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| Autor: Andrzej Jurczewicz Copyright
RMB 12/2009 Eine
Radtour von Danzig über Königsberg nach Riga - einschließlich der Kurischen
Nehrung. -
Flyer
2012 als PDF |
Einträge
für Zimmervermieter |
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Vier Länder der Ostsee Von
Polen ins Baltikum per Fahrrad und Bus Reiseverlauf
+ Erfahrungsbericht
Individuelle
Anreise nach Gdansk/Danzig. Empfehlenswert
sind lange Spaziergänge entlang des Flusses, wo es die wichtigsten
Sehenswürdigkeiten der Stadt gibt: etwa das Kranentor, den berühmten
Danziger Wasserkran, dazu malerische Speicher und wunderschöne, auf der
Insel Moltawa gelegene Mietshäuschen. Die Stadt wurde von einem
tschechischen Bischof und Missionar, dem heiligen Wojtech – Wojciech
gegründet. Übernachtung in Gdansk. Nach
dem Frühstück fahren wir mit unserem Bus zum Ausgangspunkt unserer
Radtour. An diesem Tag werden wir an den Armen des Weichseldeltas, in der
Weichselnehrung und am Frischen Haff unterwegs sein. Die Route führt
durch zahlreiche Erholungsorte, aber auch an Hitlers Konzentrationslager
Stutthof vorbei. Dort wurden in den Gaskammern mindestens 65.000
Insassen des Lagers umgebracht. Nach
Absprache mit der Gruppe kann eine geführte Besichtigung organisiert
werden. Weiter
geht es in die Umgebung des Frischen Haffs. Auf der Weichselnehrung
befinden sich an der Ostseeseite ausgezeichnete Sandstrände. Ihre gesamte
Länge beträgt 75 km (im polnischen Teil 49 km). Das Gebiet ist reich an
wunderbarer Natur, sauberem Wasser, Bernstein und zahlreiche Sehenswürdigkeiten.
Es herrscht Ruhe in einem spezifischen Mikroklima. Allein
an der polnischen Seite warten auf die Touristen 295 Objekte, von Kurorten
über Hotels, Erholungsorte, Campinghäuschen, Pensionate bis zu den
Zeltplätzen. An der russischen Seite der Halbinsel Samland
(polnisch: Sambia) gibt es die reichsten Bernsteinlagerstätten. Unser
Tagesziel ist Frombork/Frauenburg, gelegen auf der anderen Seite
des Frischen Haffs. Dort werden wir übernachten. Das Haff wird hauptsächlich
von folgenden Flüssen versorgt: Pregoła (Russland), Pasłęka,
Elbląg und Nogat (Polen). In seinen Gewässern leben einige zehn
Arten von Fischen, u.a. Aal, Zander, Barsch, Plötze, Brachse, Hering und
andere. Es leben hier auch zahlreiche Wasser- und Sumpfgeflügelarten. Übernachtung
und Abendessen in Frauenburg. Fahrradstrecke
ca. 45 km. 3.
Tag: Gebiet Kaliningrad/Königsberg – Ziel für Heimwehtouristen und
Bernsteinsammler Heute,
nach der Überschreitung der Grenze und den Zollformalitäten, werden wir
mit unserem Bus in Kaliningrad ankommen. Dort unternehmen wir eine
ca. vierstündige Tour zu Fuß und per Bus in der Stadt mit dem
Reiseleiter; anschließend freie Zeit bis zum Abendessen. Wie immer, haben
wir unseren Bus zur Verfügung. Übernachtung auch in Kaliningrad. Das
einstige nördliche Ostpreußen war Jahrzehnte lang Sperrgebiet und
für Ausländer eine verbotene Zone. Auch für viele Russen ist das Gebiet
Kaliningrads eine fremde Welt. Kirchen mit hohen, spitzen Türmen,
Backsteinhäuser und Dorfstraßen mit Kopfsteinpflaster gibt es sonst
nirgendwo in Russland. Seit 1991 ist das Gebiet eine Exklave, die vom
Mutterland durch drei Staatsgrenzen abgetrennt ist. Die
westlichste Großstadt Russlands trug nicht immer ihren Stadtnamen
Kaliningrad (zu Deutsch: Kalininstadt). Bis 1946 hieß die Stadt Königsberg
und war Hauptstadt von Ostpreußen im Deutschen Reich. 1946 wurde Königsberg
dann nach dem sowjetischen Politiker Michail I. Kalinin benannt, obwohl
bis heute kein Zusammenhang zwischen der Stadt und dem Politiker
nachweisbar ist. Heute ist die 215,7 km² große Stadt, mit 423,651
Einwohnern, Hauptstadt der Oblast Kaliningrad (russische Exklave). 4.
Tag: Der preiswerteste Bernstein der Welt Nach
diesem Tag ohne Fahrrad unternehmen wir heute eine wunderschöne Tour zum
Königreich des Bernsteines. In der größten Bernsteinmine der Welt
- dem Bernsteinkombinat Jantarny/Palmniken - wurden bis zum Jahr 2002 über
90% der Weltproduktion an Bernstein im Tagebau gefördert. Das
Samland schiebt sich wie eine Faust zwischen Frischem und Kurischem
Haff in die Ostsee vor. Berühmt wurde die Halbinsel durch ihren
Bernsteinreichtum – nirgends sonst findet sich das Gold der Ostsee in
solchen Massen wie hier. Der Bernsteinort Jantarny/Palmnicken war daher
lange ein Sperrgebiet im Sperrgebiet – selbst Einwohner des
Kaliningrader Gebiets durften ihn nur mit Sondergenehmigung betreten. Man
kann sehen, wie der Bernstein nach der Bearbeitung ausschaut und ihn dort
sehr günstig erstehen. Weiter
geht es auf den Fahrrädern in Richtung Swetlogorsk/ Rauschen. Im
Kaliningrader Gebiet stapfen immer noch viele Störche über die Wiesen,
auch die Dünen der Kurischen Nehrung haben nichts von ihrer Faszination
verloren. Während der Sowjetzeit wurden einige Badeorte der Vorkriegszeit
weiter ausgebaut. Am schönsten ist es in Swetlogorsk, dem einstigen
Rauschen, wo man noch heute in alten deutschen Vorkriegs-Villen urlauben
kann. Am Ostsee-Strand lassen sich auch immer noch viele Bernstein-Stücke
finden. Übernachtung und Abendessen in Swetlogorsk/Rauschen . 5.
Tag: Kurische Nehrung – Mitteleuropas größte Wüste Die
schmale Landzunge zwischen Ostsee und Kurischem Haff ist eine der
atemberaubendsten Landschaften Europas. Über 100 Kilometer ist die
Nehrung lang und gleichzeitig an der schmalsten Stelle nur wenige 100
Meter breit. Die heutige Tour werden wir mit dem Bus beginnen und von Selenogradsk/Cranz
(Russland) aus die ganze Nehrung in zwei Etappen mit dem Fahrrad erkunden.
Die erste Teilstrecke führt bis Nida/Niden/Lt., die zweite bis Klaipeda/Memel. In
den vergangenen Jahrhunderten wurde hier beständig Meeressand angespült,
der sich zu endlos langen, hohen Dünen auftürmte. Vor dem 2. Weltkrieg
drehten deutsche Regisseure hier die Wüstenszenen ihrer Kinofilme. Heute
ist die Kurische Nehrung zweigeteilt. In der Nähe der Siedlung Morskoje/Pilkoppen
verläuft die russisch-litauische Grenze. Auf russischer Seite ist die
Nehrung als Grenzgebiet und Nationalpark gleich zweifaches Sperrgebiet.
Besuche sind offiziell nur mit Sondergenehmigung möglich. Auf litauischer
Seite ist der Fremdenverkehr wesentlich besser entwickelt. Beliebtester
Urlaubsort auf der Nehrung ist Nida/Nidden, wo vor dem Krieg schon
Thomas Mann ein Ferienhaus besaß. Übernachtung in Nida/Niden. - Fahrradstrecke
ca.50 km. 6.
Tag: Nida, kurischeNehrung... ...leere
wunderschöne Strände der Ostsee. Wir besuchen Jodkrante/Schwarzort,
mit rund 720 Einwohnern das zweitgrößte Dorf auf der Kurischen Nehrung,
und die größten europäischen Dünen, den Hexenberg mit monumentalen
Skulpturen aus Eichenholz, die aus litauischen Märchen entlehnt sind. Wir
bewundern die Baukunst der malerischen Fischerhäuser, in denen einst
prominente Schriftsteller wie Thomas Man Urlaub machten. Dann
begeben wir uns auf eine der schönsten Fahrradrouten, genießen die
Stille und den Duft der Kieferbäume, radeln auf der Spur des Wildes, den
Adler hoch über uns - dies alles vor der Szenerie der Kurischen
Nehrung. Thomas
Mann hat
zum ersten Mal die Stadt Nida im Jahre 1929 besucht. In seinen
Erinnerungen hat er später geschrieben: „Wir haben einige Tage im
Fischerdörfchen von Nida verbracht. Wir sind so von der unsagbaren
Eigenart und Schönheit der Natur, phantastischen Welt der wandernden Dünen,
den Kieferwäldern, in denen die Elche wohnen, begeistert, dass wir
beschlossen haben, hier eine ständige Heimstätte zu erwerben”. In
den Jahren 1929 bis 1930 wurde gemäß dem Projekt vom Architekten H.
Reissmann in Nida auf dem Uosves (Schwiegermutter) Berg ein an das Gebäude
von Fischern erinnerndes Haus gebaut. Am 16. Juli 1930 ist Thomas Mann mit
seiner Familie in sein neues Landhaus gekommen. Der Schriftsteller mit
seiner Familie hat in Nida drei Sommer (1930-1932) verbracht. Hier
hielt er sich an die gewöhnliche Tagesordnung an. Weiter hat er
“Juozapas und seine Brüder”, Essaystik “Mein Landhaus”, Artikel,
Briefe für die Redaktionen, Verlage, Dolmetscher, Freunde geschrieben. Im
Jahre 1933 wurde Thomas Mann mit seiner Familie gezwungen, von Deutschland
zu emigrieren und ist nicht mehr nach Nida zurückgekommen. Wir
schauen uns mit einem Stadtführer interessante „Schlupfwinkel“ in Klaipeda/Memel
an, wo wir auch übernachten. - Fahrradstrecke
ca. 50 km 7. Tag: Lettland, Liepāja, Lipawa, Libau, Liepoja, Либава, Liibavi von Kurland Nach
dem Frühstück geht es auf Tour entlang der Ostseestrände in Richtung
der Grenze mit Lettland. Häufig gibt es Gelegenheit zum Bad im baltischen
Meer. Später ist eine kurze Busfahrt geplant und eine Stadtbesichtigung
mit Reiseführer. Liepaja/Libau ist heute nach Riga und Daugavpils/Dünaburg
die drittgrößte Stadt Lettlands. Wirtschaftlich ist besonders der
eisfreie Zugang zur Ostsee von Bedeutung. Die
Stadt entstand aus einem kleinen kurischen Dorf an der Mündung der Līva;
erstmals erwähnt wird der Ort als Lyva im Jahre 1253. An diesem Teil der
Ostseeküste landeten römische, byzantinische und skandinavische Schiffe.
Seit 1560 ist der Name Libau bzw. Liepāja dokumentiert. Die
Verleihung des Stadtrechts erfolgte 1625 durch Herzog Friedrich von
Kettler von Kurland, bestätigt 1626 durch König Sigismund III. Wasa von
Polen. mehr Obwohl
die Stadt während des Zweiten Weltkrieges im Oktober 1941 stark zerstört
wurde, besitzt sie noch immer eine Reihe herausragender Bau- und
Kunstdenkmäler. Heute ist sie eine durchaus sympathische Küstenstadt.
Wenn man an der Küste von Litauen nach Lettland entlang fährt, empfiehlt
es sich, hier eine Pause anzulegen. Die Stadt ist geprägt von einer
Unmenge an kunterbunten Katzen, einer Vielzahl von Wasserbrunnen und schönen
Parkanlagen. Empfehlenswert ist auch eine Fahrt mit der Straβenbahn,
weil man hier die wohl schönsten Fahrkarten Europas bekommen kann. Übernachtung
in Liepaja. - Fahrradstrecke
ca.35 km Mehr
über Libau - Liepaja
8.Tag:
Kuldiga/Goldingen,der Hauptstadt der Herzogtums von Kurland und Semgalen Nach
dem Frühstück fahren wir mit dem Bus nach Kuldiga/Goldingen, der
schönsten, anziehendsten und geheimnisvollsten Stadt Lettlands. Im Jahr
2007 zeichnete die Europäische Kommission „Die Stadt Kuldīga im
Urtal Venta” zur „European Destinations of Excellence“ aus. Im Jahr
2008 wurde die Altstadt von Kuldīga zum europäischen Kulturerbe
ernannt, da hier ganz unterschiedliche Kulturen mit unterschiedlichen
geschichtlichen Hintergründen aufeinander treffen. Die
Altstadt von Kuldīga mit dem einzigartigen, aus Holz gebauten, gut
erhaltenen Ensemble von Kleinstadtbauten des 17. und 18. Jh. ist die
einzige ihrer Art in Lettland. Die Natur mit der berühmten Stromschnelle Ventas
Rumba/Windau sowie der Wasserfall des Flüsschens Alex sind
beeindruckend. Das bedeutendste Objekt der Kulturgeschichte Kuldīgas
wurde 2008 restauriert: die alte Ziegelsteinbrücke über die Venta -
Herzstück des „lebendigen Museums”. In Kuldīga, der Hauptstadt
der Herzogtums von Kurland und Semgalen, wurde ein Teil der Schiffe des
Herzogs gebaut. Hier war auch die Geburtsstätte des bekannten Herzogs
Jacob, der sich in der heiligen Katharinenkirche trauen ließ. Dank
der reichen und bunten Geschichte ist Kuldiga eine beliebte Kulisse für
Film und Fernsehen. 29 Filme wurden hier bisher gedreht, unter anderem:
„Emils Streiche”, „Die Ziegelbrennerei”, „Feldmesserzeiten”,
„Unbesiegbarer”, „Das Ufer” und „Die Brücke”. Heute im
Programm haben wir noch die wunderschöne Fahrradtour längst des Ostsee.
Übernachtung in Ventspils/Windau. - Fahrradstrecke
ca.45 km 9. Tag: Alte livische Fischerdörfer Der
Hafen von Ventspils
wurde in den historischen Chroniken im Jahr 1263 zum ersten Mal erwähnt.
1290 wurde die Burg gegründet und Latran entstand, eine kleine Siedlung.
Die Siedlung wurde schrittweise erweitert und erhielt 1378 Stadtrechte. Das
17. Jahrhundert war für den Freihafen das Zeitalter des schnellen
Wachstums und der dynamischen Entwicklung. Unter der Herrschaft von Herzog
Jacob wurden mehr als 135 Schiffe in den Werften von Ventspils gebaut und
in andere europäische Länder verkauft. Ventspils war zu dieser Zeit ein
wichtiges Mitglied der Hanse, dem Verband der norddeutschen Handelsstädte. Ende
des 19. Jahrhunderts war ebenfalls eine Periode sehr rasanten Wachstums.
Damals war der Freihafen von Ventspils ein Teil des russischen Imperiums
und damit der erste Ostseehafen, der per Eisenbahn mit dem Landesinneren
und speziell mit Moskau und Ribińsk verbunden war. Der heutige Hafen
kann die größten Schiffe aufnehmen und abfertigen. Quelle: Wikipedia Den
heutigen Tag werden wir mit einer kurzen Busfahrt beginnen, ehe uns unser
Fahrradweg über interessante Naturpfade und durch alte livische Fischerdörfer
führt. Die Liven, die einst die nordkurländischen Küstengebiete
besiedelten, sind heute eine nahezu ausgestorbene Volksgruppe. Wir sehen
das alte Fischerdorf Kolka
und die markante Landspitze Kolkas rags, den nördlichsten
Punkt der kurländischen Halbinsel. An dieser ausgeprägten Landspitze von
Lettland bilden sich bei Sturm hohe Wellen. Fünf Kilometer vor Kolkas
Rags steht auf einer künstlichen Insel der Leuchtturm von Kolka. Auf dem
Meeresgrund um die Landspitze von Kolka liegen so viele Schiffswracks wie
kaum sonst in der Ostsee. Übernachtung in Riga. - Fahrradstrecke
ca. 35 bis 70km 10.
Tag: Riga, Riga, Riga 11.Tag:
Der Abschied von Lettland
Formular als PDF zum Ausdrucken Änderungen im Tourenverlauf möglich, auch nach Absprache mit der Gruppe siehe auch www.masurenradeln.de Video Danzig
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Der Frauenburger Dom und das Frische Haff.
Eine der schöneren Seiten Königsbergs.
Alt und neu kontrastieren in Königsberg besonders stark.
Der Dom zu Königsberg mit Rupp-Denkmal. Der Nachbau erinnert an den in Königsberg geborenen Publizisten und Theologen.
Begrünter Turm im russischen Svetlogorsk (Rauschen).
Einfahrt in die Kurische Nehrung auf russischem Gebiet.
Sand, wohin das Auge blickt ....
Eine andere Welt: Bunte Häuser in Nida (Nidden).
Leuchtturm in Nida.
Nationalpark auf der Kurischen Nehrung in Litauen.
Riga mit der Kirche St. Petri.
Jugendstilhaus in Riga.
Blick auf Riga und den Dom.
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