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| Autor: Dieter Hurcks Copyright 8/2010 Von
Hannover nach Hamburg. |
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Leine-Heide-Radweg MitteVon Hannover
nach Bad Fallingbostel Die Leine fließt direkt an Hannovers Jugendherberge vorbei und dann neben dem Maschsee her. Wer noch keinen Stadtbummel gemacht hat, sollte von hier zumindest einen Abstecher in die Altstadt und zum Leineschloss unternehmen. Übernachten am Leine-Heide-Radweg Mardorf/Steinhuder Meer Von
Hannover in die Lüneburger Heide Am Leineufer gibt es eine Menge zu sehen, so dass an ein schnelles Fahren nicht zu denken ist. Alles über Hannover finden Sie HIER. Am Wege liegt, direkt mit Flussblick, das seit 1875 bestehende "Dornröschen", ein idyllischer Biergarten. Von dort ist es nun nicht mehr weit zu den Herrenhäuser Gärten, in die man allerdings nicht mit dem Rad hinein darf. Dort soll demnächst das im Krieg zerstörte Hauptgebäude des Schlosses wieder aufgebaut werden. Mehr dazu auf dieser Internetseite. Bei Wikipedia ist zu den berühmten Barockgärten u.a. zu lesen: "Die Herrenhäuser Gärten in Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover setzen sich aus dem Großen Garten, dem Berggarten sowie dem Georgen- und Welfengarten zusammen. Der Große Garten zählt zu den bedeutenden Barockgärten in Europa. Er stellt das historische Kernstück der Herrenhäuser Gärten dar, eine große, annähernd rechteckige, von einer Graft umschlossene Gartenfläche. Die nördliche Seite des Großen Gartens wurde bis zum Zweiten Weltkrieg vom Schloss Herrenhausen begrenzt, das 1943 durch einen Bombenangriff zerstört wurde. Vom Großen Garten räumlich getrennt sind der Berggarten, der Georgengarten und der Welfengarten. Der Berggarten entwickelte sich von einem Gemüse- und Anzuchtgarten zu einem botanischen Garten mit eigenen Attraktionen. Im Stil englischer Landschaftsgärten sind der Georgengarten und der Welfengarten angelegt, welche als beliebte Naherholungsgebiete innerhalb der Stadt Hannover gelten. Gemeinsam ist allen vier Gärten eine mehrere hundert Jahre alte Geschichte und eine Attraktivität bis in die heutige Zeit." Besonders interessant liest sich die Geschichte der Wasserkunst. Nach vielen Fehlschlägen kam 1696 der Gelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz auf die Idee, die Leine aufzustauen und mit einem das Gefälle nutzenden Pumpwerk die Wasserversorgung der Gartenanlage zu sichern. ... Das als Wasserkunst bezeichnete Pumpwerk liegt außerhalb der Gartenanlage und ist heute ein funktionsfähiges technisches Denkmal. mehr Gleich
daneben befindet sich das 1913 errichte Leinewehr Herrenhausen. Es
sorgt, wie der Broschüre zum Radelrundkurs "Julius-Trip-Ring"
zu entnehmen ist, für die Schiffbarkeit von Leine und Ihme im Stadtgebiet
und dient dem Hochwasserschutz. Seit 1999 erzeugt es Strom. Raus aus der Stadt Ab den Herrenhäuser Gärten verläuft der Weg nun meist etwas weiter entfernt vom stark mäandernden Fluss. Ein Teil des Leinewassers fließt zur Speisung des Mittellandkanals in den Lindener Zweigkanal ab. Schiffe können vom Fluss in den Kanal geschleust werden, was natürlich auch von der Ausflugsschifffahrt genutzt wird. Wir
lassen den Conti-Turm auf dem ehemals riesigen Fabrikgelände in Limmer
hinter uns. Nun wird es ruhiger: links der Kanal, rechts schlängelt sich
die Leine nach Nordwesten, genau gegen den Wind. Durch den Stadtteil Letter
gelangen wir nach Marienwerder,
wo der kurze Abstecher zum Kloster
Marienwerder zu empfehlen ist. Auf der Homepage lesen wir: „Das Kloster wurde 1196 von Graf Konrad I. von Roden an der Stelle gestiftet, wo nach der Legende ein wundertätiges Marienbild angeschwemmt worden war. Im Jahre 1216 wurde das Kloster mit Augustinernonnen aus Obernkirchen besetzt. … Die um 1200 entstandene Klosterkirche, das älteste Kirchengebäude der Stadt Hannover, ist ein basilikaler Bau aus rauverputztem Bruchstein auf kreuzförmigem Grundriss.“ Wir durchradeln Letter. Kurz hinter Seelze-Havelse stößt der Leine-Heide-Radweg auf den Mittellandkanal. Radweg und Leine unterqueren den Kanal hier unter einer eindrucksvollen Brücke. Ein wenig unheimlich ist das schon! Noch nieselt es ein wenig. Durch die weite
Leineniederung, die bei Hochwasser oft komplett überschwemmt wird, geht es nach Garbsen, wo sich am mit einem mehr als 500 m langen
weißen Sandstrand lockenden Blauen See unweit der Autobahn 2 gut rasten
lässt. Zum Rasten muss man aber nicht unbedingt zum See fahren, denn schon am
Ende der mit einigen Steigungen versehenen Walddurchfahrt steht eine
Waldschänke. Wir nehmen dort unser zweites Frühstück ein. Ein paar Kilometer weiter, in Bordenau, steht das Geburtshaus von General Scharnhorst. "Der preußische Heeresreformer Gerhard Johann David von Scharnhorst wurde 1755 auf dem Rittergut in Bordenau geboren und war von 1782 bis zu seinem Tode 1813 dessen Gutsherr. Sein Reformwerk betraf die Wehrpflicht, die Innere Führung und den Generalstab des Heeres und wirkt damit bis in die heutige Zeit." Quelle: www.bordenau.de In
Bordenau kann man zum Steinhuder Meer
abbiegen, vielleicht um den größten Binnensee Norddeutschlands einmal zu umrunden
(ca. 35 km). Vielleicht
ist sogar ein Abstecher nach Wunstorf
(ca. 4 km von Steinhude) drin
und eine Einkehr im beliebten Biergarten von Altens
Ruh. Es lohnt sich! Eine Bootsfahrt zur Insel Wilhelmsstein, ein Besuch des Spielzeugmuseums oder des historischen Scheunenviertels gehören in Steinhude zu den touristischen Attraktionen. Zum Übernachten bietet sich die moderne Jugendherberge Mardorf an. Zu Mardorf lesen wir bei Wikipedia: "Erst Mitte des 20. Jahrhunderts begann der Ausbau des bis dahin reinen Bauerndorfes zum Touristenzentrum mit Wochenendsiedlungen (nach 1950) und Fremdenverkehr (nach 1965). 1968 entstand die "Moorstraße" durch das Tote Moor nach Neustadt. Bis dahin war es nur über einen Umweg möglich, das Steinhuder Meer bei Mardorf von Neustadt oder Hannover aus zu erreichen." mehr Von Mardorf kann man dann am nächsten Morgen, nördlich des Steinhuder Meeres bleibend, die zehn Kilometer ostwärts bis Neustadt durch ein großes Moorgebiet radeln, wo auch heute noch Torf abgebaut wird: das Tote Moor. In Neustadt lässt sich, im Schloss Landestrost, sogar ein Torfmuseum besichtigen. mehr über Neustadt a. Rbge.
Nach Schwarmstedt Wir
jedoch kennen das Meer von früheren Radtouren bestens und strampeln
weiter gen Neustadt
am Rübenberge mit dem sehenswerten Schloss
Landestrost (Torfmuseum!). Nun heißt es: Vorräte ergänzen und
weiter. Das Neustädter Land ist dünn besiedelt, die Stadt Neustadt
selbst ist laut Wikipedia flächenmäßig die achtgrößte in Deutschland
(bei anderen Quellen sind es die Plätze 5 bzw. 6). Riesige
Windenergieanlagen bestimmen zunächst das Bild. Auch „richtige“ Wind-
und Wassermühlen sind in dieser Region reichlich zu finden. Unser
nächstes Ziel ist das Kloster
Mariensee, ein noch in Betrieb befindliches Zisterzienserkloster, das
wir über eine gegenüber der Hauptroute etwa gleich lange Alternativroute
erreichen. Auf der Homepage des
Klosters heißt es: „Etwa 1207 als Frauenkloster gegründet, in dem
die Regeln der Zisterzienser galten, wurde das Kloster in der
Reformationszeit nicht aufgelöst. Bis heute lebt ein evangelischer
Frauenkonvent im Kloster Mariensee. Nach
diesem Ausflug ins Geistliche geht es über Wulfelade
vorbei am Rittergut
Evensen aufs platte Land. Der Weg zackt des Öfteren. In Mandelsloh
verpassen wir mangels Hinweisschild die angeblich sehenswerte Osdagkirche,
laut Wikipedia „erster monumentaler Backsteinbau Norddeutschlands“.
Und weiter: „Die Backsteinbasilika St. Osdag wurde wahrscheinlich von
Heinrich dem Löwen um 1180 errichtet. Sie wurde nach dem burgundischen
Herzog Osdag benannt, der in einer Schlacht gegen die Normannen gefallen
sein soll.“ Quelle Hinter Niederstöcken sehen wir mal wieder die Leine – ein recht seltener Anblick für einen Flussradweg – und erreichen bald Schwarmstedt. Die Homepage der Stadt listet einige Sehenswürdigkeiten auf, darunter diese: „Die Alte Burg in Schwarmstedt repräsentiert einen seltenen Typ des barocken Fachwerkbaus. Das Gebäude wurde 1632 erbaut und fällt besonders durch seine Geschossüberragende Giebelwand auf. Früher sollen hier die unverheirateten Töchter der Familie von Bothmer gewohnt haben.“ Sehenswert ist auch Harrys klingendes Museum, das „eine der schönsten Sammlungen mechanischer Musikinstrumente in Norddeutschland“ präsentiert. „Gezeigt und vorgeführt werden Meisterwerke mechanischer Musik von den Anfängen bis 1920. Der Einfallsreichtum jedes Stückes wird die Erwachsenen zum Staunen bringen und das Geheimnisvolle die kleinen Besucher.“ Quelle Schwarmstedt
hat sogar einen Hafen: "Der jetzige Leinehafen in Schwarmstedt
mit Anlegesteg ist Ausgangspunkt für Wasserwanderer. Im Hafengebäude des
Angelverein Schwarmstedt können Bootswanderer auch übernachten. An der
Hafenausfahrt steht die Bronzeplastik „PaarPferd“ des hiesigen Künstlers
Siegfried Steege." Von Schwarmstedt fährt die Eisenbahn nach
Hannover und Walsrode (Heide-Bahn). mehr Bothmer
heißt auch der nächste Ort, wo es rechter Hand ein Schloss anzuschauen
gibt. Nicht zu verwechseln mit dem riesigen Schloss gleichen Namens in
Mecklenburg-Vorpommern. „Der Schlosspark mit sehenswertem altem
Baumbestand bildet das romantisch ruhige Umfeld des Gästehauses, des
Restaurants und der Reitanlage.“ Quelle Kurz
hinter Bothmer biegen wir bei der stattlichen Bothmer Mühle, einem Galerie-Holländer, rechts ab an die Leine,
die kurz darauf in die Aller mündet, und radeln über Grethem weiter nach Ahlden
mit seinem Schloss. Bei
Wikipedia lesen wir u. a.: „Schloss Ahlden … entstand ab 1549
als Wasserschloss an der Aller. Der dreiflügelige Schlossbau ist heute in
Privatbesitz und wird als Kunstauktionshaus genutzt. Das Schloss präsentiert
sich im Wesentlichen als Fachwerkbau, lediglich das Erdgeschoss des Westflügels
ist aus Backstein gemauert. Der Bau besteht heute aus drei
zweigeschossigen Flügeln in Hufeisenform, die ab 1549 entstanden. In früheren
Jahrhunderten war die Anlage zeitweise fast geschlossen und hatte einen
Innenhof. Die einzelnen Gebäudeflügel dienten nicht nur dem Wohnen, es
handelte sich auch um Stallungen und Remisen. Quelle Ab
Ahlden geht die Fahrt ostwärts bis Hodenhagen,
das durch seinen südlicher gelegenen Serengeti-Park bekannt wurde. Hier
finden wir an der ziemlich lauten Hauptstraße endlich ein Lokal, das geöffnet
hat. Nach der Stärkung nehmen wir nun die letzten Kilometer, vorbei an Düshorn
und Walsrode, nach Bad
Fallingbostel in Angriff. Die Einfahrt zum Lönsgrab in Tietlingen
verpassen wir, weil diese nur aus Richtung Fallingbostel mit einem großen
Schild gekennzeichnet ist. Für alle Fälle: Die Einfahrt befindet sich
gleich neben dem schmucken Hotel Sanscoucci (mit Biergarten). Übernachten am Leine-Heide-Radweg Walsrode/Fallingbostel
Leine-Heide-Radweg:
Hannover-Leinefelde-Worbis Süd GPX-Datei
meiner Tour - Tour
bei Google Earth (muss auf Ihrem PC installiert sei - Download hier) Radwanderführer
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Karte
und offizielle Homepage des
Modernes Hannover:
Gehirnforschungszentrum
Hannovers Freizeitoase: der Maschsee.
Das Leineschloss am Rand der Altstadt.
Scillablüte auf dem Lindener Berg.
Denkmal für General Scharnhorst in Bordenau, ...
...
wo auch sein Geburtshaus steht.
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