Mainradweg (5) -
von
Karlstadt nach Aschaffenburg
Das wohl
schönste Stück Mainradweg ist die Etappe von Karlstadt über Gemünden
und Lohr nach Miltenberg. Wegen einsetzenden Dauerregens radelten wir von
dort nur noch weiter bis nach Aschaffenburg, von wo es per Bahn wieder
heimwärts ging.
Nach
Miltenberg
110 km waren an diesem Tag angesagt. Hört sich
viel an, ist aber angesichts der hervorragend ausgebauten und gut
beschilderten Radwege zu meistern. Zudem hatten wir oft leichten Rückenwind.
Meist auf separaten Radwegen, nur bei Freudenberg einmal für etwa fünf
Kilometer auf einer rege befahrenen Landstraße, geht es zügig voran, häufig
sogar direkt im Angesicht des ruhig dahin fließenden Mains.
Die Wiesen protzen mit
einer Blütenpracht in Violett, Gelb und Weiß. In Gemünden ist
gerade „verkaufsoffen“, die Altstadt mit Flohmarktständen verstopft.
Um 11 Uhr passieren wir Lohr nach 33 km, die sandsteienerne
Nikolaus-Statue in Erlach kurz darauf. Von gegenüber, Neustadt/Main,
grüßte die zweitürmige ehemalige Abteikirche herüber. Und über
Bayerns kleinster Stadt Rothenfels thront stolz die Burg. Nach 50
km docken wir um 12.15 Uhr beim Italiener neben dem Marktplatzbrunnen von Marktheidenfeld
zu einer Kaffeepause an. Ein Gesamtfoto des schönen Marktplatzes ist
wegen der riesigen Sonnenschirme, die zunehmend die schönen alten Städte
verunstalten, nicht möglich.
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Gemünden
a. Main: Ihren Namen hat die
Stadt Gemünden von den Mündungen von Fränkischer Saale und Sinn in den
Main. Wasser und Wald sind die prägenden Elemente unserer Stadt, die das
Prädikat „staatlich anerkannter Erholungsort“ trägt. Im Osten grüßt
das Fränkische Weinland, im Westen der Spessart und im Norden die Rhön.
Quelle: www.stadt-gemuenden.de
Lohr:
"Bereits 1333 erhielt die damals zur Grafschaft der Rienecker gehörende
"Stat zu oberen Lore" das Gelnhäuser Stadtrecht. Wer heute,
nach wechselvoller Vergangenheit, durch die romantischen Straßen und
Gassen streift, spürt noch an vielen Ecken, wie lebendig Geschichte hier
ist. Enge, idyllische Gassen, die Reste einer eindrucksvollen Stadtmauer,
das Plätschern von Brunnen, typisch fränkische Fachwerkhäuser und
historische Bauwerke prägen ihren Charakter." Quelle: www.lohr.de
Homburg:
Der Weinort zwischen Main und Rebhängen mit den berühmten Weinlagen
„Kallmuth“ und „Edelfrau“ gelegen, hat heute etwa 1300 Einwohner
und wurde 1978 Ortsteil der neu gebildeten Einheitsgemeinde „Markt
Triefenstein“ mit Verwaltungssitz in Lengfurt wurde. In der Historie des
ehemaligen Marktfleckens spielen seine prädestinierte Lage am Main und
seine frühzeitige Mittelpunktfunktion eine zentrale Rolle. Nachdem sich
das frühere Kloster Homburg im Dunkel der Geschichte verloren hatte, kam
die große Zeit der Rittergeschlechter mit seinem dominanten Burggebäude.
Quelle: www.homburg-main.de/
Wertheim: In idyllischer Landschaft an Main und Tauber gelegen,
lockt die alte Residenzstadt Wertheim mit ihrer historischen Altstadt, der
imposanten Burg und fränkischer Gastfreundlichkeit von Jahr zu Jahr mehr
Besucher in den Norden Baden-Württembergs. Insbesondere Radler finden
sich während der warmen Jahreszeit in Mengen, zweigt doch hier der Radweg
durchs "Liebliche Taubertal" vom Maintal-Radweg ab.
Als Entrée in die Stadt Wertheim dienten ehemals 18 Stadttore aus dem 13.
bis 15. Jahrhundert. Bis heute gut erhalten geblieben sind das Main- und
das Zolltor sowie das Kittsteintor an der Tauber. Das imposante Maintor
mit seinem Zinnenkranz verlor im Jahr 1883 ca. 1,5 m an Höhe, als nach
mehreren Hochwassern das Ufergebiet des Mains um eben diese Höhe aufgeschüttet
wurde. Mit dem Durchschreiten des Maintors gelangen wir in die Altstadt.
Quelle: www.wertheim.de
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Vorbei am Kloster
Triefenstein, dem Schloss Homburg und der Weinlage Kallmuth
geht die flotte Fahrt, die wieder von Unmengen fliegender Pappelsamen
begleitet wird, bei 62,3 km über die Grenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg.
Wir unterqueren die A3, folgen nach einigen "Aufs und Abs" der
engen Mainschlinge bei Urphar und erreichen gegen 14.15 Uhr Wertheim.
Der Ort, wo die Tauber sich in den Main ergießt, ist natürlich unbedingt
sehenswert, einschließlich eines Aufstiegs zur Burg Wertheim, einer der
größten Steinburgen Deutschlands.
Nach so viel Kultur und
Baugeschichte ist wieder intensives Radeln angesagt. Der schlängelnde
Main, den wir auf dem linksseitigen Radweg befahren, bietet auf dieser
Seite einige Steigungen. Nämlich dort, wo der Spessart nahe ans Ufer rückt.
Eine letzte Rast in Freudenberg,
wo wir auf der Terrasse des Hotels gleich neben der Mainbrücke die
Sonnenstrahlen genießen.
Bald ist unser
Tagesziel Miltenberg erreicht, wo wir ein gutes und günstiges
Quartier im Haus Dux finden. Innerhalb von zehn Minuten sind wir zu Fuß
in der Stadt, schießen unsere Fotos, erklimmen die Burg und genießen den
Postkartenausblick über Main und Stadt Miltenberg. Ein wundervoller
Abend, der mit einem kräftigen, lang anhaltentenden Regen ausklingt.
Unser Trost: Dann werden die Pappeln morgen erst wieder nachmittags
fliegen.
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Miltenberg:
"Das historische Miltenberg
liegt linksmainisch am linken Knie des Mainvierecks
zwischen Spessart
und Odenwald.
Da sich im Gebiet Miltenbergs das Bett des Mains relativ nahe dem Fuß des
Odenwaldes befindet, verbleibt auf der linken Mainseite nur ein schmaler
Streifen nutzbarer Fläche, die in den vergangenen Jahrhunderten immer
wieder vom Mainhochwasser unter Wasser gesetzt wurde. Die Altstadt, die
sich dort befindet, nahm teilweise beträchtlichen Schaden an diesen
Hochwassern. Etwa seit Beginn des 20. Jahrhunderts breitete sich
Miltenberg, nach Landkäufen von der Nachbargemeinde Großheubach
auch auf der rechten Mainseite aus." Quelle und mehr
bei Wikipedia
Homepage der Stadt: Quelle: www.miltenberg.info/
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Nach
Aschaffenburg
Der Regen erweist sich diesmal als äußerst
hartnäckig. Und die Vorhersagen verheißen nichts Gutes. So beschließen
wir, nur noch bis Aschaffenburg zu radeln und dann die Dienste der
Eisenbahn in Anspruch zu nehmen. Aus Miltenberg heraus, die den
Ortumgebenden Schnellstraßen unter- oder überquerend, gelangen wir nach
geraumer Zeit wieder an den Main. Die Regentropfen bilden munter
wechselnde Muster auf der Wasseroberfläche. Bald kriecht die Nässe bis
auf die Haut. Selbst die teuerste Regenjacke vermag nur eine gewisse Zeit
den Regen abzuhalten.
Über das vom Kloster Engelberg überragte Großheubach führt die Route
flußnah nordwärts. Trotz Regen sieht der Weinort schnuckelig aus, überragt
von einer „modernisierten“ Burganlage. Über die Brücke wechseln wir
das Flussufer und passieren das von einer mächtigen Flutmauer geschütze
Wörth. Erlenbach gegenüber wird von seiner Werft dominiert, wo zwei große
Flusspötte auf dem Trockendock liegen. Hinter Wörth radeln wir neben der
sehr lauten, verkehrsreichen B 469 nach Obernburg, passieren Großwallstadt
in einer Siedlung, so dass wir von der Altstadt nichts mitbekommen – mit
Ausnahme des Turmes.
Nun sind es nur noch
wenige Kilometer bis Aschaffenburg, wo an der Straßernbrücke die mächtige
Anlage von Schloss Johannisburg hinübergrüßt. Nach dem Anstieg in die
Altstadt und einer kleinen Rundfahrt wenden wir uns zum Bahnhof, um die
Heimfahrt zu organisieren. Es hatte zwar aufgehört zu regen, doch die nächsten
Schauer drohen schon als dunkle Wolken am Horizont.
Ende der Tour nach über
500 km.
Per Regionalbahn nach
Darmstadt, von dort per IC direkt und ohne Umsteigen nach Hannover.
Teil
1: Von Bayreuth nach Kulmbach
Teil
2: Von Kulmbach nach Bamberg
Teil
3: Von Bamberg nach Volkach
Teil
4: Von Volkach nach Karlstadt
Literatur
Radwanderführer Bikeline "Main-Radweg" oder BVA-Spiralo, der
besser zu handhaben ist, weil man nicht so oft umblättern muss.
Zum
Weiterlesen
http://de.wikipedia.org/wiki/Main
http://www.mainradweg.com/
Etappen
Bahnanreise von Hannover nach Bayreuth
Tag 1: Von Bayreuth über Bischofsgrün nach Kulmbach 76 km
Tag 2: Von Kulmbach nach Bamberg 91 km
Tag 3: Von Bamberg nach Volkach 95 km
Tag 4: Von Volkach nach Karlstadt 92 km
Tag 5: Von Karlstadt nach Miltenberg 110 km
Tag 6: Von Miltenberg nach Aschaffenburg 46 km
gesamte Tour: 510 km

Mainradweg: Kloster
Engelburg bei Großheubach.

Der
Würzburger Turm: Stadttor
in Miltenberg.

Meist
erstklassige Wege, bezaubernde Landschaften und sehenswerte Städte und
Dörfer zeichnen den Mainradweg aus.
Weitere
Radelbücher und Karten hier

Bamberg
und der Main
spielen auch in dieser DVD
eine wichtige Rolle
Info und bestellen hier
P.S.
Der Autor - hier auf der Mainbrücke in
Miltenberg - ist Autor mehrerer Radreisebücher und Herausgeber des eMagazins funkempfang.de
- Berichte über Funk, Radio und Audio.
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Die Karlburg über Karlstadt - gleich oberhalb unseres Quartiers.

Blick auf Gmünden mit seiner
Burganlage.

Lohr
mit der Mainbrücke aus Buntsandstein. 
Die
ehemalige Abteikirche in Neustadt/Main grüßt mit ihren zwei Türmen vom
anderen Ufer herüber.
 Brunnen
auf dem Marktplatz von Marktheidenfeld. 
Das
im Jahr 1561 erbaute Schloss Homburg bei Markt Triefenstein. 
Grenze
zwischen Bayern und Baden-Württemberg, im Hintergrund die A3-Brücke bei
Bettingen. 
Malerischer
Main bei Urphar. 
Einen
Besuch wert: Wertheim - Blick über die Tauber. Der Spitze Turm (Höhe
36,5 m) wurde im 13. Jahrhundert als Wach- und Wartturm errichtet und im
15. Jahrhundert mit einem achteckigen Oberbau versehen, der die Neigung
des Unterbaus auszugleichen versucht. Er diente auch als Gefängnis für
"Trunkenbolde" und "zänkische Weiber". Im Inneren hat
sich das so genannte "Angstloch" erhalten. Der ursprüngliche
Eingang befindet sich in 10 m Höhe und war nur über eine Leiter zu
erreichen. Quelle: www.wertheim.de

Freundliches Freudenberg.

Miltenberg mit Fränkischer Weinstube und dem ältesten Gasthaus
Deutschlands "Zum Riesen" (Mitte), in
welchem seit dem 12. Jahrhundert unzählige gekrönte Häupter Gast waren.
1711 weilte hier Kaiser Karl VI.

Berühmte Ansicht: Miltenberger Fachwerk mit Marktbrunnen unterhalb der
Mildenburg.

Blick von der Mildenburg über Miltenberg mit der Stadtpfarrkirche St.
Jakobus.
 Klingenberg
mit Burganlange.

Schloss Johannisburg in Aschaffenburg.

Aschaffenburg bildete den Schluss unserer Radreise entlang des Mains.
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