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Autor: Dieter Hurcks Copyright 5/2009

Vom Schweriner See nach Ludwigslust 
Teil 4 beschreibt eine Radtour vom Schweriner See nach Ludwigslust - Teil 3 Schwerin - Teil 1 - Teil 2 - Karte MVP

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Mecklenburg per Rad entdecken (4)
 
Eine Radtour von Hannover zum Schweriner See und weiter nach Ludwigslust

Sonntag morgen, der letzte Radeltag ist angebrochen. In der Jugendherberge herrscht allgemeine Aufbruchstimmung, denn das lange Vatertagswochenende geht zur Neige. Unser Tagesziel ist Ludwigslust, von wo wir per Bahn wieder heim fahren wollen.

Von Flessenow nach Ludwigslust  
Die Nacht in der Jugendherberge Flessenow verlief ruhig. Zwar war die Bettwäsche kleiner als das Bett, und das 80 x 80 Kopfkissen passte auch nicht recht in den kleineren bezug, aber der Herbergsvater war nett und hatte die typisch mecklenburgische Bierruhe. Dass es Meeeecklenburg heißt und nicht Mekkklenburg, sollte eigentlich jeder Besucher dieser reizvollen Region wissen.

Nun heißt es Abschied nehmen von diesem herrlichen Gewässer, von dessen Ufer wir uns am Abend vorher erst lösen konnten, als der Magen zu knurren begann, und über das der Wissensdatenbank Wikipedia folgendes zu entnehmen ist:

Der Schweriner See ist ein See in Westmecklenburg zwischen Schwerin und Bad Kleinen. Geomorphologisch ist er als Gletscherzungensee der Weichsel-Eiszeit zu bezeichnen.

Der See ist 21 Kilometer lang und bis zu sechs Kilometer breit mit einer Fläche von 61,54 km². Damit handelt es sich um den zweitgrößten norddeutschen See nach der Müritz und den viertgrößten deutschen See insgesamt. Das durchschnittliche Niveau liegt bei 37,8 m ü. NHN.

Der Schweriner See ist von kleineren Seen umgeben und fließt südlich durch den Störkanal und die Elde zur Elbe ab. Nördlich besteht durch den Wallensteingraben eine Verbindung nach Wismar, die durch geübte Paddler befahrbar ist. Der See liegt westlich der Nordsee-Ostsee-Wasserscheide. In der Mitte ist er durch den Paulsdamm in Außen- und Innensee geteilt. Im Außensee befinden sich die Inseln Lieps und Horst, im Innensee die Inseln Kaninchenwerder und Ziegelwerder. Der gesamte Schweriner See ist als Bundeswasserstraße ausgewiesen.
Quelle: Wikipedia


Noch einmal radeln wir die Uferstraße entlang des Schweriner Sees. Die Stille an diesem Sonntagmorgen wird nur gelegentlich von einem vorbeifahrenden Auto unterbrochen. Die Strecke bis Rampe ist schnell geschafft, danach geht es weiter Richtung Leetzen. In Rampe müssen wir auf der Straße fahren, was einem anscheinend ziemlich aggressiven Autofahrer nicht passt. Laut hupend rast er genau um 9.30 Uhr an diesem 24. Mai 2009 nur 40 cm an meiner linken Pedale und ebenso der des Mitradlers vorbei - so schnell, dass ich - auch aufgrund des Schrecks - nur einen Teil der Autonummer (? - NA 214) notieren konnte. Schade, denn dieses gemeingefährliche Verhalten hätte mit Sicherheit eine saftige Strafe nach sich gezogen.

Kurz darauf beginnt wieder der Radweg, der uns nun in Sichtweite der Stadt Schwerin, von wo die vergoldete Kuppel des Schlosses angesichts des herrlichen Sommerwetters freundlich herüberzwinkert, nach Raben Steinfeld. Dort symbolisiert ein Brunnen auf einem Kreisel den Namen des Ortes mit Raben und großen Findlingen - anscheinend eine steinreiche Gegend. Mauern aus Natursteinen und ein Findlingsgarten dokumentieren dies. Dieser Steingarten wurde als Außenstandort der Bundesgartenschau 2009 eingerichtet.



Häuser mit interessanten Mustern nach
englischem Vorbild findet man in Görsl
ow.

Raben und Steine

Raben Steinfeld wurde erstmals urkundlich am 11. Januar 1410 erwähnt. Aber bereits 1160 befand sich hier eine deutsche Burg. Der Namen setzt sich aus "Raben" von der Familie von Raben und "Steinfeld" von den sehr steinigen Feldern der Umgebung (Endmoräne) zusammen. Quelle: Wikipedia

Neben der Störwasserstraße, einem kleinen Kanal, fahren wir weiter. Ab und zu überholen wir ein dahin tuckendes Schiff, bis wir Plate erreichen, wo zwei Tage vorher ein Unwetter getobt und auf einer Fläche von 200 x 200 Metern große Schäden angerichtet hatte. Bald darauf kommen wir nach Banzkow, wo eine Reihe von Booten darauf wartet, dass die Hubbrücke geöffnet wird. Neben der Brücke gibt es eine Gaststätte mit Biergarten, wo wir unserer Durst bekämpfen können.

Die Gemeinde Banzkow liegt im Landschaftsschutzgebiet Lewitz. Im Süden befindet sich das Feuchtgebiet Mirower Torfmoor. Zu Banzkow gehört der Ortsteil Mirow.
Überragt wird der Ort Banzkow von der auch im Wappen verewigten Galerieholländerwindmühle aus dem Jahr 1874.

Eine Besonderheit wird an den Banzkower Ortseingängen bis Jahresende 2007 eingerichtet. Zusammen mit Wismarer Architekturstudenten wurden Ideen für die Gestaltung der Ortszufahrten entwickelt. Bereits eingerichtet ist ein stilisierter Weidezaun mit Torgriff, der die Straße aus Richtung Mirow überspannt und aus Richtung Hasenhäge ist ein Türband aufgestellt worden. Der Weidezaun vermittelt die Verbundenheit der Dorfgeschichte mit der Viehzucht und Weidewirtschaft, das Türband weist auf die Schmiedekunst hin.

Beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, an dem insgesamt 3625 Gemeinden teilnahmen, konnte Banzkow 2007 eine der acht Goldmedaillen erringen. Quelle: Wikipedia

Auf guten Wegen sind wir bislang zügig vorangekommen. Das soll auch bis Ludwigslust so bleiben. Über Goldenstädt radeln wir auf dem Radfernweg Elbe-Ostsee nach Friedrichsmoor, wo man beim Schloss ebenfalls eine Rast einlegen kann.

Schloss Friedrichsmoor bei Neustadt-Glewe 
1780 wurde die Dreiflügelanlage im Fachwerkstil als Jagdschloß für Herzog Friedrich von Mecklenburg-Schwerin nach Plänen von Johann Christoph Heinrich von Seydewitz erbaut. Unter Herzog Friedrich Franz I. wurde die Anlage 1791 vollendet. Im Gartensaal findet man eine gedruckte farbige Bildtapete, die ursprünglich im Schloß Friedrichsthal angebracht war. Nach 1945 wurde das Schloß als Forstamt genutzt und später für eine Zweigstelle der Universität Rostock. Nach 1990 zogen kurzzeitig eine Gaststätte und eine Pension in das Gebäude. Quelle + mehr

Von Friedrichsmoor radeln wir nicht, wie ursprünglich geplant, über Neustadt-Glewe, weil der zunehmende Gegenwind uns zu schaffen macht. Auf einer schmalen, beidseitig baumbestandenen schnurgeraden Straße überqueren wir wieder die A 24, zuckeln durch Tuckhude und immer weiter geradeaus bis zur Straße nach Ludwigslust.

Neustadt-Glewe: Mit der mittelalterlichen Burg, dem Schloss, der idyllisch gelegenen Stadtkirche, dem restaurierten Rathaus und zahlreichen Fachwerkhäusern bietet die rund 7000 Einwohner zählende Stadt ihren Besuchern manch altes Kulturgut. Grund genug, diese Stadt beim nächsten Mal zu besuchen - diese Mecklenburg-Radtour wird bestimmt nicht unsere letzte sein.

Zur Mittagszeit erreichen wir Ludwigslust. Sehenswert ist das dortige Schloss, das repräsentative Residenzschloss der mecklenburgischen Herzöge. Die historisch ausgestatteten Räume im Schloss geben dem Besucher einen Einblick in die höfische Kunst und Wohnkultur des 18./19. Jahrhunderts.
Quelle: www.stadtludwigslust.de 




Schloss Friedrichsmoor.



Kleine Straße, große Bäume: Weg nach Tuckhude.




Teil 1: Von Burgdorf bei Hannover nach Zarrentin am Schaalsee

Teil 2:  Von Zarrentin zum Schweriner See

Teil 3: Schwerin und der Schweriner See 

Weitere Touren in Mecklenburg:

Mecklenburgischer Seen-Radweg

Rügen-Runde


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Kanäle verbinden die Seen, sehr zur Freude der vielen Skipper.

Der kräftige Wind hat dafür gesorgt, dass sich um Ufer des Schweriner Sees Schaumkronen bilden. Hier bei Rampe.

Jugendherberge Flessenow.

Abendstimmung am Schweriner See bei Flessenow.

Abahrt von Retgendorf zum See hinunter.

Kanal bei Raben Steinfeld.



Für Wassersportler ist dieser Kanal ein Eldorado.

Reetdachhaus in Banzkow.

Die Lewitz-Mühle beherbergt heute ein Hotel.

Nagelneue Radwege erleichtern das Fortkommen.




Dorf bei Neustadt-Glewe: Tuckhude.



Heimfahrt ab Bahnhof Ludwigslust.

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