. Jahrhunderts war das Eiland für die Hauptstädter ein beliebtes Reiseziel. Für viele Berliner war es damals fast ein Muss, eine Villa auf der Insel Usedom zu besitzen. So entstand die bis heute nahezu lückenlos erhaltene Bäderarchitektur in Anlehnung an französische Renaissancepaläste, an Klassizismus oder nach italienischem Vorbild.

Ahlbeck Seebrückenplatz, wo die einzigartige Jugendstiluhr 
von 1911 die Zeit vorgibt.

In Heringsdorf quartieren wir uns in der Jugendherberge ein, deren Hautgebäude im Stil der oben angesprochenen Häuser errichtet wurde. Nebenan gibt es mehrere Gebäude moderneren Baustils.

 

Ausflug nach Swinemünde

Es ist noch früher Nachmittag, und so radeln wir noch die paar Kilometer nach Swinemünde hinein. Toller Strand, ein riesiger Leuchtturm, Messebusse aus Hannover als Transporter - eine interessante Stadt.

Swinemünde hat etwa 41.000 Einwohner. "Die Stadt nimmt den östlichen etwa drei Kilometer breiten Landstreifen der Insel Usedom, der 1945 polnisches Staatsgebiet wurde, sowie den Westzipfel der Insel Wollin ein. Der Stadtkern wird im Osten von der Swine begrenzt, die die Inseln Usedom und Wollin voneinander trennt. Am Ostufer befinden sich der Stadtteil Warszów (deutsch Osternothafen und Ostswine). ...

Nach 1933 wurde auf der Insel Kaseburg, die erst ein halbes Jahrhundert zuvor durch den Bau des Kanalabschnitts Kaiserfahrt eine Insel geworden war, ein U-Boot-Hafen angelegt, und in Swinemünde selbst wurden Torpedoboote stationiert." Quelle und mehr 

Es gibt allerhand zu sehen in Swinemünde. So beherbergt das Gebäude des historischen Rathauses (Foto) heute ein Fischereimuseum.

Heimreise über Anklam (73 km)

Jeder Urlaub geht einmal zu Ende. Unsere nächste günstige Bahnverbindung ist ab Anklam, das an der Strecke nach Berlin liegt. Über den Ort Usedom und Karnin mit seiner Eisenbahnhubbrücke erreichen wir am Nachmittag Anklam.

Auf der Homepage von Karnin erfahren wir: Die Hubbrücke "wurde 1933 als Bindeglied zwischen dem Festland und der Insel Usedom fertiggestellt. Sie überquert den Peenestrom zwischen Kamp und Karnin. Damals war sie die modernste Eisenbahnbrücke in Europa. Am 29.04 1945 wurde sie gesprengt. Dadurch wurde die Verbindung der Eisenbahn von der Insel Usedom zum Festland getrennt. Bis 1948 wurden die vorhandenen Gleisanlagen noch für die Versorgung des Flugplatzes Garz und zum Abtransport von Reparationsgütern durch die russische Besatzungsmacht genutzt, danach wurden die Gleisanlagen bis nach Karnin demontiert. 1990 wurde die Brücke unter Denkmalsschutz gestellt. Durch diesen Status wurde der Abriss verhindert. Heute ist nur noch das Hubteil zu sehen. Schön wäre es, wenn über diese Brücke wieder Züge fahren würden." Quelle und mehr

Teil 1 - Teil 2 - Teil 3 - Teil 4 - Teil 5 - Rügen-Tour

 

Bikeline-Radwanderführer Ostsee 1 und 2

    

 

 


Teil 3 beschreibt die Tour von Usedom nach Danzig

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Anstieg am Glöwitzer Berg mit Windpark: Bisweilen holpert es auf dem  Ostseeradweg gehörig.

Auf 500 Meter Plattenweg zum Schloss Hohendorf.

Imposant: Blick vom Turm der Marienkirche auf Stralsund und Insel Rügen.

Hafenatmosphäre mit Dreimastsegler Gorch Fock.

15 km Kopfsteinpflaster auf dem Weg nach Greifswald.

Schmucke historische Klappbrücke im Greifswalder Ortsteil Wieck.

Backsteingotik: Sehenswerte Häuser wie diese säumen den Greifswalder Marktplatz.

Kraftwerk Nord bei Lubmin.

Museums-U-Boot sowjetischer Bauart in Peenemünde.

Die ehemalige Heeresversuchsanstalt in Peenemünde ist heute ein riesiges Museum mit Innenbereich und Außenanlagen.

Langstreckenrakete V1

Wolgaster Hafen mit Wasserflugzeug.

Zinnowitz bietet ein munteres touristisches Treiben.

Usedom ist entlang der Küste ganz schön hügelig.

Die berühmte Seebrücke von Ahlbeck.

Swinemünde ist heute ohne Grenzkontrolle erreichbar. 

Nochmal barfuß laufen: Am Strand von Heringsdorf.                        

Gut ausgeschildert ist der Radweg nach Anklam. 

Industriedenkmal in Kamminke.

Heimreise vom Bahnhof in Anklam.

Weiter nach Danzig?!" 
Natürlich muss auf Usedom die Radtour noch nicht zuende sein. Wer Zeit und Lust hat, kann noch 490 km dranhängen und bis Danzig radeln. Nationalparks und Badeorte erwarten den Radler ebenso wie Bauten aus der Geschichte Polens. Und wer noch weiter will, kann ja Königsberg und Riga ansteuern. Eine echte Abenteurreise. Von  Danzig nach Riga

Die schönsten Fotos dieser Radtour finden Sie auf dieser mit gemafreier Musik vertonten DVD.

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