DFR (3): Von Hattingen
über Duisburg nach Essen
Auf dem
Ruhrtal-Radweg zurück zum Rhein und weiter durchs Revier nach
Essen-Karnap
Die ersten beiden Teile der Deutschen Fußball-Route haben die Tour vom
Ausgangspunkt in Aachen über Köln, Leverkusen, Mönchengladbach,
Düsseldorf und Wuppertal nach Hattingen an der Ruhr beschrieben. Der
folgende Teil schildert die Erfahrungen des Autors auf dem Weg von
Hattingen entlang der Ruhr zurück zum Rhein und dann gen Osten u.a. auf
der Route der Industriekultur nach Essen.
Ab Hattingen
verlaufen die Kaiser-Route, die Aachen mit Paderborn verbindet, und die
Deutsche Fußball-Route sowie der Ruhrtal-Radweg vielfach parallel.
Zwischen Hattingen und Essen schlägt die Ruhr einige beindruckende
Bögen. Der Radweg bietet schöne Ausblicke auf die umliegende Landschaft.
Auf den Höhenzügen sieht man die eine oder andere Burg ins Tal hinab
grüßen.
Von Hattingen nach Duisburg
Bei Heisingen
beginnt der Baldeneysee, eine der großen Freizeitoasen des
Ruhrgebiets. Den See kann man beiseitig befahren. Klar, dass es hier in
Sachen Gastronomie eine große Auswahl gibt. Ich wechsele ans Südufer und
genieße den weiten Blick übers Wasser. Linker Hand warten die Wagen der
Hespetal-Museumseisenbahn auf ihren Einsatz. Rechts taucht bald die
imposante Villa Hügel auf, die der Stahlbaron Krupp einst errichten ließ.
Gegen 15 Uhr erreiche ich den Biergarten Rote Mühle, der so schön
nund ruhig liegt, dass man einfach einkehren muss. Auf der anderen
Ruhrseite liegt sieht man den Förderturm der ehemaligen Zeche
Heinrich in Essen-Überruhr.
Nur wenige Kilometer
weiter erreiche ich Essen-Kettwig, ein wunderschönes kleines Städtchen
mit Unter- und Oberstadt. Ein Besuch lohnt sich. Anschließend führt die
Route über die Ruhrbrücke und nach etwa dreihundert Metern wieder scharf
rechts zum nicht asphaltierten Mintarder Weg. Auf meiner Karte ist eine
Alternativstrecke rechts des Flusses eingezeichnet ("ab 2012").
Ich bleibe aber linksseitig.
Schon von weitem ist
die das Ruhrtal überspannende Mintarder Autobahnbrücke zu sehen, unter
der sogar Wohnhäuser stehen - eine etwas komische Vorstellung für mich,
wenn über meinem Kopf bei Tag und Nacht der Verkehr hinwegbraust ...
Hinter Mintard verläuft, unter anderem durch das Gelände eines
Reiterhofes, ein Feldweg bis fast nach Mülheim. Die schön über
der Ruhr gelegene Jugendherberge, wo ich auch schon übernachtet habe,
bekommt gerade ein neues Dach.
Gegen 17 Uhr bin ich
bei meinem in der Oberstadt gelegenen Quartier. Die Strecke von Hattingen
nach Mülheim beträgt etwa 52 km.
Nach Essen-Karnap
Morgens beim Bäcker in
Mülheim geht es ganz familiär zu. Man kennt sich eben im Viertel. Da
mein Quartier ohne Frühstück ist, setze ich mich dazu und lasse mir die
Brötchen eben schmieren - auch zwei für unterwegs. Klappt super und ist
preiswert. Dann geht es los. Da das Quartier auf dem Berg liegt, rolle ich
entspannt bis hinunter zur Ruhrbrücke am Schloss Broich und weiter ins NSG Styrumer
Ruhraue. Leicht zu finden: Gleich hinter der Ruhr geht es rechts ab, dann
den Wegweisern nach.
Hier "unter den
Straße" offenbaren sich
wieder deutlich die schroffen Gegensätze, die im Ruhrgebiet herrschen:
Vor mir ein wunderschönes Biotop mit nach Futter tauchenden Schwänen, aber
nebenan die laute Autopiste. Man kann im Revier nicht alles haben. Über
eine Robinienalle erreiche ich die Camera Obscura und das
Schloss Broich,
die Höhepunkte dieses Stücks Ruhrtal-Radweg (RTRW).
Direkt am Ruhrufer
inmitten der Stadt steht die älteste, aus spätkarolingischer Zeit
erhaltene Burganlage nördlich der Alpen. Eine Burg wurde an dieser Stelle
vor über 1.100 Jahren zum Schutz vor den Normannen errichtet. Aus der
wehrhaften Burg erwuchs im Laufe der Jahrhunderte das heutige Schloss
Broich. Vor über 200 Jahren weilte die spätere preußische König Luise
hier bei ihrer Großmutter zu Gast, heute dient das imposante Gebäude
profanen wie auch festlichen Zwecken. Hier gibt es mehr
Infos und ein Video
Einen
ausführlichen Bericht über diesen Teil des Ruhrtal-Radwegs finden Sie hier.
Der Weg führt
zunächst auf Mülheimer Gebiet an einem Stadion vorbei: dem
Ruhrstadion.
Das Ruhrstadion Mülheim ist
inzwischen nur noch die drittgrößte Sportstätte in Mülheim an der
Ruhr. Das Stadion findet sich im Stadtteil Styrum, direkt zwischen der A
40 und den Bahngleisen Richtung Duisburg. Das Stadion wurde 1925 mit einer
Leichtathletikbahn und einem Rasenspielfeld errichtet.
In den 1970er Jahren spielte der 1.
FC Mülheim in der zweithöchsten Spielklasse. Zu dieser Zeit wurde
das Stadion mit einer überdachten Tribüne mit 2.000 Sitzplätzen
ausgestattet. Das Fassungsvermögen betrug zu dieser Zeit 20.000 Plätze.
Ende des vergangenen Jahrhunderts drohte
das Stadion zu verfallen und wurde saniert. Die Stehränge in den Kurven
wurden beseitigt und nur auf der Gegengerade einige Stehtraversen gebaut.
Das zu dieser Zeit 6.000 Zuschauer fassende Stadion war bis 2008
Austragungsort der Heimspiele des nun aufgelösten Landesligisten
Galatasaray Mülheim.
Seit der Saison 2010/11 nutzt der
erfolgreichste Mülheimer Fußballverein, der VfB Speldorf, das
mittlerweile nur noch 2.500 Zuschauer fassende Stadion. Quelle: Wikipedia

Theater
Duisburg: Die Vorderfront erinnert an die
Tempeleingänge
der Antike. Über den sechs ionischen Säulen ruht der
Dreiecksgiebel, auf dem in großen Lettern ein Zitat von Friedrich Schiller
aus der "Huldigung der Künste" steht:
Mit allen seinen Tiefen seinen Höhen
Roll ich das Leben ab vor Deinem Blick,
Wenn Du das große Spiel der Welt gesehen
So kehrst Du reicher in Dich selbst zurück.
Das könnte auch für die Radtour auf
der Deutschen Fußball-Route gelten ...
Nach Duisburg
Hinter der Bahn liegt
der Ruhrpark in
Oberhausen-Altstaden am Weg, dann radele ich wieder an der Ruhr
entlang, danach durch
Wohngebiete und neben einer Schnellstraße. Abwechslungsreich. Mit der
"Rekultivierung" des Ruhrparks wurde übrigens Anfang der 50er
Jahre begonnen. Der Ruhrpark war in den Jahren 1939 bis 1945 ein Gemüse-
und Kartoffelacker.
Unmerklich erreiche ich
Duisburg, weil hier im Revier die Stadtgrenzen kaum wahrnehmbar
sind. Dann kommt
die Stelle, wo sich die Deutsche Fußball-Route (DFR), die ich nun
weiterverfolge, und der Ruhrtal-Radweg (RTRW) trennen. Die DFR führt zunächst (bergan)
zum Zoo und dann durch den ebenfalls mit Steigungen angereicherten,
unerwartet weitläufigen und mit Steigungen bestückten Duisburger Stadtwald - vorbei am
Haus Wolfsburg der Katholischen
Akademie - auf einem holprigen Weg
über die A 3 bis zur Autobahn 59, dann entlang der Wedau mit
Regattastrecke und Stadion, um in Kaßlerfeld wieder die Ruhr zu
erreichen. Vorher wird noch der Binnenhafen tangiert. Man muss höllisch
aufpassen, um nicht die Route zu verlieren. Der Stadtwald ist nur wenig
kleiner, als die Eilenriede in Hannover, die zu den größten zusammenhängenden
Stadtwäldern Europas zählt.

Im Duisburger Binnenhafen.
Natürlich heißt
das Duisburger Stadion nicht (mehr) Wedaustadion, sondern Schauinsland-Reisen-Arena.
Auf den Tribünen dieser Arena finden bis zu 31.500 Zuschauer Platz. Der Sportpark
Duisburg liegt jetzt übrigens nördlich von Wedau im Stadtteil
Duisburg-Neudorf. Im Sportpark, genauer in der an der Stelle des alten Wedaustadions
errichteten MSV-Arena, ist der Fußballverein MSV
Duisburg beheimatet. Direkt neben der MSV-Arena befindet sich die
Eissporthalle Duisburg (Scania-Arena). Quelle und mehr: Wikipedia
Im Legoland beim
Duisburger Binnenhafen steht übrigens ein Miniatur-Nachbau des
Gelsenkircher Stadions, der Veltins-Arena, an deren Original ich
auf der Deutschen Fußball-Route noch vorbeikommen werde.

Hier, gegenüber der Schifferbörse,
weist der DFR-Wegweiser zum Landschaftspark Duisburg-Nord (8,9 km). Die
schwarzgelben DFR-Einhänger sind immer gleich, so dass der Radler bei manchen derartigen
Schilder-Ansammlungen nicht weiß, welche Richtung er nehmen muss, zumal
die Ziele auf den Radwegweisern oft gar nichts mit der Deutschen
Fußball-Route zu tun haben. Bei anderen Fernradwegen wird das Problem
durch unterschiedliche Farbmarkierungen gelöst.
Zum Wendepunkt der Route
Ich schaffe es tatsächlich,
vorbei am Haus Ruhrort, genannt 1000-Fenster-Haus,
um einige Ecken bis zur Schifferbörse, von deren Biergarten man
den Blick über Ruhrmündung und Rheinbrücke schweifen lassen kann. Über diese Brücke sind einst die
Stahlarbeiter marschiert, um ihr Stahlwerk Rheinhausen zu retten.
Vergeblich!
Die Schifferbörse ist
untrennbar mit der Geschichte des Duisburger Hafenstadtteils Ruhrort
verbunden. 1901 wurde das prachtvolle Gebäude als Handelsplatz errichtet.
Gleich nebenan liegt der Museumsdampfer “Oscar Huber”. Quelle
und mehr
Achtung, aufpassen!
Quelle: Radroutenplaner
NRW - Am
Rhein in Duisburg kann man sich leicht verfahren!
Hier endet der
Ruhrtal-Radweg, während die Deutsche Fußball-Route die Himmelsrichtung
ändert. Ging es bislang vorwiegend nach Westen, so ist, nach einem kurzen
Stück auf dem Rheindamm gen Wesel, nach der Abzweigung nun Osten die
Hauptrichtung des Radweges. Da
bislang Westwind herrschte, freue ich mich auf den Rückenwind. Doch er
sollte mich nur noch an diesem Tage unterstützen und am nächsten Tag auf
Osten drehen - also wieder Gegenwind, was mein E-Bike zum Glück
ausgleicht.
Vor mir liegt das
riesige Kraftwerk Hermann Wenzel in Laar. Es steht auf dem auf dem
Betriebsgeländes des heute zu ThyssenKrupp gehörigen integrierten
Stahlwerkes in Duisburg, gelegen zwischen den Stadtteilen Laar und Ruhrort.
Das Kraftwerk verbrennt Kuppelgase aus der Stahlherstellung (Hochofengas)
sowie Kokereigas aus der nahegelegenen Kokerei
Schwelgern. Im Gegenzug zu den Brenngasen werden Hüttenwerk und
Kokerei mit Strom und Prozeßdampf versorgt. Elektrische Überschüsse
werden in das öffentliche Netz eingespeist. Das Kraftwerk verfügt über
eine elektrische Leistung von insgesamt 344 Megawatt. Quelle
und mehr

Industrielandschaft: rechts der
Eingang zu ThyssenKruppe Steel.
Die Gegend scheint für
mich verhext zu sein. Schon vor fünf Jahren auf der Fahrt nach Wesel habe
ich mich im Bereich Beeck/Hamborn verfahren. Auch diesmal. An einer
Wegegabelung hinter einer zugemüllten Unterführung steht kein Wegweiser.
Ich nehme wohl die falsche Richtung und finde mich nach längerer
Odyssee statt beim Landschaftspark Duisburg nördlich von Hamborn wieder.
Unterwegs weist ein Schild zum Hüttenwerk
Bruckhausen an der Route der Industriekultur. Auch vor dem
modernen Eingang von ThyssenKruppe Steel AG stehe ich, wo das
Pförtnerhaus verfällt und die Arbeiter durch eine Schleuse mit Chipkarte
aufs Gelände kommen. Ein Radler, der eine Gruppe führt, schickt mich
durch einen Tunnel - einen ganz besonderen Tunnel, wie ich im Internet
recherchiert habe:
<<Der Matena-Tunnel
ist ein etwa 400 Meter langer Tunnel, der mitten unter dem aktiven Stahlwerk
von Thyssen-Krupp verläuft. Er wurde im Zuge von Werkserweiterungen
im Jahre 1911 auf der bestehenden Matena-Straße errichtet. Der Begriff
Matena bedeutet "Wiesenaue". Dabei verband diese Straße einst Bruckhausen
mit dem kleinen Dorf Alsum am Rhein, das jedoch im zweiten
Weltkrieg völlig zerstört wurde. Sogar eine Straßenbahnlinie führte
durch den Tunnel hindurch, noch heute sind Anzeichen von Schienen im
Asphalt sichtbar. An Stelle des zerstörten Dorfes befindet sich heute die
Schuttdeponie "Alsumer Berg".

Ausgang des Matena-Tunnels.
Das Besondere an diesem
Tunnel ist sein ganz eigener Charme, die Baufälligkeit und die Tatsache,
dass er insbesondere im Schimanski-"Tatort" häufig eine
Filmkulisse war. Durch die Anpassung an die bestehende Straßenführung
hat der Tunnel eine sehr eigenartige Form, die man als
"organisch" bezeichnen könnte. Der Tunnel ist recht
kurvenreich, man kann von einem Ende nicht zum anderen sehen. Er ist mal
mehr und mal weniger schmal und hat sogar an einem Ende einen kleinen
Abzweig für den Fußgängerweg. Die Straße ist sehr holprig und besteht
teilweise aus Pflastersteinen. Hält man sich nicht an die
vorgeschriebenen 30 km/h, leiden die Stoßdämpfer enorm.>> Quelle
und mehr
Den Landschaftspark
Duisburg-Nord finde ich nicht. Dafür habe ich diesen Schimanski-Tatort
entdeckt. Da kommt doch Freude auf! Aber wie geht es nun weiter?
Die richtige Route suchen
In solchen Fällen gilt
es cool zu bleiben. Ich frage mehrere Leute nach dem richtigen Weg. Jeder
hat eine andere Meinung, bis endlich einer überzeugend klingt und mich
auf die richtige Fährte bringt. Ich fahre durch einen unheimlichen
Tunnel, werde dann nach Meiderich geschickt, biege dort links ab
und frage am Ende dieser Straße einen Jogger. Der weiß genau
Bescheid, kennt sogar - eine große Seltenheit! - Fahrradwegweiser und schickt mich auf den goldenen Weg zu einer Gabelung, wo ich
die Beschilderung der DFR wiederfinde. Ohne dieses "Wunder von
Meiderich" wäre ich zum
Bahnhof Duisburg und von dort per Bahn nach Hause gefahren. Im Rückblick
muss das südlich des Landschaftsparks gewesen sein.

Passiert häufig: Abgesperrte Wege
lassen sich fast immer mit
dem Fahrrad passieren. Oft werden nämlich die Absperrungen
am Wochenende nicht abgeräumt. Und eine ausgewiesene
Umleitung gibt es in solchen Fällen fast nie ...
Trotz der gute zehn
Kilometer Umweg bin ich nun guter Dinge. Schnell erreiche ich die Brücke
die zum Gasometer von Oberhausen
führt. Kurz hinter der Brücke liegt ein super-preiswerter Biergarten, zwischen
Kanal und Emscher gelegen, der zur Einkehr lädt.
Der Gasometer ist mehr als ein
Industriedenkmal. Seit seiner Stilllegung vor rund zwanzig Jahren hat er
sich zum Wahrzeichen der Stadt Oberhausen entwickelt und darüber hinaus
zum unübersehbaren Erkennungszeichen einer ganzen Region. Ende der 1920er
Jahre erbaut, erinnert Europas größter Scheibengasbehälter
eindrucksvoll an die Schwerindustrie, die mehr als ein Jahrhundert lang
das Ruhrgebiet geprägt hat. ... Als Denkmal von besonderem Rang ist der
Gasometer Oberhausen gleichzeitig einer der Ankerpunkte der „Route der
Industriekultur". Quelle und
mehr
Nach
dieser Pause geht es ohne Probleme weiter bis zum Tetraeder von Bottrop. Da
muss ich natürlich unbedingt rauf! Mit dem E-Bike ist das über die
Serpentinenstraße kein Problem. Oben angekommen, bin
ich beeindruckt von dieser grrazilen wie soliden Stahlkonstruktion. Von
oben hat man einen grandiosen Rundblick auf das ganze Ruhrgebiet.
Ich stehe auf der
ehemaligen Halde der Schachtanlage Prosper in Bottrop, die die ungewöhnlichste
Pyramide im Ruhrgebiet krönt: das Tetraeder. Mit seiner Höhe von 60
Metern oberhalb des 90 Meter hohen Haldengipfels ein sehr ungewöhnliches Bauwerk.
Besonders beeindruckend ist der Blick, den man von hier
aus über das Ruhrgebiet hat – Schautafeln weisen den Weg! Zum Gipfel
der Halde führt die "Direttissima" mit 387 Stufen. Quelle
und mehr

Geschafft: Mit dem E-Bike ist der
Aufstieg zum Tetraeder kein
Problem.
Vom Tetraeder sind es
nur noch wenige Kilometer bis zu meinem Quartier. Unterwegs kehre ich noch
in der „Ranch“ des berühmten Fußballers Willi, genannt „Ente" Lippens ein, der
wegen seiner originellen Sprachbegabung sein Lokal samt Hotel „Ich danke
Sie“
genannt hat. Das EZ kostet dort 45 Euro mitsamt dem Autolärm der nahen B
224. Mein Quartier in Essen-Karnap ist preiswerter, natürlich
längst nicht so komfortabel, und zu essen und
trinken gibt es dort ebenfalls sehr günstig und gut obendrein. Nur laut
ist es dort auch.
Unbedingt anschauen:
Fußball
im Revier mit Ente Lippens

Schiedsrichter: "Herr Lippens,
ich verwarne Ihnen!" - Ente Lippens: "Herr Schiedsrichter, ich
danke Sie!" Folge: Platzverweis.
Fazit dieses Tages:
Samt der unfreiwilligen, aber äußerst interessanten Rundfahrt um Hamborn
(mit viel Industriekultur), sind es statt der geplanten 62 nun 72
Kilometer geworden. Aber die haben mir das Revier, wo ich aufgewachsen bin
und bis zu meinem 13. Geburtstag gelebt haben, wieder ein ganzes Stück näher
gebracht. Auch die Menschen, mit denen man leicht ins Gespräch kommt und
die meisten sehr aufgeschlossen Fremden gegenüber sind. Ein bisschen der
früheren Mentalität und der Solidarität
gegenüber Fremden scheint sich tatsächlich bewahrt zu haben.
Teil
4: Von Essen nach Bielefeld - Teil
1 ab Aachen
Tipp
zum Radroutenplaner NRW:
Nutzung der App-Funktionen des Radrouten-Planers NRW über
den Internetbrowser des Smartphones: Man kann die Funktionen der App des
Radroutenplaners auch über den Internetbrowser eines iPhones oder eines
Smartphones mit Betriebssystem Android nutzen. Geben Sie dazu folgende
Adresse ein: www.radroutenplaner.nrw.de/mobile/index.html
Kostenloser Download der App für
iPhone und Android: market.android.com
Probleme beim
Radroutenplaner NRW
Tipp
2: Um die Schleife im
Bereich Duisburg-Bottrop-Gelsenkirchen zu erhalten, müssen ist einen
Zwischenpunkt zu setzten (siehe Bild rechts). Zwischenpunkte
können Sie auch durch den Klick mit der rechten Maustaste in die Karte
einfügen.
Wenn sich beim Speichern kein Name eingeben lässt: Aus dem
Screenshots ist ersichtlich, dass Sie den Firefox benutzen. Um das Problem
mit dem Namen für den GPS-Track zu lösen, sollten Sie die temporären
Dateien, die sich der Browser merkt, löschen.
Dies geht im Firefox unter "Extras"->"neueste Chronik
löschen" "Alles" und wählen Sie nur "Cache"
(ein Häkchen nur vor "Cache") aus und dann auf "Jetzt
löschen" klicken.
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Spickzettel
Route: Detailangaben zur
Deutschen Fußball-Route siehe Teil 1
Ab Hattingen verlaufen viele Radweg entlang der Ruhr Richtung Essen und
Duisburg.

Mülheim: Ruhrblick zur Camera
Obscura.

Zwischen den Brücken von Bahn und A3
bei Meiderich.

Hier, kurz vor Duisburg, trennen sich
Ruhrtal-Radweg und Deutsche Fußball-Route.

Erstaunlich groß: Stadtwald Duisburg.

Duisburg-Wedau: die berühmte
Regattastrecke.
Das Duisburger Stadion an der Wedau.
Der letzte mit Dampf betriebene
Schlepper aus dem Duisburger Hafen liegt bei der Schifferbörse als
Museumsschiff vertäut.

Rheinbrücke nach Moers
Kraftwerk Hermann Wenzel in Laar.

An
dieser Stelle geht es vom Rheindamm hinunter nach Osten. Kurz danach Gefahr
des Verfahrens: Der Weg macht einen 180-Grad-Schlenker
nach rechts. 
Hier
wird mir klar, dass ich in dieser völlig unübersichtlichen Mischung aus
Straßen, Eisenbahnlinien, Hochspannungsleitungen und Fernwärmerohren
weit von der richtigen Route abgekommen bin. 
Dieser
etwas unheimliche Tunnel bringt mich wieder auf die richtige Fährte. 
Endlich
wieder ein Wegweiser der Fußball-Route. 
Raffinierte
Brücke über den Rhein-Herne-Kanal - im Hintergrund der Gasometer von
Oberhausen. 
Der
Oberhausener Gasometer. 
387
Stufen führen zum Tetraeder hinaus. 
Vom
Bottroper Tetraeder hat man einen weiten Rundblick über das gesamte
Ruhrgebiet. Hinten rechts das weiße Dach der Schalker Veltins-Arena. 
Schöner
Abschluss eines Radeltages: Natur und Technik am Tetraeder. 
Typisches
Bergmannshaus in Essen-Karnap. Die Schuppen hinterm Haus mit Taubenschlag
werden nur noch selten genutzt und sind oft verfallen.
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DFR komplett angezeigt.
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