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Rudelradeln
oder: Wo
ist Kurt?
Erheiterndes und Erhellendes über das Radfahren in der Gruppe
Jetzt lieferbar - kostenlose Leseprobe (1,1 MB/PDF)
Pressetext (DOC) - Pressebild - Foto des Autors - mit Buch
Rezension inRADtouren Heft 5/09 Seite 8
ISBN: 3837088928 - EAN: 9783837088922 - Bestellen bei Amazon
„Rudelradeln oder: Wo ist Kurt?“
Wenn der Radelsommer Einzug hält, dann machen sich wieder zahllose Gruppen auf, um gemeinsam Stadt und Land zu erkunden. Was aus der Ferne wie eine verschworene Spaß-Gemeinschaft ausschaut, entpuppt sich bei näherem Hinsehen bisweilen als labiles soziologisches Gebilde. Denn Menschen sind bekanntlich Individualwesen und unterwerfen sich nur äußerst ungern Zwängen.
Was alles passieren kann, wenn Einzel- und Gruppeninteressen aufeinander prallen, hat der Journalist und begeisterte Tourenradler Dieter Hurcks (59) bei seinen zahlreichen Gruppentouren innerhalb der letzten zehn Jahre notiert und die schönsten und skurrilsten Geschichten in dem Buch „Rudelradeln oder: Wo ist Kurt?“ aufgeschrieben. Manch einer dürfte mit seiner Gruppe schon Ähnliches erlebt haben und sich ein Schmunzeln nicht verkneifen können.
Da geht es um die Oberschlauen, die alles besser wissen als der Tourenleiter, da geht es um verloren gegangene Mitfahrer, die zu lange für ein Foto brauchten. Oder um Kurt, der es immer wieder schafft, den Anschluss zu verlieren. Forsche Typen, die Auffahrunfälle verursachen, sowie ängstliche Zeitgenossen, die sogar bergab nicht mitkommen, sorgen für Spannung(en) bei fast jeder Gruppentour. Ein typisches Gruppenphänomen offenbart sich bei Pausenstopps: Ein Fahrrad steht immer im Wege, manchmal sogar mehrere, wie auf dem Titelbild des mit über 30 Schwarzweißfotos illustrierten Buches zu sehen ist.
Unvergessliche Erlebnisse beschert auch das Bahnfahren mit einer Gruppe: zu kleine Abteile, enge Einstiege, altertümliche Bahnhöfe ohne brauchbare Aufstiegshilfen für Fahrradfahrer, oder mit Detektoren ausgerüstete Fahrstühle, die keine Fahrräder transportieren wollen. Ärgerlich sind immer wieder sture Einzelpersonen, die ein ganzes Fahrradabteil blockieren, obwohl gleich nebenan viele Plätze frei sind.
„Schnarchhähne“ ist ein Kapitel überschrieben, das von hartnäckigen nächtlichen Quälgeistern handelt. Um „skurrile Quartiere“ mit winzigen Liegen zum vollen Preis dreht sich ein anderes.
Der humoristische Teil des Buches wird um einige handfeste Regeln zum „Rudelradeln“ und um Tipps aus der Praxis ergänzt.
Dieter Hurcks: Rudelradeln
– oder: Wo ist Kurt? Erheiterndes und Erhellendes über das Radfahren in der
Gruppe, Books on Demand, 64 S. 6,90 Euro, ISBN 978-3-8370-8892-2
Tipps aus der Praxis
Vorbereitungen
Hat sich eine Gruppe möglichst gleich starker Fahrer zusammengefunden, geht
es in froher Erwartung künftiger unvergesslicher gemeinsamer Erlebnisse an die
Tourenplanung. Oft macht einer alles, bisweilen sind auch mehrere bei der
Planung und Organisation beteiligt. Das Mitläufertum gelangt hier übrigens zu
ungeahnter Blüte …
Bevor die Tour tatsächlich beginnt, sollten die Teilnehmer sich abstimmen,
welches Kartenmaterial mitgenommen wird. Radwanderführer können sich zu einem
beträchtlichen Gewicht summieren und sollten gegebenenfalls auf mehrere Radler
aufgeteilt werden. Zunehmend führen Mitfahrer ihre
Hightech-GPS-Orientierungssysteme ins Feld, die gute Dienste leisten, wenn die
Gruppe tatsächlich einmal an einem Feld steht und guter Rat teuer ist –
vielleicht noch teurer als ein GPS-Navigationsgerät für Fahrräder.
Werkzeug hat Gewicht und sollte ebenfalls nicht einem einzigen aufgebührdet
werden. Eine Universalluftpumpe – am besten eine kompakte Fußpumpe – genügt,
falls einem Mitfahrer mal die Luft ausgeht. Um gleiche Voraussetzungen zu
schaffen, sollten möglichst alle pannensichere Reifen aufgezogen haben. Es kann
durchaus nerven, wenn der immer gleiche Mitfahrer sich jeden Tag seine
Platten-Pause nimmt. Meistens ist das ja ausgerechnet der, dem zuhause die Mami
noch den Reifen flickt.
Jedes Werkzeug – mal abgesehen vom „17-er Schlüssel“ für das Öffnen von
Bierflaschen - braucht nur einmal vorhanden sein. Auch ein komplett
ausgestatteter Verbandskasten genügt in der Regel. Durch rechtzeitige Absprache vor dem Start der Radreise lässt
sich viel Gewicht einsparen.
Dass Sattel und Lenker richtig eingestellt sind und das Fahrrad technisch in
einwandfreiem Zustand ist, muss hier wohl nicht näher erläutert werden.
kostenlose
Leseprobe 1,1 MB/PDF
Die Antwort
gibt es beim ADFC (Suchwort:
Gruppen) unter http://www.adfc.de/3962_1
- siehe auch §27 Abs.3 Satz 1 StVO Verbände:
Gruppen mit sechzehn und mehr Radfahrern
können einen geschlossenen Verband bilden (§ 27 StVO). D.h. sie dürfen zu
zweit nebeneinander fahren und brauchen den Radweg nicht zu benutzen. Die StVO
behandelt Verbände wie ein einziges Fahrzeug, d.h. an Kreuzungen und Einmündungen
darf der Verband geschlossen durchfahren, auch wenn bevorrechtigte
Verkehrsteilnehmer erscheinen. Dies entbindet die Teilnehmer eines Verbandes
jedoch nicht von der Sorgfaltspflicht; man darf sich die Vorfahrt also nicht
erzwingen.
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