Radtouren A bis Z
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GPS-Navi, Smartphone, Digicam und Co. haben einen großen Energiehunger

Stromversorgung auf der Fahrradtour (1) - Teil 2

Dynamo-Lader von Pearl für Nabendynamos und für Seitenläufer geeignet.

 

 

Revolt-Powerbank 12 Ah mit zwei Ausgängen.

 

Ladeset für fast alle Geräte, die der Radler unterwegs dabei hat. Der Autosteckdosen-Adapter kann wohl getrost zuhause bleiben.

Universal Ladeset auf einen Blick

  • 11-teiliges Universal-Lade-Set für viele Tausend mobile Geräte: Handy, MP3-Player, Smartphone, Navi, PDA und vieles mehr

  • Lädt überall, wahlweise per USB, 230V-Steckdose oder 12V-Buchse im Auto

  • Dock-Connector für alle iPod (außer Shuffle) und iPhone (bis 4S)

  • Ladeadapter für Nokia-Handys: 2,0 und 3,5 mm-Anschluss

  • Lade-Adapter für Sony Ericsson-Handys mit Fast-Port

  • Lade-Adapter für aktuelle Handys von LG, Samsung

  • Für alle USB-Geräte: Dank USB Typ A und 2 USB-Adaptern USB Typ A auf Mini- und Micro-USB

  • Inklusive USB-Netzteil (230V auf 5V), 12V Kfz-Netzteil, Spiral-Anschlusskabel (max. 120 cm), Schutztasche

  • Preis: 16,90 Euro (Best.-Nr. HZ-1777-913)

  • Info: Pearl-Website

Navigationsgeräte benötigen einen starken Akku, bei langen Touren auch noch mehr

Wer viel mit dem Rad unterwegs ist kommt schnell auf die Idee, sein Smartphone mit diversen nützlichen Fahrrad-Apps auszustatten und es als Navigationsgerät und Fotoapparat zu benutzen. Viele Handys erreichen eine gute Bildqualität und können durchaus sehenswerte Erinnerungsfotos machen. Diese Geräte mit ihren großen 4-Zoll Displays und mehr verbrauchen eine ganze Menge Energie. Wenn der GPS-Empfang läuft, dazu vielleicht noch die Sprachnavigation eingeschaltet ist, eine Internetverbindung besteht und das Display so hell leuchtet, dass es auch bei Sonnenschein ablesbar ist, dann zieht das Gerät eine Menge „Saft“ aus dem Akku.  

Zusätzliche Stromversorgung 
Auf dem Markt werden für solche Fälle inzwischen einige Lösungen in unterschiedlichen Preiskategorien geboten.  

Nabendynamo: Viele Tourenradler besitzen heutzutage moderne Räder, die mit einem Nabendynamo ausgestattet sind. Dieser hat normalerweise eine Leistungsabgabe von etwa drei Watt. Damit der Strom gleichmäßig fließt, ist ein Adapter notwendig, der die je nach gefahrener Geschwindigkeit schwankende Spannung und Frequenz des Wechselstroms aus dem Nabendynamo in eine stabilisierte Gleichspannung umwandelt.  

Zusatzakkus: Als Alternative bietet sich die Mitnahme von Zusatzakkus an, die die Ladungsverluste des Smartphone-Akkus unterwegs ständig ausgleichen. Solche „Powerbanks“ gibt es in unterschiedlichen Leistungsklassen und Konfigurationen. Je länger der Radler unterwegs ist, desto höher sollte die angegebene Leistung in Ah sein.  

Die meisten elektronischen Geräte, die man unterwegs dabei hat, benötigen eine anständige Leistung bis zu 700 mA, besser 1 A Stromfluss. Die Aufnahmeleistung kann dabei bis zu 5 Watt betragen.

Die überwiegend verbaute USB- bzw. Mini-USB-Schnittstelle hat sich zu einer Art Standard gemausert. Diese liefert laut technischer Spezifikation 5 V Gleichspannung. Die Definition für USB legt fest, dass ein Gerät über die USB-Buchse bis zu 500 mA, also bis zu 2,5 Watt Leistung, beziehen kann.  

Eine Lösung im Test: Beim Elektronikversender Pearl habe ich den Katalog durchgeblättert und mehrere Produkte gefunden, die zusammenpassen und eine akzeptable und zudem preiswerte Gesamtlösung darstellen könnten. Der Praxistest wird es zeigen!  

Da alle Geräte vom gleichen Hersteller bzw. Lieferanten stammen, harmonieren diese sehr gut. Das sind folgende Komponenten:

  • Fahrrad-Dynamo-Ladegerät von revolt (für Seitenläufer- wie Nabendynamos geeignet) mit 5 V (bis 500 mA); Eingangsspannung vom Dynamo bis 7 V
  • Universal-Powerbank mit 12 Ah von revolt (Eingang 1 A/5 V; Ausgänge 2,1 und 1,0 A/5 V)
  • Universal-Ladeset mit 230 Volt USB-Netzteil und Kfz-Adapter (zuhause lassen und den Platz in der schmucken, praktischen Schatulle anderweitig nutzen!)

Zum Universal-Ladeset von Pearl gehören acht Adapter für den Anschluss aller marktgängigen Handys, Smartphones, MP3-Player und sonstiger Geräte. Damit wird über Nacht die Powerbank aufgeladen. Mit 12 Ah-Stunden kommt man normalerweise gut den ganzen Tag hin.  

Mit dem nur 34 Gramm leichten Dynamo-Lader kann man zusätzlich während der Fahrt die Powerbank nachladen, was dann letztendlich dafür sorgt, dass einem der Strom kaum ausgehen dürfte. Die Bedienungsanleitung ist allerdings eine Zumutung: nur mit Lupe lesbar, wenig informativ und zudem ein Fehldruck (auf Vorder- und Rückseite der identische Text, aber in Französisch). Dort ist zu lesen, dass das Teil nur von qualifiziertem Personal montiert werden darf. Ein Schaltbild ist das einzig brauchbare, der Rest besteht aus den üblichen Glückwünschen zum Kauf und Sicherheits- wie Entsorgungshinweisen.  

Solarlader sind nach meinen Erfahrungen durchweg nicht leistungsstark genug. Und die Sonne scheint ja auch nicht ständig …  

Praxiserfahrungen Universal Ladeset
Mit dem Universal-Ladeset habe ich bereits das Smartphone, ein Handy, ein Navigationsgerät und ein mobiles Webradio aufgeladen. Passt alles! Da der Ladestrom nur 1 A beträgt, dauert das Laden allerdings ziemlich lange - bei der (noch neuen und vermutlich fast leeren) Powerbank rund achteinhalb Stunden. Muss man im Quartier über Nacht mehrere Geräte aufladen, könnte es knapp werden, weshalb das Dynamo-Ladegerät eine echt gute Ergänzung darstellt.
Dieter Hurcks (Stand: 8. April 2013)

Nun also das Equipment montieren und rauf aufs Rad!


Fahrradladegeräte in der Praxis getestet
- revolt von Pearl
- Powerbank 12.000 mAh von Pearl
- Kemo-Lader von Conrad

 

Zum Weiterlesen

Thema Stromversorgung am Fahrrad bei Naviki Bericht

Fahrradzukunft Test und Übersicht von Ladeadaptern

Forum Lader mit Tipps zum Eigenbau eines Fahrrad-Ladegerätes und einer 12-V-Lichtanlage

Navi-Board - Diskussionsforum (Outdoor GPS Forum)

Helmuts Homepage: Sehr informative private Seite zum Thema Navi, Stromversorgung, Radeln im Gebiet der Mecklenburgischen Seen

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