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Das Buch rund um die 14-Gang-Nabe Speedhub und ein Familienunternehmen aus Hessen

Rohloff-Geschichten 

Links: "Kilometerkönige" berichten. Rechts: Eine große Vielfalt an Fahrrädern ist inzwischen mit einer Rohloff-Nabe ausgerüstet.

Buchcover (Ausschnitt) mit dem Raben

Technischer Teil

Vater, Mutter und Sohn der Rohloffs

"Rohloff-Geschichten", ein Buch von Fahrradfahrern, ist gefüllt mit Erzählungen, die Lust auf Radfahren machen. Nach zehn Jahren Produktion der 14-Gang Fahrrad Getriebenabe SPEEDHUB 500/14 wurde im September 2008 die 100.000ste dieser Naben auf der Fahrradmesse Eurobike vor Publikum montiert. Dies nahm die damals in Kassel wohnende Familie Rohloff samt ihren rund 45 überwiegend selbst Fahrrad fahrenden Mitarbeitern zum Anlass für einen Rückblick in Buchform. Ein interessanter Blick hinter die Kulissen erzählt eine bemerkenswerte Geschichte neben den Geschichten. Auch die Darstellung der technischen Details kommt dabei nicht zu kurz.

Nach einem kurzen Abriss der Firmengeschichte und -philosophie ("No Slogans - just facts!") sowie der Vorstellung des Leitungstriumvirats Vater, Mutter und Sohn Rohloff (siehe Foto unten) und fast allen Mitarbeitern folgt die putzige Geschichte "Der Rabe Rohloff". Darin erfährt der Leser, warum gerade dieses Tier im Firmenlogo zu sehen ist.

Das Kapitel "Wie alles anfing", nämlich mit der Fertigung von besonders leichtgängigen und verschleißarmen Fahrradketten sowie dem Bau der dafür notwendigen Gerätschaften, ist zugleich ein Stück Familiengeschichte und Beispiel dafür, wie man mit motivierten Mitarbeitern auch aus kleinen Anfängen zur Größe aufsteigen kann. Spannend liest sich die Geschichte von der Entwicklung der 14-Gang-Nabe, die 1996 erstmals öffentlich gezeigt wurde und damals "wie eine Bombe" einschlug. Heute vertreibt Rohloff, inzwischen eine AG und in Fuldatal ansässig, seine Produkte weltweit, u.a. über 7000 Einzelhändler in Deutschland und Österreich. Sogar in den USA, Australien und China.

Kilometer-Könige berichten

Nach einigen Ausflügen in die Technik folgt der für selbst praktizierende Tourenradler wie mich wohl interessanteste Teil, betitelt mit "Geschichten aus dem Leben". Zahlreiche Speedhub-Radler waren bereit, den Fahrradsattel zeitweise gegen den Schreibtischstuhl zu tauschen. Speedhubfahrer und -fahrerinnen berichten in ihren Geschichten informativ und unterhaltsam aus dem kilometerreichen oder sportlich erfolgreichen Leben ihrer Rohloff-Getriebenaben. Die überwiegend positiven Erfahrungen decken sich mit meinen eigenen - Bericht hier -, auch wenn ich seit 2005 "erst" rund 40.000 km mit meiner Speedhub zurück gelegt habe.

Jede Nabe hat übrigens eine Nummer. So hat Andreas von H. mit seiner Nr. 11, Baujahr 1998, 71.300 km bewältigt, Heinz L. aus Münster mit der Nr. 12551, Baujahr 2002, sogar 126.000 km. Die Berichterstatter fahren unterschiedlichste Modelle und repräsentieren einen breiten Querschnitt der radfahrenden Bevölkerung: vom Abenteurer auf Weltreise bis zum Berufspendler, wobei die Fahrt zur Arbeit, wie wir lesen, manchmal durchaus auch zum Abenteuer werden kann. Wohl das außergewöhnlichste ERlebnis vermeldet einer, der mitsamt Fahrrad über Nordkorea aus einem Ballon absprang und 2 km von der Küste entfernt im Wasser landete. Ohne Rad schwamm er vier Stunden bis zur Küste. Ein Fischer brachte ihm später das Fahrrad mit der Rohloff-Nabe, die allerdings bei diesem Abenteur, wie der Rohloff-Service bestätigen musste, den "Tod durch Ertrinken" erlitten hatte.

Sogar lange Strecken völlig ohne Öl könne man fahren; und wenn die Pedale beim Schieben mitläuft, hat der Händler das Hinterrad mit einem zu großen Drehmoment angezogen.

Ein tolles Buch, dessen Lektüre manch langen Winterabend verkürzen kann.

Hardcover Din A4, 256 Seiten mit ca. 480 Fotos, ISBN: 978-3-00-028542-4

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