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| Autor: Dieter Hurcks Copyright 5/2012 Von
der Elbe an die Aller. |
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für Zimmervermieter |
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Von Magdeburg nach OebisfeldeDen Aufenthalt in Magdeburg, der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts, haben wir richtig genossen. Aus der vor der Wende grauen, hässlichen Stadt ist ein richtiges Schmuckstück geworden, das den Besucher mit vielen Kunstwerken überrascht wie dem imposanten Hundertwasserhaus. Auf der Homepage der Stadt ist zu lesen: "Magdeburg ist mit 1.200 Jahren eine der ältesten Städte in den östlichen Bundesländern. Kaum eine andere im mitteleuropäischen Raum hat eine vergleichbar bewegte historische Vergangenheit wie sie. Einst Kaiserresidenz, Hansestadt und preußische Festung, wurde Magdeburg immer wieder von Krieg und Zerstörung heimgesucht und immer wieder neu aufgebaut. Dabei kam der Pflege und Erhaltung der kulturellen Güter ein ganz besonderer Stellenwert zu. Der Magdeburger Dom ist der erste gotisch konzipierte Bau einer Kathedrale auf deutschem Boden, einer der größten Kirchenbauten Deutschlands überhaupt und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Magdeburg. Am
3. Oktober 2005 wurde die GRÜNE ZITADELLE VON MAGDEBURG eingeweiht.
Das ist der Name, den Friedensreich Hundertwasser seinem
Architektur-Projekt gab. Unter den Magdeburger ist jedoch der Begriff
Hundertwasserhaus weiter verbreitet. Der exzentrische Künstler und
fantasievolle Architekt Hundertwasser, arbeitete noch bis kurz vor
seinem Tod im Jahr 2000 an den Plänen für den Hausbau. Übernachtet haben wir in der Jugendherberge mitten im Zentrum: in der Leiterstraße, die schon von weitem durch eine Skulptur auf einem Hausdach auf sich aufmerksam macht. Der
Kreis schließt sich Bis dahin mussten die Schiffe aufgrund dieser fehlenden Verbindung auf ihrem Weg vom Mittellandkanal in den Elbe-Havel-Kanal die Elbe benutzen und dabei über das Schiffshebewerk Rothensee, den Rothenseer Verbindungskanal und die Schleuse Niegripp schippern. Das bedeutete einen Umweg von 12 km. Ein weiteres Problem stellten die begrenzten Trogabmessungen des Schiffshebewerkes Rothensee dar, das dadurch keine Großmotorgüterschiffe aufnehmen kann. Die schwankenden Wasserstände der Elbe beeinträchtigten den Schiffsverkehr zusätzlich. Aufgrund oft wochenlanger Niedrigwasserstände mussten die Schiffe aus Richtung Hannover in Magdeburg leichtern, nicht selten musste man den Schifssverkehr gänzlich einstellen. Quelle und mehr Das
Bauwerk ist schon ziemlich gigantisch. Wer mit dem Fahrrad darüber
gefahren ist, kann das gut ermessen. Auf der westlichen Seite beginnt der Elbe-Aller-Radweg,
dem wir nun ein Stück folgen.
Aller-Elbe-Radwegschild in Wolmirstedt. Leider sind Karte (siehe Fazit) und Realität nicht immer deckungsgleich. Bisweilen zwingen auch andere Faktioren zu Umwegen: So müssen wir gleich am Anfang wegen einer Kanalbaustelle über Glindenberg nach Wolmirstedt fahren, wo wir den Aller-Elbe-Radweg wiederfinden und ihm bis Samswegen folgen. Wolmirstedt gehört übrigens zum Landkreis Börde und hat rund 12.000 Einwohner. mehr Wegen des störenden Gegenwindes beschließen wir, die Strecke zu verkürzen und auf eine kaum befahrenen Straße über Meseberg nach Hillersleben zu radeln. Ab dort führt der Aller-Elbe-Radweg entlang des kleinen Flüsschens Ohre, das dem ehemaligen Ohrekreis (Autokennzeichen OK) den Namen gab (er ging anlässlich einer Gebietsreform 2007 im Bördekreis auf), bis nach Haldensleben. Haldensleben ist ein hübsches Städtchen mit fast 19.000 Einwohnern. Die über 1000jährige Geschichte sieht man Haldensleben im positiven Sinn an. Eine fast vollständig erhaltene Stadtmauer umschließt die charmante Altstadt mit Fachwerkhäusern, die mit ihren sanierten Wohnungen ein Leben in der Innenstadt bezahlbar bleiben lassen. Bereits 966 wurde Haldensleben erstmalig urkundlich durch Kaiser Otto I. erwähnt. Am zentralen Marktplatz vor dem Rathaus aus der Zeit des Klassizismus findet man eine ungewöhnliche Rolandfigur. Weltweit steht der Roland für den Erhalt der Stadtrechte. Hier steht es aber nicht, wie sonst üblich, sondern sitzt auf einem Pferd und ist damit einmalig in Europa. In der Fußgängerzone gleich nebenan besteht die Möglichkeit, sich in einem Imbiss zu stärken. Haldensleben
hat zwei Stadttore: den Bülstringer Turm, der Mitte des 13. Jahrhunderts
als Teil der mittelalterlichen Befestigungsanlage erbaut wurde, und den Stendaler
Turm (Foto). Dieser Turm wurde 1330 erstmalig erwähnt. Obwohl er der
jüngste Teil der Befestigungsanlage war, ist ein genaues Entstehungsdatum
nicht bekannt. Bauliche Elemente, wie die heute vermauerten Schlitzfenster
und Reste des Zinnkreuzes, weisen ebenfalls auf die mittelalterliche
Herkunft hin. Von 1848 bis 1886 war der Turm Gefängnis. Schloss Hundisburg ist mit viel Liebe zum Detail wieder hergerichtet worden und ist heute mit seinem Barockgarten und dem angrenzenden Landschaftspark einer der Anziehungspunkte der Region. Eine Schenkung des Hallenser Bildhauers Heinrich Apel führte dazu, das dass Schloss eine Sammlung mit Plastiken sein eigen nennen kann, die Teil des kulturellen Ensembles ist das mit Konzerten und dem technischen Denkmal der Ziegelei Hundisburg ein breites Spektrum bietet. Quelle und mehr Gigantisch sind die Hallen der Hermes Fulfilment GmbH. Wie der Homepage zu entnehmen ist, verfügt das Automatische Retourenlager (ARL), das am 16.03.2011 in Betrieb ging, über 175.000 Stellplätze und das weltgrößte Shuttlesystem. Innerhalb von zehn Monaten entstand dieses Hightech-Gerät, das Platz für rund eine Million Artikel bietet. Auf Asphalt schnell zurück zum Allerradweg Von Hundisburg radeln wird auf einer wenig befahrenen Landstraße nach Bebertal und verlassen dort den Aller-Elbe-Radweg. Auf Asphalt rollen wir durch ein Waldgebiet nach Bodendorf und finden den dort kreuzenden Elbe-Aller-Radweg nach Flechtingen (Bericht von einer zweiten Tour) nicht wieder. Anscheinend sind an der Kreuzung Weg/Straße keine Schilder aufgestellt. So beschließen wir, nun auf einer wunderbaren Asphaltstraße weiterzufahren. Ivenrode und Hörsingen liegen bald hinter uns. Über Eschenrode geht es weiter flott nach Weferlingen, wo wir zwei Tage vorher auf dem Allerradweg angekommen sind. Das restliche Stück bis Oebisfelde ist uns somit schon von der Hinfahrt bekannt. So erreichen wir rechtzeitig unseren Zug nach Wolfsburg. Fazit: Eine interessante, abwechslungsreiche und manchmal nicht ganz einfache Tour. Der verwendete Radwanderführer des Verlags Publicpress (4. Auflage) ist übersichtlich und enthält viele Anzeigen von Übernachtungsbetrieben sowie Hinweise zu Sehenswürdigkeiten und Freizeitangeboten. Seine Oberfläche ist lackiert, was ihn regenfest machen soll. Mir allerdings ist die aalglatte "Zieharmonika" schon mehrfach aus der Hand gerutscht, was jedesmal ein mühsames Zusammenfalten nach sich zieht. Da die meisten Tourenradler ihre Karten in den sowieso nahezu regenfesten Folientaschen ihrer Lenkertaschen unterbringen, ist hundertprozentige Regenfestigkeit eigentlich gar nicht notwendig, zumal dann, wenn dadurch die Handhabung erschwert wird. Besonders hilfreich für das Ablesen der Entfernungen ist die durchgehende Kilometrierung in 5-km-Schritten. So ist es kein Problem, im Handumdrehen den individuell erreichbaren Zielort zu ermitteln. Also: Ich starte in verden bei Null und will am Tag etwa 90 km schaffen. Ein kurzer Blick: 95 km sind es auf der Hauptroute bis Celle. Als Ergänzung hatte ich auf der Tour noch die Karte "Altmark" (siehe unten) im Maßstab 1:100.000 im Gepäck. Allerradweg: Von Celle zu den Quellen bei Seehausen
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Der Magdeburger Dom ist weithin sichtbar.
Magdeburgs "Grüne Zitadelle" von Hundertwasser.
Weithin sichtbar: die Leiterstraße in Magdeburg.
Das Wasserstraßenkreuz bei Hohenwarthe.
Der Stendaler Turm in Haldensleben.
Weltweit einmalig: Der reitende Roland von Haldensleben.
Die historische Ziegelei bei Hundisburg.
Die Hundisburg über dem gleichnamigen Ort.
Auf
toller Asphaltpiste geht es in flotter Fahrt gen Wefensleben.
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