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| Autor: Dieter Hurcks Copyright 6/2012 Von
Ueckermünde nach Neustrelitz. |
Einträge
für Zimmervermieter |
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Mecklenburgischer
Seen-Radweg
(Teil 1) Die Mecklenburgische Seenplatte
ist eine Hinterlassenschaft der letzten Eiszeit. Im größten geschlossenen Seengebiet
Mitteleuropas schimmert entlang des Mecklenburgischen Seen-Radwegs Wasser
zwischen den Bäumen hindurch oder glitzert zwischen den Hügeln. Die Müritz
ist Deutschlands größtes Binnengewässer. Ihr Name bedeutet „kleines
Meer“. Laut dem Mecklenburgischen Tourismusverband schlummern allein in
den tiefen Wäldern der Mecklenburgischen Seenplatte mehr als 320 Seen.
Also im Grunde ein ideales Radelrevier, das der Mecklenburgische
Seen-Radweg, von dem dieser Erfahrungsbericht handelt, zu einem Teil
erschließt. Wer noch mehr Müritz möchte, der sollte den Müritz-Rundweg,
der streckenweise parallel verläuft, in Erwägung ziehen. Übernachten
am Seen-Radweg Mühevolle Anreise Der
Mecklenburgische See-Radweg zwischen Lüneburg und Wolgast hat laut
Radwanderführer eine Länge von über 600 Kilometern. Ich steige in
Ueckermünde in die Tour ein und lege bis zu meinem Zielort Ludwigslust
genau 415 km zurück - inklusive einiger Umwege aufgrund unzureichender
Ausschilderung -, so dass ich mich ausschließlich im Lande Mecklenburg
bewege. Die Route auf der Insel Usedom habe ich im Bericht über den Ostseeküstenradweg
(Ost) bereits ausführlich geschildert, Per
Bahn nach Ueckermünde Schon
die Bahnfahrt zu meinem Startort Ueckermünde zeigt deutlich, was
den Radler auf der Tour durch Mecklenburg erwartet: unendliche Kornfelder
und eine abwechslungsreiche Hügellandschaft, die viel Kondition fordert. Aus
Richtung Hamburg bzw. Hannover (über Lüneburg) gelangt man zum Bahnhof Büchen
und weiter nach Bützow. Hier beginnt die Linie der OLA, die in rund
dreieinhalb Stunden über Malchin, Neubrandenburg und Torgelow das
schmucke Städtchen Ueckermünde am Stettiner Haff erreicht. Nach
der - ab Hannover siebeneinhalbstündigen - Anreise bleibt also noch genug
Zeit für eine Radtour zum Haff. Wer Lust hat, sollte sich unbedingt das
Haffmuseum im alten Schloss ansehen. Es ist wirklich liebevoll
eingerichtet und vermittelt vieles rund um diese Grenzregion zwischen
Deutschland und Polen. Dort
kann man bei gutem Wetter in einem der Biergärten sitzen und das Treiben
am Stand und auf dem Wasser beobachten. Das Preisniveau ist prinzipiell
niedrig, also gut für die Urlaubskasse. Nur bei der Wahl der Unterkunft
sollte man aufpassen, da es einige Anbieter gibt, die völlig überteuert
sind. So habe ich für ein Zimmer gut 2 km außerhalb der Stadt 39 Euro
bezahlt - immerhin mit Frühstück. Ein Jahr zuvor waren es nur 19 Euro im
Doppelzimmer, und zwar fußläufig etwa zehn Minuten vom schönen
Marktplatz Ueckermündes entfernt. Wer essen geht, findet etwa einen
Italiener, bei dem es eine riesige Portion Spaghetti Bolognes für nur
4,50 Euro gibt. Also: Augen auf! Mehr über Ueckermünde finden Sie in
meinem Bericht über den Oder-Neiße-Radweg.
Vor zwei Jahren endete diese Tour eben hier am Stettiner Haff.
Kopfsteinpflaster mit mutiger Mohnblume in Friedrichshagen.
Nichts
für Weicheier 1.
Etappe: Nach Neubrandenburg Punkt
neun Uhr starte ich und verlasse auf der Chausseestraße das Städtchen
Ueckermünde. Die Wetterprognose ist gut und der straßenbegleitende
Radweg zunächst auch. Dann jedoch biegt er - unbeschildert - in den Wald
ein und wird zum „Pättken“. Hundert Meter weiter versichert ein, von
Algen fast unleserlich gemachter Wegweiser, dass der Radler richtig ist.
Im für diese Gegen typischen Straßendorf Meiersberg
ist ein Wegweiser hinter einem Spiegel versteckt, so dass ich ihn erst im
letzten Moment sehe - aber wohl nur, weil ich durch die Karte vorgewarnt
bin, dass es hier geradeaus geht: mitten durch riesige Weideflächen mit
grasenden Herden. In
Sprengersfelde gibt es uralte
Reetdachhäuser und eine anscheinend stillgelegte LPG. In Ferdinandshof führt der Radweg an einem Café vorbei, dann entlang
einer Domäne (Gutshof). In Friedrichshagen
hat sich keck eine einzelne Mohnblume an der Kopfsteinpflasterstraße
durchs Dorf ausgesät und bildet einen schönen Farbtupfer. Der
kombinierte Rad- und Gehweg ist neu und gut zu befahren. Mehr als 18 km
sind geschafft. Weiter
führt der Mecklenburger Seen-Radweg nun durch Wald und Feld. Es wird
einsam. Fast fünf Kilometer geht es durch den Heinrichswalder Tanger bis
nach Rothemühl, einen
Nadelwald, der später mit Buchen versetzt ist. Andere Tourenradler sind
mir bis dahin nicht begegnet, erst ab Mittag treffe ich vereinzelte
Radfahrer, aber kaum welche mit Gepäck für mehrere Tage. Nächstes
Zwischenziel ist Neuensund mit seinem stattlichen Gutshof. Ein in der Karte
eingezeichnetes Gasthaus ist
nicht zu finden. Nach einigen kräftigen Steigungen am Fuchsberg und etwa 1,8 km hochkonzentrierter Fahrt neben
Kopfsteinpflaster erreiche ich Gehren.
Im Wildparkheim toben fröhliche Kinder. Eine Frau, die bei der
Gartenarbeit ist, versorgt mich mithilfe ihres Gatten mit frischem
Leitungswasser für meine Feldflasche. Beide wohnen in einem
landestypischen Haus aus eiszeitlichen, bearbeiteten Findlingen, in dem es
im Sommer schön kühl sei. Eine Seltenheit, denn die meister dieser Häuser
sind heute verputzt. Auffällig ist auch die Kirche des Ortes mit dem
Fachwerk-Turm.
Ein
Vorlaubenhaus beherbert im nächsten Dorf, in Galenbeck, ein schönes Café, wo es gut zu essen und zu trinken
gibt, zum Beispiel selbstgebackenen Kuchen. Der Weg nach Galenbeck über
die Friedländer Wiese, die ihrem Namen alle Ehre macht, ist wegen der
Sandlöcher allerdings mit Vorsicht zu genießen. Immerhin: Hier quert man
laut Hinweisschild die „größte Talmoorniederung Deutschlands“.
Zeckengefahr herrscht bei der Durchfahrt durch mit hohem Gras fast
zugewachsene Pfade. Vom
„Fischerhaus“ geht es nach
der Kaffeepause zu einer Straße, dort rechts ab und nach etwa 1,5 km
wieder links ab nach Friedrichshof
- einfach den gelben Autowegweisern nach Friedland
und Friedrichshof folgen. Ein mir entgegen kommendes holländisches
Radlerpaar rätselt an dieser Stelle ebenfalls, wie es nun weitergeht. Nach
fast 48 km lege ich beim „Star Camp“ in Cosa
bei Brohm nahe des Mühlenbachs
nochmal eine kurze Pause ein. Ein schöner Weg, Teilstück des Haff-Tollense-Radwegs,
führt bis nach Eichhorst mit
seiner Fachwerkkirche. Rechts der Straße steht ein leerer Wohnblock, was
hierzulande keine Seltenheit ist: Landflucht! Der Weg nach Liepen
soll laut Karte eigentlich über eine Kopfsteinpflasterstraße verlaufen,
ist aber nun anders ausgeschildert. Die Fahrt auf asphaltierter Fahrbahn
ist zudem länger und muss durch einige Bergpassagen mühsam erkauft
werden. Vielleicht wäre es auf dem Sandstreifen doch leichter gegangen? Hinter
Liepen überquert der
Mecklenburger See-Radweg die Autobahn 20 und führt über Rühlow
nach Warlin. Über die
verkehrsreiche B 197 zu kommen, ist ein Geduldsspiel. Die Fahrt auf der
Straße nach Neuenkirchen ist
ebenfalls nicht ungefährlich: viel Verkehr, auch LKWs. Da bin ich froh,
als der Weg von der Asphaltpiste endlich nach links abbiegt. Was
allerdings nun folgt, kann einem schon den Spaß am Radeln rauben. Bis
kurz vor Neubrandenburg geht es nun etwa vier Kilometer auf sandigem, mit
runden wie spitzen Steinen gespicktem Untergrund weiter. Man muss höllisch
aufpassen. Drei entgegenkommende Autos wirbeln zu allem Überfluss riesige
Staubfahnen auf.
Nach 70 km Wegstrecke tauchen erste Hochhäuser auf: die Vorboten Neubrandenburgs. Um 15 Uhr sehe ich eine Kirche am Horizont und weitere Hochhäuser. Erst nach einigen Schlenkern erreiche ich hinter einem Bahnübergang wieder Asphalt, aber auch die laute B 197/104. Neben dieser Haupteinfallsstraße geht es nun, zunächst noch abgesetzt im Grünen, stadteinwärts. Hinter der großen Brücke ist dann endlich das Zentrum Neubrandenburgs in Sicht und meine Tagesetappe neigt sich dem Ende entgegen. Als ich gegen 16 Uhr mein Quartier erreiche, stehen 80 km auf dem Tacho. Genug für diesen Tag.
Einfahrt nach Neubrandenburg-Mitte. Für einen Stadtbummel durch die "Vier-Tore-Stadt" zu Fuß reicht meine Energie trotz der anstrengenden Tagestour noch. Drei der vier Stadttore und die in die Stadtmauer gebauten Häuser, der Marktplatz und der Stadtwall, der Bahnhof und die Innenstadt sind bald abgeklappert. Nahe meines Quartieres im vierten Stock eines typischen DDR-Plattenbaus findet gerade das Katharinenviertel-Fest statt, wo ich diesen Tag ruhig ausklingen lasse. Neubrandenburg Die heute als Innenstadt bezeichnete historische Altstadt von Neubrandenburg, die bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts (von wenigen Ausnahmen abgesehen) der gesamten Stadtbevölkerung Wohnraum bot, ist auch heute das kulturelle und touristische Herz Neubrandenburgs. In dem schon im Mittelalter fast kreisrund angelegten Stadtzentrum sind die Straßen in einem rechtwinkligen Muster von Norden nach Süden sowie von Osten nach Westen parallel angeordnet. Vom
einstigen Stadtbild sind heute nur noch die mittelalterliche Wehranlage
mit Stadtmauer, vier gotischen Stadttoren und einigen rekonstruierten Wiekhäusern,
die ehemalige Klosteranlage mit Klosterkirche St. Johannis, die einstige
Hauptpfarrkirche St. Marien (nach dem Wiederaufbau heute als Konzertkirche
genutzt), das Schauspielhaus sowie im Süden der Altstadt einige Wohnhäuser
erhalten. Der Wieder- oder besser Neuaufbau der Innenstadt seit den 1950er
Jahren veränderte das Stadtbild grundlegend. Die meisten Wohngebäude
stammen heute aus der Zeit der DDR (Stadthäuser aus den 1950er und 1960er
Jahren sowie einige Plattenbauten der 1980er Jahre), wie auch das „Haus
der Kultur und Bildung“ (HKB) mit dem stadtbildprägenden Hochhausturm.
Nach der Wende wurden nach und nach alle Wohnhäuser von Grund auf
saniert. Quelle: Wikipedia
Bootshäuser am Oberbach zum Tollensesee.
Die
große Schleife 2.
Etappe: Nach Neustrelitz Morgens
um neun Uhr starte ich gen Innenstadt. Auf dem Markt möchte ich mir ein
paar Bananen für unterwegs kaufen. Bananen gibt es aber dort nicht, was
ich kaum glauben kann. So radle ich nur mit den beiden Brötchen und
meinen zehn Müsliriegeln als Proviant an diesem wolkenverhangenen
Samstagmorgen durch das Stadttor zum Tollensesee.
Die Bootshäuser am Kanal, wo gerade Kanuten trainieren, kenne ich noch
aus meiner Kindheit. Sie faszinieren mich die damals. Ich
biege auf den Uferweg rechts, also westlich des bis zu 31 Meter tiefebn
und und zehn Kilometer langen Sees ein, der mich nun zunächst
auf Asphalt, dann auf einem sandigen Streifen neben der Pflasterstraße
und auf Betonplatten, durchs Brodaer Holz nach Alt
Rehse führt. Das letzte Stück wird von einer schönen Allee
begleitet, die allerdings einige Steigungen aufweist. Hier
im Ort hat während des Dritten Reiches, wie mir ein Einheimischer erzählt,
die medizinische Versuchsanstalt der Nationalsozialisten gestanden.
Die »Führerschule der Deutschen Ärzteschaft Alt Rehse« wurde von
vielen führenden Nationalsozialisten besucht und nahm innerhalb der ärztlichen
Fortbildung im »Dritten Reich« eine zentrale Rolle ein. In der
Ausstellung »Alt Rehse und der gebrochene Eid des Hippokrates« im
Gutshaus wird dokumentiert, in wie weit sich Ärztinnen und Ärzte, aber
auch Hebammen, Apotheker und Verwaltungsmitarbeiter in den Dienst des
Nationalsozialismus haben stellen lassen oder in die Verbrechen der
NS-Diktatur verstrickt sind. Zudem wird auf historische Hintergründe von
Eugenik und Euthanasie verwiesen. In
Zippelow fordert ein Schild den
Radler wegen einer „schlechten Wegstrecke“ zum Absteigen auf. Es gibt
aber keine schlechte Wegstrecke und der Glauben an den Sinn solcher
Schilder schwindet bei mir weiter. Ein vergammeltes Mühlrad weist auf die
frühere Funktion eines bewohnten Backsteingebäudes hin.
Das Jagdschloss Prillwitz ist ein ehemaliges großherzogliches Schloss in Prillwitz in der Gemeinde Hohenzieritz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Das Jagdschloss steht am Ufer der Lieps und wird deshalb auch Liepser Schlösschen genannt. Quelle und mehr
Die Strecke strengt an, weshalb ich in Prillwitz nach fast 20 km Wegstrecke dem Hinweis zum Landschloss folge. Leider wird gerade renoviert und die Gastronomie hat geschlossen. Vom Schiffsanleger aus kann man als kleine Entschädigung das Treiben auf der Kormoraninsel mit den vom Kot der Vögel weißen und überwiegend wohl abgestorbenen Bäume sehen und hören. Die Insel liegt in der Lieps, einem See, der Teil des Naturschutzgebietes Nonnenhof ist und noch zur Stadt Neubrandenburg gehört. Die Schutzbemühungen gelten hier besonders dem Vogelbrut- und -rastgebiet und der Erhaltung botanischer Raritäten. Durch die regelmäßige Überflutung der Halbinsel Nonnenhof entstanden Sumpf- und Großseggen-Erlenbruchwälder. Weiter
geht die Fahrt berauf-bergab nach Wendfeld.
Hier liegt am Ortsende rechter Hand nur etwa 100 Meter von der Straße
entfernt ein Gasthaus-Café. Es hat zwar noch geschlossen (ab 12 Uhr
auf!), aber die nette Betreiberin gibt mir trotzdem einen Radler und ich
kann auch noch meine Feldflasche auffüllen. Ich gebe ihr noch den Tipp,
doch auf das Hinweisschild die Entfernung anzugeben, weil viele Radler
wohl 100 Meter fahren, aber ohne Entfernungsangabe den Weg auf der
Kopfsteinpflasterstraße scheuen dürften. Über
Blumenholz und, nach ein paar
Metern neben der B 96, Richtung Blankensee
radele ich zügig weiter. Es sieht immer noch nach Regen aus, die Sonne lässt
sich fast gar nicht blicken. Windig ist es außerdem, so dass mein E-Bike
ganz schön gefordert ist. Bei Neuhof
hat man einen schönen Blick auf den Wanzkaer See. Da es gerade mächtig
bergab gehe, verpasse ich diesen „Fototermin“ wegen überhöhter
Geschwindigkeit. In Blankensee
sitzen schon einige Radler im Garten des Gasthofes „Erbkrug“.
Ich geselle mich, nachdem fast 40 Kilometer geschafft sind, dazu und esse
eine Kleinigkeit: die von der Frau des Hauses selbst gemachte
Mecklenburgische Möhrensuppe. Echt zu empfehlen, wie überhaupt die Karte
einen tiefen Einblick in die regionale Küche vermittelt. Nach
dieser „Halbzeit-Pause“ komme ich schnell nach Carpin, wo gerade ein Feuerwehrfest ausgerichtet wird. Der Ort
bietet nicht nur ein Restaurant, sondern auch einen Bäcker mit Café. Den
einzigen auf der gesamten Tagesetappe (abgesehen vom Start- und Zielort
natürlich). Hinter Carpin passiere ich ein Schild: Eingang zum Nationalpark Müritzsee. Von nun an geht es wieder munter hoch und runter, ein ganzes Stück Weges durch einen malerischen Wald. Bisweilen schimmert ein See durch die Bäume. Nach einer kurzen Betonwegpassage öffnet sich der Blick in Wutschendorf und ein ganzer See wird sichtbar. Allmählich dämmert mir, warum der Mecklenburgische Seen-Radweg seinen Namen trägt. Weitere Belege dafür werden bald folgen. Im Nationalpark Müritzsee darf sich die Natur nach ihren eigenen Regeln entwickeln. Wälder, Seen und Moore bilden eine atemberaubende Kulisse. Im Nationalpark liegen 107 Seen mit einer Größe über 1 ha. Dazu kommen viele kleinere Gewässer. Mit einer Fläche von 117 km² ist die Müritz der größte See Norddeutschlands. Das Ostufer der Müritz ist in einem 500 m breiten und 10 km langen Abschnitt Teil des Nationalparks. Quelle und mehr In
Wokuhl schwenkt der Radweg um
90 Grad und führt nun stracks in nordwestlicher Richtung auf Neustrelitz
zu. Ein nagelneuer Radweg erlaubt zügiges Vorankommen. Wenn man bergab
genügend Schwung nimmt, schafft man meistens den nächsten Anstieg
problemlos.
See bei Blumenhagen. Der
Große Fürstenseer See trägt
seinen Namen zu recht. Vorbei an der kleinen Kirche fahre ich durch den
Ort Fürstensee, wo der Radweg
innerörtlich aussetzt. Über 60 Kilometer sind geschafft. Bald taucht
rechts ein hoher, schlanker Turm auf: Neustrelitz
ist erreicht. Bis zum Zentrum sind es allerdings noch einige Kilometer.
Nach fast 70 km ist diese Etappe zuende. Obwohl sie vergleichsweise kurz
war, ist der Akku fast leer: Beweis dafür, dass Steigungen und Gegenwind
nicht nur den Fahrer viel Kraft gekostet haben. Am
Abend laufe ich die fast drei Kilometer in den nahezu ausgestorbenen Ort.
Ein Grieche in der langen Fußgängerstraße, der Strelitzer Straße, mit den Filialen vieler
bekannter Ketten sowie ein Italiener am Marktplatz-Kreisel haben geöffnet.
Nur in einem durch eine Passage zu erreichenden Einkaufszentrum herrscht
munteres Leben. Neustrelitz 1.
Ueckermünde-Neubrandenburg 79 km
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Spickzettel Mein Video zu dieser Tour bei YouTube Link-Tipp: Erfahrungsbericht von Martin Taplick
Im Schlossturm von Ueckermünde befindet sich das Haffmuseum, das liebevoll eingerichtet ist. Die Aussichtsetage des Turmes bietet einen reizvollen Rundblick über Stadt und Hafflandschaft. MEHR
Hafenkulisse in Ueckermünde. Sehenswert: Haffmuseum in Ueckermünde.
Intensive Landwirtschaft bei Friedrichshagen.
Zeckenalarm: Am Fuchsberg ist der Weg manchmal kaum erkennbar.
Feldsteinkirche mit Fachwerkturm in Galenbeck.
Solche Blumenpracht findet man auf Mecklenburgs Kornfeldern noch vielfach.
Radeln auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse.
Hier in Eichhorst scheint der Fortschritt zu lahmen.
Die hügelige Landschaft ist gut fürs Auge, fordert aber auch viel Kondition vom Fahrer.
An dieser Schrenke endet endlich der Sandweg von Warlin nach Neubrandenburg
Kontraste: Kirche und Plattenbauten im Katharinenviertel.
In die Stadtmauer sind Häuser direkt hinein gebaut.
Eines der vier prächtigen Stadttore Neubrandenburgs.
Das höchste Haus der Stadt am Marktplatz.
Alt Rehse am Tollensesee: Eine der vielen schönen Alleen Mecklenburgs.
Dorfidyll in Neu Wustrow.
Vielfach radelt man durch solche Sumpf- und Moorgebiete.
Die Kormoraninsel in Prillwitz.
Bootsanleger am Großen Fürstenberger See.
Die Stadtkirche auf dem Marktplatz von Neustrelitz.
Fast menschenleere Stadt - es ist gegen 19 Uhr. Für Ausflüge innerhalb der Mecklenburgischen Seenplatte eignet sich die gleichnamige BVA-Radwanderkarte (siehe unten):
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