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Autor: Dieter Hurcks Copyright 9/2009

Vom Main-Donau-Kanal nach Eichstätt

Eine Radtour durchs Altmühltal gehört zum Pflichtprogramm eines jeden engangierten Tourenradlers - ein Erfahrungsbericht. Teil 2

Einträge für
Zimmervermieter

Quartiere an
Fernradwegen in
Deutschland

Altmühltal - ein echtes Radelparadies (1)
 
Eine Radtour von Hannover zum Bodensee führte uns auch durch das romantische Altmühltal.

2009 feierte der Altmühltalradweg seinen 30. Geburtstag. Er ist wohl die bekannteste Attraktion im Naturpark Altmühl. Auf den rund 166 Kilometern zwischen Gunzenhausen und Kelheim erlebt man die Natur von ihrer schönsten Seite, radelt neben Paddlern her und erlebt puren "Genuss am Fluss". Dieser Teil des Reisereports beschreibt die Tour von Kinding am Main-Donau-Kanal nach Eichstätt; Tour 2 beginnt am anderen Ende in Rothenburg/Tauber und führt ebenfalls nach Eichstätt.

Ins Altmühltal
Auf unserer Radtour von Norddeutschland in den Süden haben wir den Main-Donau-Kanal hinter uns gelassen und wollen nun von unserem Übernachtungsort Hilpoltstein ins schöne Altmühltal und dort bis nach Eichstätt radeln.



Dies ist die Strecke (74 km): ab Hilpoltstein auf dem Radweg NRA (Nürnberg - Rothsee - Altmühltal) nach Greding - Kinding - Altmühltalradweg bis Eichstätt

An diesem Tag geht es gleich am frühen Morgen hurtig bergauf in den Ort Solar und durch Feld und Wald. In der Ferne läuten die Glocken den zweiten Sonntag auf unserer Tour ein. Auf dem gut ausgeschilderten und ebenso befahrbaren Fernradweg NRA stehen uns noch einige Anstiege bevor, der längste hinauf nach Stauf, was wir denn auch als STeil hinAUF definieren. Schließlich sind wir ja am Rande der Juraberge. Aber wo's aufwärts geht, folgt als Belohnung fast immer eine Abkühlung durch den Fahrtwind bei einer rasanten Abfahrt. 33 Grad Celsius zeigt unser Thermometer schon gegen 11 Uhr.
Abschied von HIP, wie die geselligen Hilpoltsteiner sagten; wir folgen der Beschilderung zum "Radwanderweg Altmühltal".
Den Weg säumen zahlreiche Nussbäume. In den gepflegten Gärten blühen riesige Rosenstöcke. In Pyras, einem kleinen Dorf, sehen wir die Brauerei, deren Bier wir am Abend zuvor verkosten konnten. Hier wird überwiegend noch das Bier aus der Nachbarschaft getrunken, so dass lange Transporte entfallen und die Umwelt nicht unnötig leiden muss. Bald fahren wir parallel zur Autobahn A 9 und geraten in Greding beinahe auf selbige, weil wir nicht vermuten, dass der Radweg mitten durch einen großen Busparkplatz führt.

Einfahrt ins Altmühltal
Bei Kinding, wo es die besterhaltene Kirchenburg Bayerns zu bewundern gilt, unterqueren wir die Autobahn zweimal kurz hintereinander. Hier beginnt das in Radlerkreisen schon beinahe legendäre Altmühltal. Gleich im ersten Ort namens Ilbling ist eine Pause fällig. Dieses Tal muss man einfach genießen - und das Wetter tut (noch) ein Übriges dazu.
In Pfalzpaint brauchen wir schon wieder eine Verschnaufpause.

Hier verläuft ein Radweg namens "Via Raetica", der an die Geschichte dieses Landstrichs erinnert. Auf der Homepage des Naturparks Altmühltal erfahren wir: "Dem faszinierenden Erbe einer bewegten Epoche fühlt man sich hier besonders verpflichtet: Vor knapp 2000 Jahren verlief der Limes - seit 2005 UNESCO-Welterbe - quer durch den heutigen Naturpark, im Hinterland entstanden römische Siedlungen. Die Ausgrabungen, Bauwerke und Dokumentationen lassen die Jahrhunderte währende Herrschaft und Kultur der Römer wieder lebendig werden und ziehen jeden Betrachter in ihren Bann." Quelle

Die drückende Schwüle hinterlässt selbst bei unseren konditionsstarken Bergspezialisten erste Spuren. Gegenwind müssen wir zusätzlich in Kauf nehmen, der manchmal kräftig auffrischt. Es liegt jedenfalls was in der Luft ....
Schatten ist an diesem Tag heiß begehrt. An der alten Brücke in Pfünz, wenige Kilometer vor unserem Ziel, macht eine Ruhepause unter Bäumen wieder Kräfte frei. In Pfünz lockt übrigens ein altes Römercastell zur Besichtigung. Wir jedoch genießen diese kurze Tagesetappe, die uns jede Menge Zeit zum Planschen lässt. Eine Familie aus Rosenheim verbringt an der gleichen Stelle diesen herrlichen Sommertag.



Katholisches Eichstätt
Weiter geht die Fahrt vorbei an der Katholischen Fakultät der Universität und durch die mit vielen barocken Gebäuden bestückte Innenstadt Eichstätts nach Rebdorf zu unserem Quartier; es liegt unterhalb der beeindruckenden Willibaldsburg. Vom Radweg bieten sich immer neue Ansichten dieser Burg. Die Privatunterkunft erweist sich als eines der besten Quartiere auf dieser Tour - und ist dazu noch äußerst preiswert. Hier kann man es auch mehr als einen Tag gut aushalten.
Am Abend besuchen wir das Rebdorfer Pfarrfamilienfest, wo es gut zu Essen und zu Trinken gibt, gewinnen Gummibärchen bei der Tombola und gehen zu Fuß in die Stadt. Nach einem ausgiebigen Spaziergang fahren wir mit der Bahn die eine Station wieder zurück. 
In der Nacht gibt es einen lauten Knall, der alle weckt. Startschuss für ein kräftiges Gewitter. Rundum blitzt es unaufhörlich, der Regen prasselt nur so aufs Dach.

Am nächsten Morgen hängen über Eichstätt und dem Altmühltal graue Wolken. Dennoch müssen wir weiter radeln, denn in Donauwörth wartet bereits das nächste Quartier. Glücklicherweise ist die Tagesetappe kurz, so dass wir uns bei kräftigeren Schauern auch für längere Zeit unterstellen können. Meist schauert es jedoch nur für 15 oder 20 Minuten und wir können uns bald wieder mit dem kräftigen Gegenwind auseinandersetzen.



Altmühltal ab Gunzenhausen
Im Jahr darauf kommen wir wieder ins Altmühltal, diesmal jedoch aus der anderen Richtung. Wieder haben wir die Richtung vom Norden (Kassel) zum Süden (Bodensee) eingeschlagen und radeln von Rothenburg ob der Tauber hinüber - im wahrsten Sinne des Wortes - an den Altmühlsee bei Gunzenhausen.

Bei Wikipedia findet man folgende Kurzbeschreibung: "Das Altmühltal beginnt mit der Altmühlquelle an der Frankenhöhe nordwestlich von Leutershausen und endet in Kelheim an der Donau bei Regensburg." Und: "Der inzwischen 250 km lange Altmühltalradweg durchzieht das ganze Tal. Die bereits 1984 eröffnete Route verbindet Rothenburg ob der Tauber mit Kelheim an der Donau. Der Radfernweg zählt zu den beliebtesten Radwanderstrecken in Deutschland." 
Quelle und mehr

Teil 2: Von Rothenburg an der Tauber nach Eichstätt

Entfernungen
Rothenburg/Tauber - Colmberg 25 km - Gunzenhausen 75 - Treuchtlingen 100 - Dietfurt 125 - Eichstätt 165 - Beilngries 209 - Kelheim 253 km


Radreiseführer:

   


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Spickzettel
Route:
Altmühltalradweg
Start/Ziel:
Rothenburg a. d. Tauber/Kelheim 
Bahnanreise:
Gunzenhausen/Ingolstadt
Länge: gesamt
253 km; Entfernungen
Schwierigkeit: im oberen Teil mittel, im unteren Teil leicht (siehe Berichte) 
Übernachten: Quartiere (weitere siehe Berichte)
Internet: offizielle Homepage - Wikipedia
Radwanderführer: siehe unten



Radwanderweg Altmühltal: schon kurz hinter Hilpoltstein ausgeschildert.

Eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch. Einfahrt ins Altmühltal bei Ilbling.

Gelegentlich ist auch mal ein kleiner Anstieg zu bewältigen.

Felsformationen swie diese ind typisch fürs Altmühltal.

Brücke bei Pfalzpaint.

Typische Landschaftsform im Altmühltal.

Der Eichstätter Dom.



Marktplatz in Eichstätt.



Die Willibaldsburg bei Eichstätt.



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