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Radregion Lüneburger Heide

 

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Wer es beim Radeln lieber flacher mag, ist in der Lüneburger Heide goldrichtig, auch wenn es hier nicht ganz ohne Anstiege geht, die aber insbesondere für Pelec-Fahrer überhaupt kein Problem darstellen sollten. Das Gebiet, das dieser Radwanderführer auf 893 km entdecken hilft, ist erheblich größer, als die meisten Menschen erwarten dürften.

Der Begriff Lüneburger Heide wurde im Laufe der Geschichte immer wieder unterschiedlich festgelegt. Erstmalig wurde dieser Begriff im beginnenden 16. Jahrhundert auf einer Landkarte erwähnt und beschrieb die Region zwischen Celle, Verden, Bremen und Lüneburg. 150 Jahre später existierte auf einer anderen Karte neben der Lüneburger auch die Soltauer Heide. 1887 wurde ein sehr viel größeres Gebiet als Lüneburger Heide bezeichnet. Die östliche Grenze bildete die Elbe, die nördliche Cuxhaven, die westliche bildeten Aller und Weser und die südliche Magdeburg und Wittenberge.

Die Heide ist eine seit Jahrtausenden existierende, durch menschliche Bewirtschaftung entstandene Kulturlandschaft, bestehend aus offenen Weideflächen, Wäldern, Mooren, Bächen und Äckern. Von der ursprünglichen Landschaft ist jedoch nur noch ein kleiner Teilbereich erhalten geblieben. Moderne Landwirtschaft und andere Landnutzungen haben das Antlitz der Heide stark eindrücklich geprägt. Als Lüneburger Heide gilt heute der Geest-Rücken zwischen den Urstromtälern von Aller und Elbe, im Osten bis zum Drawehn, im Westen bis zur Wümmeniederung (mit dem Wümme-Radweg), also ein Gebiet bis zur 50-m-Höhenlinie. Der Naturpark Lüneburger Heide erstreckt sich, in den letzten Jahren um das mehrfache seiner einstigen Fläche angewachsen, bis an die Stadtgrenzen von Lüneburg, Soltau und Buchholz.

Wer eine große Runde fahren möchte, der kombiniert einfach die in den Abschnitten 1 bis 3 beschriebenen Routen. Diese Tour über die Elbtalaue und den Naturpark Südheide zum Naturschutzgebiet Lüneburger Heide ist 590 Kilometer lang. Andere Tourenabschnitte sind kürzer und lassen sich als Abkürzungen oder Varianten in individuelle Routen einbauen.
Der sechste und letzte Abschnitt „Von Celle an Aller und Weser zum Naturschutzgebiet Lüneburger Heide“ ist fast 220 Kilometer lang und bietet die Option, die erwähnte große Runde nach Westen erheblich zu erweitern. Auch der Weser-Harz-Heide-Radweg verläuft zum Teil auf den hier vorgestellten Routen.  

Ausschilderung und Wegequalität
Für den Lüneburger Heide-Radweg existiert keine durchgehende oder einheitliche Beschilderung – die Tour verlangt daher etwas erhöhte Aufmerksamkeit und Beschäftigung mit dem Routentext. Oder den Download des GPS-Tracks für das eigene Fahrrad-Navi.

Manchmal ist die Beschilderung des Lüneburger Heide-Radweges in regionale Radwegweiser integriert und leicht zu übersehen.

Die Route verläuft zum Großteil auf Wirtschaftswegen, kleinen Straßen und Radwegen. Im Naturschutzgebiet kommen oft unbefestigte Waldwege vor, neben denen zumeist ein gekiester Radweg verläuft. Um den Wilseder Berg, wo motorgetriebener Verkehr nur für die Anwohner zulässig ist, gibt es nur gepflasterte Straßen und Sandwege.
Der Esterbauer-Verlag rät: „Nur mit einem Mountainbike und sehr guter Kondition ist es möglich, die beiden Abfahrten (vom Wilseder Berg) auf dem Radsattel zu bewältigen, ansonsten empfiehlt es sich zu schieben.“ Oder auf den normalen Wegen zu bleiben.

Lüneburger Heide-Radweg, 1:75.000, Verlag Esterbauer, 152 Seiten, 14,90 €, 6. Auflage 2018, ISBN 978-3-85000-067-3

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