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„Mit
dem Fahrrad auf ehemaligen Bahntrassen“ – so lautet das Motto des 245
Kilometer langen „BahnRadweges Hessen“. Dank der Routenführung über
den Vulkanradweg, den Milseburgradweg, durchs Ulstertal und entlang des
Solztalradweges ist die Strecke auch für den untrainierten Radler ein
Genuss. Die
Naturparke in Spessart, Vogelsberg und Rhön eröffnen wunderschöne
Panoramen.
Fernsichten, Buchenwälder, die Flussauen von Nidder, Kinzig, Schlitz,
Fulda und Ulster, der Milseburgtunnel, aber auch kulturelle Höhepunkte
wie Schloss Philppsruhe in Hanau, die Barbarossastadt Gelnhausen,
Lauterbach, Fulda und Bad Hersfeld machen die Radtour zu einem ganz
besonderen Erlebnis. Zu
diesem Radweg ist im Frühjahr 2011 beim BVA Bielefelder Verlag mit einem
neuartigen Konzept die kompakte Radwanderkarte BahnRadweg Hessen
erschienen. Sie ist Karte und Radwanderführer in einem. Den einzelnen
Karten sind die Bilder und Informationen zu allem Sehenswerten direkt
zugeordnet. Im
Maßstab 1:50.000 sind auf 35 Kartenblättern der
exakte Routenverlauf mit Sehenswürdigkeiten sowie Freizeit-, Sport- und
Rastmöglichkeiten übersichtlich dargestellt; die einzelnen Karten sind
durchgehend genordet und mit ausgewählten Straßennamen versehen. Auf den
Kartenrückseiten befinden sich die Ortsinfos mit Bildern und allem
Sehenswerten.
Ein separater Infoteil mit wichtigen Serviceinformationen befindet sich im
Anhang. Mein
Fazit:
Ein ganz neuer Radweg und ein ganz neuer Radwanderführer, der mit
der heißen Nadel gestrickt worden zu sein scheint. Über sprachliche
Schnitzer und Fehler bei der Zeichensetzung kann man hinwegsehen. Manchmal
musste ich rätseln, wie und wo es denn nun auf den Kartenblättern weiter
geht, zumal sich auch die Logik ändert. Es gibt Gesamtkilometerangaben
und rote Fähnchen im Abstand von 5 km. Die Kartenreihenfolge ist bisweilen so verwirrend, dass selbst ich als erfahrener Tourenplaner mich verhauen und ein Quartier 20 km VOR Fulda statt 20 km HINTER Fulda vorgebucht hatte. Man weiß nicht immer, wo auf der Karte man gerade ist und in welche Richtung man sich bewegt. Auch die Anschlüsse sind z.T. schlecht und erfordern häufiges Blättern und vorhergehendes Suchen. Das Schloss Eisenbach in Lauterbach befindet sich nicht dort, wo es eingezeichnet ist, sondern einige Kilometer außerhalb. Manchmal klaffen Realität und Karte auseinander, was aber durchaus an einer Verlegung des Radweges liegen kann, wie es mir 2010 beim Hessen R4 passiert ist. Auch haben wir Quartieradressen und Hinweise auf stärkere Steigungen vermisst. Mir persönlich ist das große BVA-Format lieber, weil man dann weniger blättern muss und das Büchlein nicht ständig in der Kartentasche verrutscht. BahnRadweg
Hessen, Kompakt-Spiralo, Maßstab 1:50.000, Format 23 x 12,5 cm, € 7,95,
ISBN
978-3-87073-480-0 Mein Radreisebericht über den Bahnradweg Hessen |
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