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| Autor: Dieter Hurcks Copyright 6/2010 Von
Zittau nach Ueckermünde. |
Einträge
für Zimmervermieter |
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Oder-Neiße-Radweg
(6)
Von Mescherin nach Ueckermünde Tagesetappe:
104 km, sehr viele, teils heftige Steigungen Als wir morgens in Mescherin aufbrechen, nehmen wir Abschied von der Oder und bald auch vom Land Brandenburg. Denn wir werden sie auf der letzten Etappe nach Ueckermünde, die durch das hügelgige Mecklenburg führt, nicht mehr wiedersehen. Wir radeln zunächst ein Stück auf der viel befahrenen Straße, die über die Stahlbrücke nach Polen hinüberführt. Übernachten
am Oder-Neiße-Radweg Es regnet leise vor sich hin, ab und zu gibt es einen etwas kräftigeren Schauer. Möglichkeiten, sich unterzustellen, sind lediglich in den Dörfern wie Neurochlitz in Form von Buswartehäuschen vorhanden. So radeln wir kontinuierlich weiter, passieren Tantow, verlassen hinter dem Dorf Schönfeld das Bundesland Brandenburg und erreichen Penkun.
Das Städtchen, das sich selbst als die „Perle
vorPommern“ bezeichnet, liegt idyllisch, von Seen umschlossen, gleichsam
auf einer Insel. Es ist die kleinste Stadt Mecklenburg-Vorpommerns. Im
Schlossbereich gibt es ein Tourismusbüro und
ein kleines Heimatmuseum mit Toiletten. Da es ziemlich kühl geworden ist,
nehmen wir die Gelegenheit wahr, uns kurz aufzuwärmen. Im Museum sieht
man u.a. Ausstellungsstücke mit Bezug zur Grenze nach Polen. Schloss
Penkun, das um 1600 im Stil der Spätrenaissance
errichtet wurde, gehört zu den wenigen noch bestehenden alten pommerschen
Schlössern. In den letzten Jahren vor der Wende war das Schloss baufällig
und dem Verfall preisgegeben. Engagierte Bürger Penkuns bemühten sich um
seine Erhaltung. Ab 1991 wurde das Schloss baulich saniert. - mehr unter www.museum-schloss-penkun.de Ein weiteres Highlight der kleinen Stadt ist das
Freilichtmuseum mit seinem Kernstück: der „Frühdeutschen Siedlung“.
Durch einen begehbaren Torturm mit Palisaden betritt man ein deutsches
Dorf, wie es im 12. Jahrhundert ausgesehen haben könnte. Die mit Schilf
gedeckten Holzhäuser, in denen Handwerkstechniken vorgestellt werden,
sind in unterschiedlichen Bauweisen errichtet. Nachgebaute Geräte und
Werkzeuge sind den Besuchern zum Ausprobieren zugänglich. Mühlenfreunde sollten einen Abstecher ins nahe
Storkow unternehmen. Auf der Homepage der Stadt Penkun lesen wir: „Die
Bockwindmühle ist der älteste Windmühlentyp in Europa. Kernmerkmal
dieses Mühlentyps ist es, dass das gesamte Mühlenhaus auf einem
einzelnen Pfahl steht, auf dem es in den Wind gedreht werden kann. Mit
einer Gesamthöhe von 24,50 m zählt die Storkower Mühle zu den größten
noch erhaltenen Bockwindmühlen Deutschlands. Und sie ist eine von drei Mühlen
in Deutschland, die noch an ihrem Orginalstandort stehen.“ Wir radeln weiter: über
Krackow und Lebehn nach Löcknitz.
Im dortigen Anglerheim am Löcknitzer See pausieren wir und löschen
unseren Durst stilecht mit einem Radler. Rund 50 km, die Hälfte unserer
geplanten Tagesetappe, sind geschafft. Als wir wieder aufs Rad steigen,
ist es trocken. Ein kleines Wunder. Ab und zu bricht am Nachmittag sogar
mal die Sonne durch. Nun kann der allmählich verblühende Raps wieder
leuchten, und die bisweilen imposanten Baumriesen, darunter häufig blühende
Kastanien, werfen wieder scharfe Schatten. Das Radlerleben wandelt sich
von der Plage zum Vergnügen. Knapp 20 km sind es nur noch bis ins polnische
Stettin, als wir hinter Löcknitz nach Plöwen gen Norden abbiegen. Das hügelige
Land fordert eine Menge Tretkraft vom Radler. Bei Grünhof wendet sich der
Oder-Neiße-Radweg wieder geradewegs nach Norden. In Hintersee bekommen
wir es ein kurze Strecke mit Kopfsteinpflaster zu tun, was auf dieser
Radroute zu den seltenen Ausnahmen gehört. Anschließend radeln wir auf
der ehemaligen Bahntrasse der Randower Kleinbahn, an der gelegentlich noch
ein Schild steht, nach Ludwigshof. Hier wohnt ein Holzbildhauer, dessen
Kunstwerke sich am Wegensrand bestaunen lassen. Nächstes Zwischenziel ist das im Privatbesitz
befindliche und nicht zugängliche Schloss Rieth. Der Hinweis auf die
ehemals angebotene Zimmervermietung ist überklebt. Entlang des Neuwarper Sees erreichen wir Warsin. Und von Bellin aus genießen wir den Blick über das Stettiner Haff. Bis zum Quartier in Ueckermünde ist es nun nur noch ein Katzensprung. Übernachten
am Oder-Neiße-Radweg Die Bürger können zu recht stolz auf ihre schmucke Stadt sein. Und so präsentieren sie diese Stadt, durch die auch der Mecklenburger Seen-Radweg verläuft, im Internet: Viel Sehenswertes gibt es
in und um unseren Ort. Lassen Sie Ihre Seele baumeln, schauen Sie den Anglern oder Fischern im idyllischen Fischereihafen zu oder versuchen Sie doch selbst einmal, einen Fisch aus dem Wasser zu ziehen. Frisch zubereitet ist der Zander, der Lachs oder der Aal eine echte Delikatesse. Es gibt genug Gaststätten, die sich trefflich auf die Zubereitung des Fisches verstehen. Kleine Biergärten mit sonnigen und schattigen Plätzchen und urige Kneipen laden zum Verweilen ein. Der Stadthafen ist genauso sehenswert, wie der Ueckermünder Tierpark, den wir Ihnen unbedingt empfehlen." Quelle und mehr
Marktplatz in Ueckermünde.
Feiner, weißer Sand am Stettiner Haff.
Markanter Baum am Stettiner Haff.
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Schloss Penkun.
Schloss Rieth ist in Privatbesitz, Zugang verboten!
Blick von Rieth über den Neuwarper See.
Vieles ist sehr schön renoviert in Ueckermünde.
DVD ca. 65 Min. 14,95 Euro
Radtouren-DVDs
- ideal für Beamerschauen
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