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ADFC-Tourenkarten 20 und 21 erschließen Deutschland zwischen Frankfurt und Stuttgart

Deutschlands Perlen auf zwei Karten 

2014

2013

 

Preis: jeweils 7,95 Euro

Wer wie ich häufig mit dem Rad von Norddeutschland aus in den Süden fährt, passiert südlich von Frankfurt bis hin zur Donau eines der schönsten Radlerparadiese Deutschlands. Die ADFC-Tourenkarten Nr. 20 und 21 des Bielefelder Verlags (BVA) decken genau diese Gegend im Maßstab 1:150.000 ab.

Die Radtourenkarten sind reiß und wetterfest, lassen sich aber dennoch gut falten und in die Kartenfolie der Lenkertasche bugsieren. Andere Verlage tun da bei der Laminierung zu viel des Guten, so dass der Radler mit den "steifen" Karten heftige Kämpfe ausfechten muss, um diese zu bändigen.

Die BVA-Karten dagegen lassen sich hervorragend handhaben. Sie sind so gefaltet, dass sie exakt in die Folientasche hineinpassen und damit zusätzlich gegen Regen geschützt sind.

Ganz neu aufgelegt wurde die Karte Nr. 20 Rhein/Neckar, die das Heidelberger Schloss ziert. Sie umfasst den Bereich zwischen Frankfurt/Main und Stuttgart sowie Kaiserslautern und Heilbronn.

Die Karte 21 Mainfranken-Taubertal von 2013 reicht von Lohr am Main bis Göppingen und Donauwörth sowie von Wertheim an Main/Tauber bis Bamberg und Eichstätt an der Altmühl im Osten.

Beide Karten verfolgen das selbe Konzept: Das Beiheft früherer Radwanderkarten mit Adressen und vielen weiteren Informationen entfällt bei den neueren Karten in gedruckter Form, kann aber als PDF-Datei aus dem Internet herunter geladen werden. Das Beiheft enthält regionale Informationen, aber keine Übernachtungsadressen mehr. Stattdessen wird auf Bett-and-Bike des ADFC hingewiesen. Wer unterwegs mit dem Smartphone online geht, findet darüber meistens schnell ein Quartier - nicht immer jedoch ein preiswertes, da oft Hotels das Hauptangebot darstellen. Alternativ kann man auf die Touristeninformationen der Orte zugreifen, deren Adressen im Beiheft aufgelistet sind. Um das Heft auf dem Bildschirm lesen zu können, sollte man es zuvor im Uhrzeigersinn drehen.

Ebenfalls unter www.fahrrad-buecher-karten.de gibt es GPS-Tracks und Höhenprofile.

Voraussetzung für den Download ist, wie auch beim Konkurrenten Esterbauer (Bikeline), die Eingabe eines auf der Karte aufgedruckten Codes. Er befindet sich rechts neben der Legende. Klappt der Download, hat man eine ZIP-Datei auf der Festplatte. Nach dem Entpacken stößt man auf Dutzende von Dateien mit den Endungen GPX und PNG (Bilder). In einer Textdatei ist der Aufbau des Dateischemas am Beispiel des Aischtalradwegs erklärt, den ich zufällig gerade im Mai 2014 gefahren bin. Höhenprofile werden nur geliefert, falls es eklatante Steigungen gibt. Die Radwege-Logos sind ausreichend groß und schnell zu identifizieren.

Fazit: Mit diesen BVA-Karten dürfte es auf der Tour keine Probleme geben, den rechten Weg zu finden. Die eingezeichneten Radwege sind farblich deutlich hervorgehoben und sehr gut zu erkennen. Auch die Bahnstrecken und Bahnhöfe (für viele wichtig!) findet man auf Anhieb. Das Material ist ein guter Kompromiss aus Handhabbarkeit, Wetterresistenz und Langelebigkeit. Schade nur, dass das informative Beiheft nicht mehr gedruckt beiliegt. Denn es selbst zu drucken, dürfte manche Farbpatrone kosten. Hier hilft dann wohl nur eine strenge Auswahl des Wichtigsten ... 
Dieter Hurcks (6/2014)


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