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Der E-Bike-Antrieb von Bosch
Neueste Fahrrad-Technologie vom Autoausrüster
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Das
Testmodell: ein
Trekkingbike des Herstellers Scott mit einer Bosch-Antriebseinheit, die unterhalb der Kurbelwelle montiert ist. Der Radstand zu einem herkömmlichen Fahrrad vergrößert sich durch den verbauten Bosch-Antrieb nicht! |
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Erfahrungen mit dem Bosch-Mittelmotor |
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Wie
interessant das Thema Pedelec für die Industrie ist, zeigt der bekannte
Automobilausrüster Bosch mit seinem neuen Produkt. Das Antriebsmodul
wurde vor einigen Monaten der Öffentlichkeit vorgestellt und wird
mittlerweile von zahlreichen Pedelec-Herstellern in ihren Modellen
verbaut. Das E-Bike-System besteht aus Antriebseinheit, Akku und Bedieneinheit. Verbunden ist alles über ein Draht sparendes CAN-Bussystem. Ein unübersichtlicher Drahtverhau zwischen den Einzelkomponenten wird damit vermieden. Kein Wunder auch, denn Bosch hat mit seinen millionenfach produzierten Steuergeräten im Automobilsektor reichlich Erfahrung mit derart vernetzten Modulen. Der Rahmen des Pedelecs muss
zur Aufnahme dieser Antriebseinheit allerdings passend gefertigt werden,
eine Nachrüstung klassisch gebauter Fahrräder (wie man es von Nachrüstsätzen
mit Nabenmotoren her kennt) ist also grundsätzlich nicht möglich. Der
Verkauf von Antriebseinheiten an Privatpersonen ist offenbar auch gar
nicht vorgesehen, vielmehr kooperiert Bosch mit zahlreichen
Fahrradherstellern als Zulieferer. Doch sehen wir uns die drei Hauptkomponenten des Systems genauer an. Antriebseinheit: Die 250 Watt starke und 4 kg
schwere Antriebseinheit (Bosch-Bezeichung: DriveUnit) ist zusammen mit
der gesamten Steuerelektronik in einem Block verbaut und gibt ihre
Leistung direkt an die durchs Gehäuse laufende Kurbelwelle ab. Wird der
Elektroantrieb am Bedienteil abgeschaltet, kann man ohne merkliche
Nebeneffekte mit reiner Muskelkraft weiter treten. Die Antriebseinheit lässt
sich vom Fahrradhersteller unterschiedlich montieren: unterhalb der
Kurbelwelle (wie beim Testmodell) oder auch über Kopf oberhalb
derselben. Im Gehäuse stecken nicht nur der Motor, sondern auch alle
Komponenten der zugehörigen Leistungselektronik. An die Antriebseinheit
sind deshalb alle anderen Komponenten wie Akku, Geschwindigkeitssensor
des Hinterrades und die Fahrradbeleuchtung über Kabel angeschlossen. Mittlerweile ist zu hören, dass es für die Antriebseinheit eine Art Service- und Diagnosewerkzeug geben soll. Damit sollen sich Fehlerspeicher auslesen und zahlreiche Parameter einstellen lassen. So muss beispielsweise der Geschwindigkeitssensor des Hinterrades auf den Felgendurchmesser eingespeichert werden, ansonsten stimmt die erlaubte Endgeschwindigkeit nicht... Akku: Wahlweise werden zwei
verschiedene Akkumulatoren von Bosch angeboten. Zum einen die Variante
zur Montage am Rahmen, zum anderen eine Gepäckträgerausführung. Die
Akkuspannung beträgt 36 Volt und 8 Ah (entsprechend 288 Wh). Zum Laden
muss der Akku aus seiner Halterung genommen werden. Ein passendes
Ladegerät in moderner Technik (Schaltnetzteil) gehört zum
Lieferumfang. Neben dem Standardlademodus
steht auch ein Schnell-Lademodus zur Verfügung. Der Akku besitzt eine
eigene Kapazitätsanzeige in Form mehrerer Leuchtdioden, an denen sich
der Ladezustand sowohl während des Ladens als auch in Fahrt ablesen lässt.
Ein kleiner Drucktaster an selber Stelle schaltet die Stromversorgung
und damit den gesamten Antrieb ein und aus. Mittels Sicherheitsschloss
ist der Akku in seiner Halterung gesichert, immerhin soll er als
Ersatzteil derzeit über 500 Euro kosten! Bedienteil: Über das Bedienteil lassen
sich vier verschiedene Unterstützungscharakteristika des
Elektroantriebes (Eco, Tour, Sport, Speed) mit jeweils drei
unterschiedlichen Stufen auswählen. Alle haben eines gemeinsam: Über
25 km/h reduziert sich die Antriebsleistung, so wie es das Gesetz
verlangt. Da die Beleuchtungsanlage ebenfalls über den Akku versorgt
wird, ist im Bedienteil auch der Lichttaster eingebaut. Sehr praktisch
ist die Möglichkeit, das gesamte Bedienteil mit einer Drehbewegung aus
der Halterung ausklicken zu können. Die angezeigten
Display-Informationen entsprechen dem üblichen Standard: Betriebsmodus,
Unterstützungsgrad, gefahrene Geschwindigkeit, verbleibende (Akku-)
Reichweite. Erste
Erfahrungen: Als überaus angenehm darf die
Kraftentfaltung des Bosch-Antriebes bewertet werden. Da die Sensorik
ihre Informationen (Drehzahl und -moment) direkt an der Kurbelwelle
abgreift, schaltet sich die Elektrounterstützung nahezu verzögerungsfrei
zu und wieder ab. Zudem läuft die elektrische Unterstützung über das
Getriebe der Kettenschaltung, was gerade bei Steigungen und in schwerem
Gelände ein respektables Drehmoment am Hinterrad erzeugt. Kritiker
sagen diesem Antriebskonzept allerdings einen hohen Ketten- und
Ritzelverschleiß voraus. Ob dem so ist, wird sich noch zeigen! Ein weiterer Vorteil dieses
Antriebskonzepts ist freilich die günstige Lastverteilung. So liegen
der Antriebsblock und der am Rahmen montierte Akku nahe am Schwerpunkt
und verschlechtern die Fahreigenschaften nicht. Wie sich der tief
montierte Antriebsblock allerdings bei einer Wasserdurchfahrt verhält,
ist eine andere Frage. Bosch garantiert nämlich nur die Dichtigkeit
gegen Spritzwasser. Interessant ist auch die Spezifikation der
Betriebstemperatur: Diese reicht von -5 bis 40 °C und könnte für
Hardcore-Fahrer im Winter durchaus zum Thema werden! Eine weitere Frage ist, wer
diese komplexe Technik im Fall des Falles reparieren kann. Der
freundliche Händler vor Ort dürfte damit schnell überfordert sein.
Bosch hat jedenfalls angekündigt, ein entsprechendes Service-Konzept zu
entwickeln. Mittlerweile hat Bosch eine
zweite Antriebsvariante mit stärkerem Motor (350 Watt) für E-Bikes mit
45 km/h Höchstgeschwindigkeit herausgebracht! Dieter Görrisch
(10/2011) Auszug aus dem Blog e-Rad Hafen Vergleich: Mittelmotoren von Panasonic und Bosch Die Panasonic Motoren sind sehr solide. Sie unterstützen in der Ebene toll. Wenn es bergauf geht lässt die Unterstützung öfters deutlich nach. Es ist sehr auffällig, dass der Motor dann am meisten unterstützt, wenn man langsam in einem schweren Gang tritt. Wenn es bergauf geht, fand ich das bei einigen Testrädern etwas unangenehm, besonders wenn ich mal schneller in die Pedale trat. Dann wurde die Unterstützung deutlich schwächer. Den anderen Testfahrer_innen ging es ähnlich. Der Grund ist, dass der Motor beim Panasonic bei einer bestimmten Trittfrequenz abbricht und generell sehr stark auf das Drehmoment reagiert. Man bekommt also mehr Unterstützung wenn man in schweren Gängen langsam tritt, das geht am Berg nicht immer so gut. Beim Panasonic Motor gibt es zwischen den Modellen größere Unterschiede, da die E-Rad Hersteller die Konfiguration mit beeinflussen können. Der
Bosch Motor unterstützt dafür gleichmäßiger, relativ unabhängig
davon ob man einen schweren Gang mit langsamer Trittfrequenz oder einen
leichten Gang mit hoher fährt. Er ist am Berg ausgesprochen kräftig.
[pd-f] Der Schweinfurter Radhersteller Haibike (www.haibike.de) bringt mit dem „eQ Xduro“ für die Saison 2011 ein Mountainbike mit einem 250 Watt starken E-Motor von Bosch auf den Markt: „Unser Ziel war ein durchzugsstarker Mittelmotor mit der im Gelände benötigten Bodenfreiheit“, erklärte Christian Malik, Produktmanager bei Haibike, gegenüber dem pressedienst-fahrrad. Zu diesem Zweck arbeitete der Radhersteller mit dem Autozulieferer Bosch zusammen und entwickelte einen in der kommenden Saison exklusiv von Haibike eingesetzten Mittelmotor. „Der Bosch-Antrieb erlaubt einen weitaus kürzeren Radstand als bei anderen Mitbewerbern mit Mittelmotor. Dadurch ist Fahrspaß im Offroadeinsatz garantiert“, so Malik weiter. Das Hardtail (starrer Rahmen) ist mit der Rock Shox Reba SL Federgabel, der Zehn-Gang-Kettenschaltung Shimano XT und den bissigen hydraulischen Scheibenbremsen Tektro Auriga Pro ausgestattet. Das eQ Xduro FS ist in drei Rahmengrößen für 3.299 Euro im Fachhandel erhältlich. Details: |
Der
Antriebsblock wirkt direkt auf die
Der
Akku (hier die Rahmenvariante) ist mit einem
Der
Bedienteil zeigt alle wichtigen Daten und kann
Die
Beleuchtung wird bei diesem Pedelec ebenfalls
Das
Drehmoment des Elektroantriebes:
Das eQ Xduro - Quelle: www.messe-friedrichshafen.de |
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