Auf dem Donauradweg von Straubing
nach Donauwörth
Die
beiden hier beschriebenen Etappen führen uns nach Kelheim und am
nächsten Tag nach Marxheim. Der kleine Ort liegt an der Mündung des Lechs
in die Donau. Gleich gegenüber der Mündung befindet sich die
Bruckwirtschaft, ein gemütliches Gasthaus mit Biergarten, wo man herrlich
ruhig übernachten kann.
Als wir
in Straubing starten, hängen einige dunkle Wolken
am Himmel. Wir radeln durch eine reizvolle Landschaft, müssen dabei aber
gegen den leicht auffrischenden Westwind ankämpfen. 77 km liegen vor uns
- eine vergleichsweise kurze Etappe.
Übernachten
am Donauradweg Straubing
Von
Straubing nach Kelheim
Straubing war wirklich einen Aufenthalt wert, und so steigen wir am Morgen
gut gelaunt aufs Rad. Vom Quartier aus sind wir in ein paar Minuten an der
Donau, die hier ein paar mächtige Bögen schlägt. Über Sossau,
wo ich vor ein paar Jahren mal neben einer die ganze Nacht hindurch die
Stunden schlagenden Kirche zu schlafen versucht habe, führt der Weg durch
Kößnacht. Globale Richtung: Nordwest. Und von dort weht uns auch
der leichte Wind ins Gesicht.
Kurz vor Pillnach biegen wir links ab und nehmen den Weg vor der
Autobahn. Es geht durchs Neubruch, immer knapp hinterm Deich, auf
teilweise geschotterten Wegen weiter. In Kiefenholz brauchen wir
dringend eine Pause, da kommt das kleine Gasthaus dort wie gerufen.
Wer viel Zeit hat, kann, bevor der Weg links Richtung Donau abzweigt,
geradeaus weiterradeln, um noch einen Abstecher nach Wörth zu
unternehmen. Der dortige Ortskern wird beherrscht von der
Expositurkirche Sankt Michael. Im Ortsteil Hofdorf gibt es ein Nostalgiemuseum
mit vielen Exponaten aus der Region. Das denkmalgeschützte Haus
samt
Nebengebäuden stammt aus der Biedermeierzeit und wurde 1845 erbaut.
Zurück
nach Kiefenholz. Der einst hochwassergeplagte Ort
profitierte davon, dass 1976/77 die Rhein-Main-Donau AG mit dem Ausbau des
Stromes zur Großschifffahrtsstraße begann. Dabei wurde der bestehende
Damm erhöht und verstärkt. Die Donau ist seit dem Stau bei Geisling im
Bereich Kiefenholz über fünf Meter tief und teilweise gut 500 Meter
breit. Quelle
Auf Höhe Kruckenberg lohnt es sich, mal auf den Deich zu klettern.
Von dort öffnet sich ein weiter Blick über die mächtige Donau.
Nun beginnt ein langes, auch bei Skatern sehr beliebtes Stück Weg, das
uns unterhalb der imposanten Walhalla gen Donaustauf und
weiter nach Regensburg führt.
Über die Walhalla lesen wir bei Wikipedia:
"In der Gedenkstätte Walhalla (nach Walhall, „Halle der
Gefallenen“) in Donaustauf (Oberpfalz) werden seit 1842 bedeutende
Deutsche sowie mit der Geschichte Deutschlands und der deutschsprachigen Völker
verbundene Persönlichkeiten mit Marmorbüsten und Gedenktafeln geehrt.
... Der Architekt Leo von Klenze errichtete den als „Ruhmestempel“
gedachten Bau von 1830 bis 1842 im Auftrag König Ludwigs I. von Bayern
hoch über der Donau bei Regensburg.
Die Walhalla entstand im klassizistischen Stil und erhielt die Gestalt
eines marmornen griechischen Tempels nach dem Vorbild des Parthenon in
Athen. Benannt ist sie nach Walhall, der Wohnstatt der tapfersten
gefallenen Krieger in der germanischen Mythologie."
Ein Besuch der Walhalla lohnt sich, auch wegen der schönen Aussicht über
die Donau. Nun ist es nicht mehr weit bis Regensburg. Über die
Steinerne Brücke, die aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts stammt,
radeln wir in die vom mächtigen Dom überragte Altstadt. Diese gehört
seit dem 13. Juli 2006 zum UNESCO-Welterbe.
- 2008 hatte Regensburg, Regierungssitz der Oberpfalz und Sitz des
Landrats des Landkreises
Regensburg, 133.500 Einwohner.
Wir
radeln durch die Gassen, wo ein buntes, nahezu südländisches Treiben
herrscht. Kein Wunder, hat die Stadt doch immerhin drei Hochschulen und
entsprechend viele Studenten. Zudem ist sie Bischofssitz der römisch-katholischen
Diözese Regensburg.
Angesichts des Doms kommt man sich ziemlich klein vor. Die beiden 105
Meter hohen Türme des Regensburger
Domes, einem Hauptwerk der Gothik in Süddeutschland, sind wahrlich
beeindruckend. Eigentlich muss man in dieser Stadt Quartier nehmen und
sich viel Zeit lassen. Regensburg verfügt nämlich über 1500
denkmalgeschützte Gebäude. Davon bilden 984 im historischen Kern das
Ensemble „Altstadt mit Stadtamhof“. Die Stadt hatte Glück und blieb
im Zweiten Weltkrieg von Bomben weitgehend verschont.
Sehenswürdigkeiten
in Regensburg
Eine wirklich tolle Stadt! Durch den Besuch auf den Marktplatz waren wir
ernährungstechnisch in Sachen Vitaminen bestens versorgt. Aber wie das
Leben manchmal so spielt, hält es manche Verlockung am Wegesrand bereit.
So auch das "Schwalbennest", einen urgemütlichen
Biergarten in Sichtweite der riesigen Autobahnbrücke bei Sinzing.
Da muss man einfach einkehren. Ich nehme Bratwürstl mit Kraut und bin
damit satt für den Weg zu unserem Quartier. Wir radeln auf sehr gutem
Untergrund weiter, der Straße über Matting. In Bad Abbach queren
wir über eine filigrane Hängebrücke den Strom. Trotz des immer noch
herrschenden Gegenwind genießen wir die restlichen Kilometer bis Kelheimwinzer,
wo wir direkt neben der Barockkirche und nur 50 m vom Donauradweg entfernt
unser Quartier beziehen. Der Hausherr hat früher für eine Firma aus der
Nähe Hannovers gearbeitet. So kommen wir schnell ins Gespräch.
Übernachten
am Donauradweg Kelheim-Kelheimwinzer
Der Abend ist für einen Besuch des etwa 4 km entfernten Städtchens Kelheim
reserviert, wo der Main-Donau-Kanal in die Donau mündet. Unser
Mitradler Thomas feiert an diesem Abend seinen 44. Geburtstag und lädt
uns ein in die Brauereigaststätte von Schneider Weiße. Es wird ein
lustiger Abend.
Der Donaudurchbruch
Der
nächste Morgen verlangt Pünktlichkeit, denn wir wollen mit dem
Donauschiff den Donaudurchbruch nach Weltenburg
"bezwingen". Die Plackerei über den Berg muss man wirklich
nicht haben. Daher sind wir schon um 9 Uhr am Schiffsanleger. Es ist
wirklich ein Genuss, einen Radeltag so zu beginnen. Langsam gleitet das
Schiff unterhalb der Befreiungshalle durch das immer enger werdende Tal.
An den felsigen Böschungen sehen wir Heiligenfiguren. Hier hat die Kraft
des Wassers den Strom sich tief eingraben lassen. Und auch heutzutage
zeigt die Donau alle paar Jahre ihre ganze Kraft. Im Kloster
Weltenburg, das wir nach knapp dreiviertelstündiger Fahr
erreichen, sind dann regelmäßig die unteren Stockwerke überflutet.
Es wimmelt selbst zu dieser frühen Stunde von Touristen. Wir haben
Sonnabend. Ein Weltenburger Klosterbier direkt an der Quelle zu probieren,
ist Ehrensache. Denn zuhause schmeckt es einfach nicht so gut wie mit
Blick auf die Klostermauern.
Hier befinden wir uns an einer wirklich interssanten Stelle, über die es
im Internet viel zu erfahren gibt, u.a. beim Wissenportal Wikipedia:
"Die
Kalkstein-Formationen tragen phantasiereiche Namen wie die drei
feindlichen Brüder, Räuberfelsen, Kuchelfelsen, Bayerischer Löwe,
Bischofsmütze, Zwei Sich-Küssende, Römerfelsen, Peter und Paul,
Bienenhaus (ein Stein mit Höhlungen wie Bienenwaben), Napoleons
Reisekoffer (den er vergessen haben soll beim Rückzug).
Vor Kelheim befindet sich das Klösterl,
ein auf eine Einsiedelei von 1450 zurückgehendes ehemaliges Kloster,
dessen 1603 neu erbaute Höhlenkirche mit natürlichem Felsdach und stark
beschädigten Fresken im Inneren eine Besonderheit unter den europäischen
Felsenkirchen
darstellt.
Das ursprüngliche Tal der Donau war das Altmühltal.
Erst seit der Rißeiszeit
änderte die ursprünglich weiter nördlich entlang der Linie Wellheim –
Dollnstein – Eichstätt – Beilngries – Riedenburg fließende Urdonau
(in diesem Abschnitt auch Altmühldonau genannt) ihren Lauf und benützte
nunmehr die durch die rückschreitende Erosion bereits vorbereitete
Weltenburger Enge; die Donau ist insoweit also nicht aktiv durchgebrochen."
Quelle und mehr: Wikipedia
Kloster
Weltenburg
Das um 620 gegründete Kloster gilt als das älteste Kloster in Bayern und
liegt auf einer Donau-Halbinsel am Eingang des wild-romantischen
Donaudurchbruchs. Im 8. Jahrhundert übernahmen die Mönche die Regeln des
Hl. Benedikt. Wechselvoll und gleichzeitig faszinierend stellt sich die
Geschichte des Kloster Weltenburg dar. Heute sehen die derzeit 14 Mönche
der Benediktinerabtei ihre Aufgaben vor allem in der Pfarrseelsorge und in
der Gästebetreuung. Quelle:
tourismus-landkreis-kelheim.de
Nach
Neuburg
Hinter Weltenburg nehmen wir die Straße Richtung Staubing, von wo
es nun bergauf geht in ein stattliches Hopfenanbaugebiet. Vorbei am Kurort
Bad Gögging führt der Radweg nun Richtung Neustadt an der
Donau. Dort habe ich auf meiner ersten Donautour übernachten. Es war
das Jahr 1999, als beim Donauhochwasser der
Deich brach und einen Teil der Stadt überflutete. Damals roch es heftig
nach Heizöl, und auf einem Platz lagen jede Menge abgesoffener und
ausgebauter Tanks. Es war ein immenser Schaden. Ein Textilgeschäft war
bis unter die Ladendecke abgesoffen. Mehrere Fahrgeschäfte des
Volksfestes soffen ebenfalls ab, weil der Abbau nach dem Deichbruch nicht
mehr möglich war.
Bei
Wikipedia lesen wir: "Die
Altstadt von Neustadt ist bis heute noch in ihrem historischem
Kern erhalten. Sie ist, mit Ausnahme des süd-östlichen Teils, der so
genannten Löwengrube, typisch für eine wittelsbacher Stadtgründung,
weitgehend geprägt von regelmäßiger Anlage und quadratischem Grundriss.
In der Löwengrube wird die ursprüngliche Siedlung Trephenau vermutet.
Von der ehemaligen Stadtbefestigung sind noch einige Stadtmauerpartien,
die Graben-Wall-Anlagen sowie drei Türme erhalten. Die drei Stadttore
wurden im 19. Jahrhundert abgetragen.
In
dieser Zeit wurde der Stadtwall mit einer Bepflanzung versehen, so dass
die Altstadt heute von einer mächtigen Kastanienallee umrahmt ist.
Hierbei ist ein Grünzug entstanden, der einzigartig ist in seiner Art.
Sehenswert ist das Schiff der gotischen Stadtpfarrkirche St.
Laurentius sowie das ebenfalls gotische Rathaus. Der Turm der
Stadtpfarrkirche wurde im 2. Weltkrieg zerstört und Ende der 1940er durch
einen Neubau ersetzt." Quelle
Bei Wöhr queren wir die Donau und radeln über Pförring und Wackerstein
mit seinem Schloss nach Vohburg, wo wieder das Ufer gewechselt
wird. Der Burgberg mit Schlossruine überragt die zum Kreis Pfaffenhofen
gehörende Stadt Vohburg.
Bei
Wikipedia efahren wir: "Der Burgberg beherbergt meist sakrale
und historische Gebäude: die Peterskirche, den Friedhof, die Überreste
der Vohburg, das Pflegschloss, alte Stadel und Keller, den Wasserturm und
im Süden den Pfarrhof.
Vor
der allgemeinen Elektrifizierung im 20. Jahrhundert nutzten die Bewohner
der Hänge des Burgbergs kleine Höhlen und Verschläge, um im kühlen
Felsmassiv Nahrung zu lagern. An der Ostseite des Bergs befinden sich größere
Keller, die in den Burgberg hineinreichen und auf denen von den Anwohnern
terrassenartig Gärten angelegt wurden. Diese Terrassierung zeigt sich
auch rund um den Burgberg." Quelle
Nach
Ingolstadt
Nun folgt der Radweg dem Donauufer flussnah, wechselt bei Großmehring
noch einmal das Ufer und erreicht hinter der Eisenbahnstrecke das Zentrum
der mit 123.925 Einwohnern nach München zweitgrößten Stadt Oberbayerns:
Ingolstadt - bei Audi-Fahrern ein Begriff. 1945 richtete die „Auto
Union AG“ in der Stadt ein Ersatzteillager ein. Da der Stammsitz in
Chemnitz und seinen Außenwerken in Zwickau und Zschopau in der sowjetisch
besetzten Zone lagen, konnte aufgrund von Demontage und Auflösung dort
nicht mehr produziert werden. Aus dem Grund errichtet die AUTO Union in
Ingolstadt eine neue Fabrikationsanlagen in der Friedenskaserne ein. Hier
lief 1949 die Produktion des bis zum Kriegsende in Zschopau gefertigten
DKW-Schnelllaster an. Damit gelang Ingolstadt der Eintritt in die
Automobilherstellung. 1950 folgte ebenfalls aus Chemnitz die „Schubert
& Salzer Maschinenfabrik AG“, die bereits 1938 Mehrheitseigner der
„Despag“ geworden war.
Die
Stadt ist schon sehr alt: Die erste schriftliche Erwähnung Ingolstadts
findet sich in der Reichsteilungsurkunde Karls des Großen, der Divisio
Regnorum vom 6. Februar 806.
Am
13. März 1472 wurde Ingolstadt Sitz der ersten bayerischen
Universität. Die im Jahr 806 erstmals erwähnte Stadt feierte 2006 das
1200-jährige Jubiläum und besitzt eine weitgehend erhaltene historische
Altstadt.
Der Wasserstand der Donau beträgt in Ingolstadt bei Niedrigwasser 96
Zentimeter, während der langjährige mittlere Wasserstand bei 218
Zentimetern liegt. Beim Jahrhunderthochwasser
im Mai 1999 lag der Pegel bei 748 Zentimeter. Im Bereich der Stadt
Ingolstadt ist die Donau zwischen 80 und 100 Meter breit, wobei sie bei
der 1971 errichteten Staustufe in einem Stausee auf maximal 500 Meter
Breite gestaut werden kann. Quelle: Wikipedia
Bei der Staustufe queren wir wieder den Strom und radeln entlang eines
Waldgebietes und der Bahnstrecke nach Weichering. Nun wird es
einsamer, bis plötzlich vor uns im Auwald das Jagdschloss Grünau
auftaucht.
Dazu heißt es bei Wikipedia: "Das
Jagdschloss Grünau liegt etwa sieben Kilometer östlich von Neuburg
an der Donau im größten zusammenhängenden Auwaldgebiet
Mitteleuropas. Der
Wittelsbacher Pfalzgraf Ottheinrich ließ das Jagdschloss für seine
Ehefrau Susanna von Bayern errichten. Der Baubeginn des im
Renaissance-Stil errichteten Schlosses erfolgte etwa 1530, die
Fertigstellung 1555. Die Fresken in den oberen Stockwerken wurden meist
von Jörg Breu dem Jüngeren geschaffen.
Ursprünglich
wurde Grünau als Wasserschloss erbaut, allerdings sind die Gräben
inzwischen verlandet. Heute befindet sich das Jagdschloss im Besitz des
Wittelsbacher Ausgleichsfonds." Quelle
und mehr
Nach
Donauwörth
Von Grünau führt der Weg schnurgerade westwärts bis zur Donaubrücke in
Neuburg. Majestätisch thront das Schloss über der Stadt.
Auf der Homepage der Stadt lesen wir: "Neuburg an der Donau
war seit 1505 Haupt- und Residenzstadt des neugegründeten Fürstentums
Pfalz-Neuburg. Sein erster Pfalzgraf, Ottheinrich (1502 – 1559), verkörperte
den typischen weltoffenen Renaissancemenschen. Er verschaffte dem neuen
Geist in Architektur und Kunst, Politik und Wirtschaft auch in seiner
Residenz Geltung. 1522 begann Neuburgs glänzendste Zeit, und es
entstanden Residenzschloss, Hofkirche, Schlosskapelle und das Jagdschloss
Grünau." Quelle
Nach einem ausgiebigen Stadtbummel queren wir wiederum die Donau und
radeln nun ab Riedensheim bergan. Der lange Anstieg wird durch eine
schöne Aussicht belohnt. Vorbei an Rennertshofen erreichen wir
Bertoldsheim mit seinem Barockschloss (mehr Informationen rechts
weiter unten). Dort kehren wir noch einmal im uns
bereits bekannten Biergarten ein, ehe wir in Marxheim nach einem
langen Tag unser Quartier an der Lechmündung erreichen.
Tipp:
Zunächst fahren wir auf der Straße gen Marxheim. Vor dem Wald kann man
links abbiegen und entflieht so dem Autoverkehr bis kurz vor Ortseingang.
Schöne Walddurchfahrt!
Übernachten
am Donauradweg Marxheim
Kunst in Leitheim
Von
dort ist es nicht mehr allzu weit nach Donauwörth. Allerdings darf
man sich nicht erschrecken, denn nach der ersten Biegung in Marxheim
stehen wir gleich vor einer längeren Steigung. Aber wir haben ja gut
gefrühstückt und sind ausgeruht, so dass wir den Schlossberg
leicht bezwingen. Kurz hinter Lechsend beginnt dann der Anstieg nach Leitheim,
zum Glück nicht mehr auf der Straße, sondern auf einem separaten Radweg.
Vom Schloss Leitheim, das in Privatbesitz ist und gelegentlich für
Kunstausstellungen genutzt wird, hat man einen schöönen Blick über das
Donautal.
Über Altisheim und, im Ort abbiegend Richtung Lehenfeldsee an den
Donaudeich, geht die Fahrt weiter. Hinter Zirgesheim unterqueren
wir die Autobahn und rollen nach Donauwörth hinein.
Auf der Homepage der Stadt erfahren wir: In der Mitte von
Deutschlands bekannter Ferienroute, der "Romantischen Straße"
trifft man am Zusammenfluss von Donau und Wörnitz auf Donauwörth,
die "Bayerisch-schwäbische Donauperle an der Romantischen
Straße".
Die Heilig-Kreuz-Kirche liegt beherrschend oberhalb des Talrandes am
westlichen Abhang des Stadtkerns. Interessant ist der mit der Steigung der
Straße abfallende Kirchenbogen - eine natürlich erhöhtee Tribüne
sozusagen.
Übernachten
am Donauradweg
Donauwörth - Ulm
Bei
Wikipedia ist u.a. zu lesen: Das Deutschordenshaus in Donauwörth
ist eine der ältesten Niederlassungen des Deutschen Ritterordens. Der Orden wurde 1197 gegründet.
Die
Reichsstraße bildet das Kernstück der Stadt. Ihren Namen verdankt die
Straße der Tatsache, dass sie Bestandteil der Straße des Heiligen Römischen
Reiches war, die die Reichsstädte Nürnberg und Augsburg miteinander
verband. Sie ist heute Teil der Romantischen
Straße. Entlang der Straße steht ein Ensemble bürgerlicher Giebelhäuser.
Durch die Bombenangriffe am 11. und 19. April 1945 wurde die Reichsstraße
nahezu vollständig zerstört. Der originalgetreue Wiederaufbau begann
1946.
Als letztes von vier großen Ausfalltoren der Stadtmauer ist das Rieder
Tor erhalten geblieben. Das Gebäude in seiner heutigen Erscheinung
stammt aus 1811. Es beherbergt heute das „Haus der Stadtgeschichte“. Quelle
Fotos: Dieter Hurcks
Eine
Seltenheit bietet die Kath. Stadtpfarrkirche „Zu Unserer Lieben Frau“,
deren Innenraum die Steigung der Straße nachvollzieht und um 120 cm abfällt,
so dass die hinten Sitzenden zum Altar einen Blick wie von einer Tribüne
haben. In diesem gotischen Backsteinbau läutet die „Pummerin“, die
mit 131 Zentnern schwerste Glocke in Schwaben.
Weitere Sehenswüdigkeiten sind das Käthe-Kruse-Puppen-Museum im ehemaligen Kapuzinerkloster an der Pflegstraße und die im gleichen Gebäude untergebrachte
Werner-Egk-Begegnungsstätte, die das Werk des weltbekannten Komponisten (1901 bis 1983) pflegt. Aus einer
Audio-Anlage kann der Besucher aus 18 Stunden Egk-Musik Hörproben auswählen. Der Stadt widmete Egk („Die Zaubergeige“) 1982 sein einziges Streichquartett „Die Nachtigall“. Auch ein Denkmal am Stadtwall sowie der
Werner-Egk-Kulturpreis erinnern an den Komponisten.
Ein prachtvolles Ensemble bildet das ehemalige Benediktinerkloster, dessen Geschichte bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht. Die barocke Heiligkreuzkirche überragt die gesamte Stadt. Das Rathaus mit seinem mittelalterlichen Charakter und das prächtig ausgestattete Fuggerhaus lohnen ebenso ein Verweilen wie das Tanzhaus, heute Archäologisches Museum.
Quelle: www.donauwoerth.de
Mehr über die Sehenswürdigkeiten von Donauwörth hier
Teil
1 (Passau-Straubing) - Teil 3 (Donauwörth-Ulm)
Radwanderführer
Donauradweg Passau-Wien
zurück zur Hauptseite
|
Idyllisch: Donau bei Kiefenholz.

Stattlicher Strom: Donau bei Friesheim.

Die Walhalla konserviert deutsche Geschichte.

Blick auf die alte Brücke in Regensburg - die älteste
noch in Betrieb befindliche Brücke Deutschlands.

Nahe des Regensburger Domes stärkten wir uns
auf dem Wochenmarkt.

Hier sind Ausgangspunkt und Ziel unserer
Donau-Radtour schon ausgeschildert.
Die Befreiungshalle überragt Kelheim.
Marienfigur im Donaudurchbruch bei Weltenburg.

Mit dem Schiff geht´s leichter als per Rad über
die hohen Felsen.

Kloster Weltenburg kommt in Sicht
Bei Weltenburg.

Hopfenanbaugebiet bei Neustadt/Donau.
Hopfen.

Stadttor in Ingolstadt: Kreuztor.

Jagdschloss Grünau bei Ingolstadt.

Blick auf das Schloss in Neuburg.
Schloss Leitheim
Schloss
Leitheim: Der repräsentative Sommersitz und Prototyp eines
geistlichen Herrensitzes wurde von den Zisterziensern von Kaisheim
1680-1696 erbaut und 1740-1751 um ein zweites Stockwerk erweitert. Es
stellt somit ein herausragendes Werk aus der Blütezeit des bayerischen
Rokokos dar.
Das Schloss ist seit 1835 im Besitz einer Linie der Tucher von Nürnberg
und wurde nach der Renovierung 1960-70 der Öffentlichkeit zugänglich
gemacht. Seit 1959 werden im Rokokosaal die „Leitheimer Schloßkonzerte“
durchgeführt.
Quelle: www.tucher-leitheim.de
Rennertshofen:
Die Gründung des Marktes Rennertshofen, zwischen Donau und Jura, ist auf
eine alemannische oder aber bajuwarische Gründung wahrscheinlich um das
7. Jahrhundert zurückzuführen. Seit dem 31. Oktober 1335 besitzt
Rennertshofen das Marktrecht.
Das
Marktstraßen-Ensemble mit barocker Pfarrkirche und Renaissance-Rathaus
(1. Hälfte des 16. Jahrhunderts) und die historische Marktmauer mit noch
erhaltenen Tortürmen laden zur Besichtigung ein.
Bertoldsheim:
zwischen 1718 und 1730 erbautes dreiflügeliges Barockschloss, ein
Meisterwerk des Eichstätter Baumeisters Gabriel de Gabrieli (Bauherr war
der kaiserlich und kurpfälzische General Freiherr Fortunat von
Isselbach). Ein Abstecher lohnt, jedoch ist der Innenbereich des Schlosses
nicht zugänglich. Quelle:
www.rennertshofen.de

Abendstimmung an der Donau bei Marxheim.

Bei Leitheim, kurz vor Donauwörth, wird´s nochmal richtig hügelig.
Stadtkirche Donauwörth.

Radtouren-DVDs
- ideal für Beamerschauen
Info und bestellen hier
|