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Autor: Dieter Hurcks Copyright 5/2009

Die schönste Etappe auf dem Mainradweg 
Der Mainradweg bietet naturnahes Radeln und viele kulturelle Höhepunkte. Teil 5 beschreibt die Route von Volkach nach Aschaffenburg - Mainradweg auf DVD 
Teil 1 - Teil 2 - Teil 3 - Teil 4 - Liebliches Taubertal

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Quartiere an
Fernradwegen in
Deutschland

Mainradweg (5) - von
Karlstadt nach Aschaffenburg 

Das wohl schönste Stück Mainradweg ist die Etappe von Karlstadt über Gemünden und Lohr nach Miltenberg. Wegen einsetzenden Dauerregens radelten wir von dort nur noch weiter bis nach Aschaffenburg, von wo es per Bahn wieder heimwärts ging.

Übernachten am Main

Nach Miltenberg
110 km waren an diesem Tag angesagt. Hört sich viel an, ist aber angesichts der hervorragend ausgebauten und gut beschilderten Radwege zu meistern. Zudem hatten wir oft leichten Rückenwind. 

Meist auf separaten Radwegen, nur bei Freudenberg einmal für etwa fünf Kilometer auf einer rege befahrenen Landstraße, geht es zügig voran, häufig sogar direkt im Angesicht des ruhig dahin fließenden Mains. 

Die Wiesen protzen mit einer Blütenpracht in Violett, Gelb und Weiß. In Gemünden ist gerade „verkaufsoffen“, die Altstadt mit Flohmarktständen verstopft. Um 11 Uhr passieren wir Lohr nach 33 km, die sandsteienerne Nikolaus-Statue in Erlach kurz darauf. Von gegenüber, Neustadt/Main, grüßte die zweitürmige ehemalige Abteikirche herüber. Und über Bayerns kleinster Stadt Rothenfels thront stolz die Burg. Nach 50 km docken wir um 12.15 Uhr beim Italiener neben dem Marktplatzbrunnen von Marktheidenfeld zu einer Kaffeepause an. Ein Gesamtfoto des schönen Marktplatzes ist wegen der riesigen Sonnenschirme, die zunehmend die schönen alten Städte verunstalten, nicht möglich.

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Gemünden a. Main: Ihren Namen hat die Stadt Gemünden von den Mündungen von Fränkischer Saale und Sinn in den Main. Wasser und Wald sind die prägenden Elemente unserer Stadt, die das Prädikat „staatlich anerkannter Erholungsort“ trägt. Im Osten grüßt das Fränkische Weinland, im Westen der Spessart und im Norden die Rhön. Quelle: www.stadt-gemuenden.de 

Lohr: "Bereits 1333 erhielt die damals zur Grafschaft der Rienecker gehörende "Stat zu oberen Lore" das Gelnhäuser Stadtrecht. Wer heute, nach wechselvoller Vergangenheit, durch die romantischen Straßen und Gassen streift, spürt noch an vielen Ecken, wie lebendig Geschichte hier ist. Enge, idyllische Gassen, die Reste einer eindrucksvollen Stadtmauer, das Plätschern von Brunnen, typisch fränkische Fachwerkhäuser und historische Bauwerke prägen ihren Charakter." Quelle: www.lohr.de 

Homburg: Der Weinort zwischen Main und Rebhängen mit den berühmten Weinlagen „Kallmuth“ und „Edelfrau“ gelegen, hat heute etwa 1300 Einwohner und wurde 1978 Ortsteil der neu gebildeten Einheitsgemeinde „Markt Triefenstein“ mit Verwaltungssitz in Lengfurt wurde. In der Historie des ehemaligen Marktfleckens spielen seine prädestinierte Lage am Main und seine frühzeitige Mittelpunktfunktion eine zentrale Rolle. Nachdem sich das frühere Kloster Homburg im Dunkel der Geschichte verloren hatte, kam die große Zeit der Rittergeschlechter mit seinem dominanten Burggebäude. Quelle: www.homburg-main.de/

Wertheim: In idyllischer Landschaft an Main und Tauber gelegen, lockt die alte Residenzstadt Wertheim mit ihrer historischen Altstadt, der imposanten Burg und fränkischer Gastfreundlichkeit von Jahr zu Jahr mehr Besucher in den Norden Baden-Württembergs. Insbesondere Radler finden sich während der warmen Jahreszeit in Mengen, zweigt doch hier der Radweg durchs "Liebliche Taubertal" vom Maintal-Radweg ab.
Als Entrée in die Stadt Wertheim dienten ehemals 18 Stadttore aus dem 13. bis 15. Jahrhundert. Bis heute gut erhalten geblieben sind das Main- und das Zolltor sowie das Kittsteintor an der Tauber. Das imposante Maintor mit seinem Zinnenkranz verlor im Jahr 1883 ca. 1,5 m an Höhe, als nach mehreren Hochwassern das Ufergebiet des Mains um eben diese Höhe aufgeschüttet wurde. Mit dem Durchschreiten des Maintors gelangen wir in die Altstadt. Quelle: www.wertheim.de 

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Vorbei am Kloster Triefenstein, dem Schloss Homburg und der Weinlage Kallmuth geht die flotte Fahrt, die wieder von Unmengen fliegender Pappelsamen begleitet wird, bei 62,3 km über die Grenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg. Wir unterqueren die A3, folgen nach einigen "Aufs und Abs" der engen Mainschlinge bei Urphar und erreichen gegen 14.15 Uhr Wertheim. Der Ort, wo die Tauber sich in den Main ergießt, ist natürlich unbedingt sehenswert, einschließlich eines Aufstiegs zur Burg Wertheim, einer der größten Steinburgen Deutschlands.

Nach so viel Kultur und Baugeschichte ist wieder intensives Radeln angesagt. Der schlängelnde Main, den wir auf dem linksseitigen Radweg befahren, bietet auf dieser Seite einige Steigungen. Nämlich dort, wo der Spessart nahe ans Ufer rückt. Eine letzte Rast in Freudenberg, wo wir auf der Terrasse des Hotels gleich neben der Mainbrücke die Sonnenstrahlen genießen.

Bald ist unser Tagesziel Miltenberg erreicht, wo wir ein gutes und günstiges Quartier im Haus Dux finden. Innerhalb von zehn Minuten sind wir zu Fuß in der Stadt, schießen unsere Fotos, erklimmen die Burg und genießen den Postkartenausblick über Main und Stadt Miltenberg. Ein wundervoller Abend, der mit einem kräftigen, lang anhaltentenden Regen ausklingt. Unser Trost: Dann werden die Pappeln morgen erst wieder nachmittags fliegen.

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Miltenberg: "Das historische Miltenberg liegt linksmainisch am linken Knie des Mainvierecks zwischen Spessart und Odenwald. Da sich im Gebiet Miltenbergs das Bett des Mains relativ nahe dem Fuß des Odenwaldes befindet, verbleibt auf der linken Mainseite nur ein schmaler Streifen nutzbarer Fläche, die in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder vom Mainhochwasser unter Wasser gesetzt wurde. Die Altstadt, die sich dort befindet, nahm teilweise beträchtlichen Schaden an diesen Hochwassern. Etwa seit Beginn des 20. Jahrhunderts breitete sich Miltenberg, nach Landkäufen von der Nachbargemeinde Großheubach auch auf der rechten Mainseite aus." Quelle und mehr bei Wikipedia
Homepage der Stadt: Quelle: www.miltenberg.info/ 

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Nach Aschaffenburg 
Der Regen erweist sich diesmal als äußerst hartnäckig. Und die Vorhersagen verheißen nichts Gutes. So beschließen wir, nur noch bis Aschaffenburg zu radeln und dann die Dienste der Eisenbahn in Anspruch zu nehmen. Aus Miltenberg heraus, die den Ortumgebenden Schnellstraßen unter- oder überquerend, gelangen wir nach geraumer Zeit wieder an den Main. Die Regentropfen bilden munter wechselnde Muster auf der Wasseroberfläche. Bald kriecht die Nässe bis auf die Haut. Selbst die teuerste Regenjacke vermag nur eine gewisse Zeit den Regen abzuhalten.

Über das vom Kloster Engelberg überragte Großheubach führt die Route flußnah nordwärts. Trotz Regen sieht der Weinort schnuckelig aus, überragt von einer „modernisierten“ Burganlage. Über die Brücke wechseln wir das Flussufer und passieren das von einer mächtigen Flutmauer geschütze Wörth. Erlenbach gegenüber wird von seiner Werft dominiert, wo zwei große Flusspötte auf dem Trockendock liegen. Hinter Wörth radeln wir neben der sehr lauten, verkehrsreichen B 469 nach Obernburg, passieren Großwallstadt in einer Siedlung, so dass wir von der Altstadt nichts mitbekommen – mit Ausnahme des Turmes.

Nun sind es nur noch wenige Kilometer bis Aschaffenburg, wo an der Straßernbrücke die mächtige Anlage von Schloss Johannisburg hinübergrüßt. Nach dem Anstieg in die Altstadt und einer kleinen Rundfahrt wenden wir uns zum Bahnhof, um die Heimfahrt zu organisieren. Es hatte zwar aufgehört zu regen, doch die nächsten Schauer drohen schon als dunkle Wolken am Horizont.

Ende der Tour nach über 500 km.

Per Regionalbahn nach Darmstadt, von dort per IC direkt und ohne Umsteigen nach Hannover.


Teil 1: Von Bayreuth nach Kulmbach


Teil 2: Von Kulmbach nach Bamberg

Teil 3: Von Bamberg nach Volkach

Teil 4: Von Volkach nach Karlstadt


Literatur  
Radwanderführer Bikeline "Main-Radweg" oder BVA-Spiralo, der besser zu handhaben ist, weil man nicht so oft umblättern muss.

 

Zum Weiterlesen
http://de.wikipedia.org/wiki/Main 
http://www.mainradweg.com/


Etappen
  
Bahnanreise von Hannover nach Bayreuth
Tag 1: Von Bayreuth über Bischofsgrün nach Kulmbach 76 km
Tag 2: Von Kulmbach nach Bamberg 91 km
Tag 3: Von Bamberg nach Volkach 95 km
Tag 4: Von Volkach nach Karlstadt 92 km
Tag 5: Von Karlstadt nach Miltenberg 110 km  
Tag 6: Von Miltenberg nach Aschaffenburg 46 km

gesamte Tour: 510 km



Mainradweg: Kloster Engelburg bei Großheubach.



Der Würzburger Turm: Stadttor in Miltenberg.



Meist erstklassige Wege, bezaubernde Landschaften und sehenswerte Städte und Dörfer zeichnen den Mainradweg aus.


Weitere Radelbücher und Karten hier



Bamberg und der Main
spielen auch in dieser DVD
eine wichtige Rolle
Info und bestellen hier

P.S. Der Autor - hier auf der Mainbrücke in Miltenberg - ist Autor mehrerer Radreisebücher und Herausgeber des eMagazins funkempfang.de - Berichte über Funk, Radio und Audio.

 

Anschlusstouren 
Fränkischer Rad-Achter
Liebliches Taubertal

 

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Die Karlburg über Karlstadt - gleich oberhalb unseres Quartiers.

Blick auf Gmünden mit seiner Burganlage.

Lohr mit der Mainbrücke aus Buntsandstein.

Die ehemalige Abteikirche in Neustadt/Main grüßt mit ihren zwei Türmen vom anderen Ufer herüber.

Brunnen auf dem Marktplatz von Marktheidenfeld.

Das im Jahr 1561  erbaute Schloss Homburg bei Markt Triefenstein. 

Grenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg, im Hintergrund die A3-Brücke bei Bettingen.

Malerischer Main bei Urphar.

Einen Besuch wert: Wertheim - Blick über die Tauber. Der Spitze Turm (Höhe 36,5 m) wurde im 13. Jahrhundert als Wach- und Wartturm errichtet und im 15. Jahrhundert mit einem achteckigen Oberbau versehen, der die Neigung des Unterbaus auszugleichen versucht. Er diente auch als Gefängnis für "Trunkenbolde" und "zänkische Weiber". Im Inneren hat sich das so genannte "Angstloch" erhalten. Der ursprüngliche Eingang befindet sich in 10 m Höhe und war nur über eine Leiter zu erreichen. Quelle: www.wertheim.de 



Freundliches Freudenberg.



Miltenberg mit Fränkischer Weinstube und dem ältesten Gasthaus Deutschlands "Zum Riesen" (Mitte), in welchem seit dem 12. Jahrhundert unzählige gekrönte Häupter Gast waren. 1711 weilte hier Kaiser Karl VI.



Berühmte Ansicht: Miltenberger Fachwerk mit Marktbrunnen unterhalb der Mildenburg.



Blick von der Mildenburg über Miltenberg mit der Stadtpfarrkirche St. Jakobus.

Klingenberg mit Burganlange.



Schloss Johannisburg in Aschaffenburg.



Aschaffenburg bildete den Schluss unserer Radreise entlang des Mains.

 

DVD Mainradweg