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Gierseilfähren an der Weser

Das Weserbergland neben und auf dem Wasser entdecken

Als Radler, der entlang des Weserradwegs unterwegs ist, trifft man des öfteren auf Fähren, die sich an einem Drahtseil selber mit Hilfe der Strömung über den Fluss ziehen. In Herstelle ist es sinnvoll, überzusetzen und vielleicht sogar am Fährhaus einzukehren.

Lautlos, ganz ohne Motorkraft, schiebt sich die Fähre über den Fluss und bringt die Passagiere sicher und trockenen Fußes an das andere Ufer der Weser: Wie eine kleine Zeitreise mutet eine Fahrt mit einer der Gierseilfähren im Weserbergland an. Dabei handelt es sich um eine alte Tradition, die bis heute lebendig geblieben ist. Ganz ohne Kraftstoff, nur mit Wasserkraft, pendeln die Fähren, von einem Seil geführt, zwischen ihren Stationen hin und her.

Gierseilfähre in Wahmbeck, Foto: djd/Weserbergland

Erlebnisse auf dem Weser-Radweg

Damit die Gierseilfähren ihren Kurs behalten, werden sie vom Fährmann gesteuert und einem dicken Stahlseil geführt. Eine Tour mit einer Gierseilfähre ist somit ein besonderes Erlebnis, das es kaum ein zweites Mal gibt. Urlauber und Ausflügler, die das Weserbergland besuchen, sollten dieses Erlebnis also nicht verpassen. Gerade Radfahrer, die den beliebten, rund 500 Kilometer langen Weser-Radweg (weserradweg-info.de) zu Streifzügen durch die Region nutzen, haben an verschiedenen Fährstationen die Möglichkeit zu einer Überfahrt.



Sieben traditionelle Fährstationen

Unterwegs hält das Weserbergland viele weitere Sehenswürdigkeiten bereit. Die charakteristischen Schlösser und Herrenhäuser der Weserrenaissance zählen ebenso dazu wie idyllische Ortschaften. An gleich sieben Überquerungen bietet sich zudem die Chance auf eine Weser-Überquerung mit einer der Gierseilfähren. Weitere Informationen zu Urlaubsmöglichkeiten in der Region und zu den Fährstandorten gibt es per E-Mail an info@weserbergland-tourismus.de oder telefonisch unter 05151-9300-0. (mpt-14/49214).

Eine Rollfähre ist übrigens in Polle/Weser in Betrieb (Foto). Diese steuert nicht senkrecht zur Uferlinie auf den Zielort zu. Bild rechts: Weserfähre Vahrenholz.

Das ist eine Gierseilfähre

Eine Gierseilfähre (auch „Gierfähre“ oder „Fliegende Brücke“ genannt) ist ein Fährtyp, der zur Fortbewegung die Strömung des zu überquerenden Flusses ausnutzt.

Die Technik der Gierfähre (von „gieren“ im Sinne von „Drehbewegung um die Hochachse des Schiffes“) erfand der Niederländer Hendrick Heuck aus Nimwegen im Jahr 1657, um den Verkehr über die breite Waal zu erleichtern.

Eine Gierseilfähre oder Gierponte, wie diese Fähre auch genannt wurde, hängt an einem langen Drahtseil, das sich kurz vor der Fähre aufteilt. Ein Seilende ist am Bug und eines am Heck der Fähre befestigt. Verändert sich nun die Länge der Enden zueinander, verändert sich auch der Anstellwinkel der Fähre zum Strom. Nur dieses Einstellen der Seilenden geschieht heute mit Motorkraft, im Übrigen ist die Fähre motorlos. Der Druck des anströmenden Wassers drängt sie an das entsprechende Ufer. Das Drahtseil wird im Fluss selbst verankert und für die Schifffahrt mit Bojen markiert. Damit die Fahrrinne frei bleibt, liegt der Anker für das Drahtseil nicht in der Flussmitte.

Quelle und mehr: Wikipedia - Weserfähren im Weserbergland

 

Bericht über eine Radtour auf dem Weserradweg

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